Ich bin Hans.
Im März 2010 habe ich Technikblog ins Leben gerufen. Seither blogge ich über technische Themen die mich faszinieren und im Alltag begleiten. Das sind Themen wie Gadgets, Smart Home, Elektroautos, Erneuerbare Energien und vieles mehr...
Was für News heute, Tesla macht ernst mit der Öffnung des hauseigenen Supercharger Netzwerks. Nachdem bereits in einigen wenigen Ländern das Laden von Fremdmarken bereits möglich war, wurde das Pilotprogramm heute erweitert. Unter anderem kamen die Länder Deutschland und Schweiz dazu, was mich natürlich sofort dazu bewegte das zu testen.

Dazu braucht man die Tesla App und einen eigenen Account. Der ist innerhalb von wenigen Minuten erstellt und ein Zahlungsmittel (Kreditkarte) muss hinterlegt werden. Das ist auch schnell gemacht, und dann kann losgelegt werden. Über das Feld «Laden Sie Ihren Nicht-Tesla auf» werden einem die nächsten verfügbaren Supercharger-Standorte angezeigt. Achtung, es sind noch nicht alle offen. Danach einfach den passenden Ladepunkt anwählen und Ladung starten…

Die Preise sind offenbar nicht einheitlich und hängen vom Standort ab. In Oftringen wo ich getestet habe kostet die kWh 0.70CHF und beim Blockieren wird 1.00CHF pro Minute fällig. Es gibt auch die Möglichkeit zur Mitgliedschaft bei Tesla, dann kostet die kWh «nur» noch 0.57CHF und das für 13.99CHF pro Monat. Das sind aktuell nicht besonders attraktive Preise, gegenüber den Konkurrenzangeboten in der Schweiz.
Natürlich habe ich auch die Ladekurve aufgezeichnet. So kurzfristig wie Tesla die Öffnung ankündigte, konnte ich den ID.4 natürlich nicht auf einen idealen SoC runterfahren. Aber mit 45% Ladestand ging es knapp unter 100kW, Tesla gibt eine maximale Ladeleistung von 125kW an, für die SuCs in Oftringen.

Das Pilotprojekt «Tesla Supercharger-Zugang für Fremdmarken» ist derzeit für Supercharger-Ladestationen in den folgenden Ländern verfügbar:
Ganz wichtig, damit das auch funktioniert muss der Wohnort der Nicht-Tesla Fahrer auch in den obigen Ländern liegen.

Das grosse Problem der Supercharger-Öffnung für Fremdmarken sind die Ladebuchsen an den Fahrzeugen. Es gibt folgende Varianten auf dem Fahrzeugmarkt:
Das führt zwangsläufig dazu, das die Supercharger welche für die Ladebuchse hinten links aufgebaut sind, durch Fremdmarken blockiert werden. Ich habe beispielsweise den Schnelllader rechts vom Auto genutzt, damit hätte der Tesla daneben nicht laden können. Da muss auf die Dauer eine gute Lösung her…

Das Tesla die Öffnung der Supercharger noch vor den Sommerferien angeht, finde ich einen mutigen Schritt. Da Italien bei der Öffnung noch nicht dabei ist, hilft mir das wenig aber dürfte spannend sein bezüglich Auslastung. Das Pricing ist aus meiner Sicht absichtlich ohne Mitgliedschaft eher hoch angelegt. Für den Test war es spannend, auf Grund des hohen Preises werde ich das SuC-Netzwerk nur im Notfall oder bau Auslastung des Rests nutzen.