Ich bin Hans.
Im März 2010 habe ich Technikblog ins Leben gerufen. Seither blogge ich über technische Themen die mich faszinieren und im Alltag begleiten. Das sind Themen wie Gadgets, Smart Home, Elektroautos, Erneuerbare Energien und vieles mehr...
Es gibt diese kleinen Dinge, die das Reisen spürbar entspannter machen, ohne dass man gross darüber nachdenkt. Für mich gehört Airalo dazu. Seit einigen Jahren nutze ich den eSIM-Dienst auf praktisch jeder Reise ausserhalb der Schweiz – und ich habe ehrlich gesagt vergessen, wann ich das letzte Mal am Flughafen-Kiosk eine lokale SIM-Karte gekauft oder mich über Roaming-Gebühren geärgert habe. Die eSIM ist längst vor der Abreise eingerichtet und legt mit der Landung im Zielland einfach los.
In diesem Beitrag schaue ich mir an, was Airalo ausmacht, wie einfach die Einrichtung gerade auf dem iPhone funktioniert und wo ich den Dienst selbst schon genutzt habe – vom ID. Buzz Testevent in Kopenhagen bis zu unseren Familienreisen nach Kroatien und Elba.
Airalo ist ein eSIM-Anbieter aus Singapur, der 2019 gegründet wurde und heute zu den weltweiten Marktführern bei Reise-eSIMs gehört. Statt am Flughafen eine physische SIM-Karte zu kaufen, lädt man sich eine digitale SIM direkt aufs Smartphone – per QR-Code oder direkt über die App. Airalo arbeitet dabei mit lokalen Mobilfunkanbietern in über 200 Ländern zusammen, sodass sich das eigene Handy beim Reiseziel automatisch ins passende Netz einbucht.
Die Idee dahinter ist denkbar einfach, der Nutzen aber gross: Man behält die eigene Schweizer Nummer aktiv und aktiviert die mobilen Daten parallel über die eSIM – ganz ohne lästiges Kartenwechseln. Wer schon einmal mit klammen Fingern eine Nano-SIM in einem fremden Flughafen getauscht und die Schweizer Karte fast verloren hat, weiss, was das wert ist.
Der grösste Vorteil der eSIM-Technologie ist die Flexibilität. Eine eSIM ist fest im Gerät verbaut und lässt sich rein digital mit einem Profil bespielen. Damit fällt der physische SIM-Wechsel komplett weg, und man kann mehrere Profile parallel hinterlegen.
Auf dem iPhone funktioniert das aus meiner Sicht besonders elegant. Apple hat die eSIM früh und konsequent integriert: Alle Modelle ab dem iPhone XS und XR (2018) beherrschen die Technologie, also faktisch jedes iPhone, das heute noch im Einsatz ist. Im Dual-SIM-Betrieb läuft meine Schweizer Nummer für Anrufe und SMS weiter – wichtig etwa für Banking-Codes per SMS – während die Daten über die Airalo-eSIM laufen. In den iPhone-Einstellungen lässt sich exakt festlegen, welche Leitung für mobile Daten genutzt wird. Einmal eingerichtet, muss man sich darum nicht mehr kümmern.
Ein praktischer Punkt: Die eSIM lässt sich bereits zu Hause vor der Abreise installieren. Aktiviert wird sie erst, sobald sich das Handy im Reiseland zum ersten Mal mit einem Netz verbindet. Damit ist man direkt nach der Landung online, ohne sich erst am Flughafen hinsetzen und QR-Codes scannen zu müssen.

Was mich an Airalo von Anfang an überzeugt hat, ist die Einfachheit. Der Ablauf ist immer gleich: App öffnen oder die Website aufrufen, Reiseziel auswählen – lokal für ein Land, regional für eine ganze Region oder global –, das passende Datenpaket wählen und bezahlen. Kreditkarte, Apple Pay und PayPal funktionieren problemlos. Danach wird die eSIM installiert. Auf neueren iPhones geht das direkt aus der App mit einem Tap, alternativ scannt man den QR-Code über «Einstellungen → Mobiles Netz → eSIM hinzufügen».
Beim ersten Mal dauert das vielleicht fünf Minuten, danach ist man eingerichtet und kauft neue eSIMs in unter einer Minute. Geht das Datenvolumen zur Neige, lädt man direkt in der App nach – ohne neue eSIM zu installieren. Diese Einfachheit bestätigen auch unabhängige Tests immer wieder: Die App ist übersichtlich, die Installation in der Regel in unter fünf Minuten erledigt, und der Support ist bei Bedarf rund um die Uhr per Chat erreichbar.
Theorie ist das eine, der Praxiseinsatz das andere. Airalo hat mich auf einigen meiner Reisen begleitet.
Beim grossen ID. Buzz Testevent in Kopenhagen war ich für den ersten Test des Elektro-Bullis in Dänemark unterwegs. Gerade auf so einem dicht getakteten Event, bei dem man zwischen Terminen, Fahrten rund um Kopenhagen und Malmö und dem Hotel pendelt, ist zuverlässiges mobiles Internet Gold wert – für Navigation, Kommunikation und das schnelle Hochladen von Bildern und Eindrücken. Mit der dänischen Airalo-eSIM war das Thema schlicht kein Thema.
Auch auf unserer Familienreise nach Kroatien mit dem ID. Buzz – über 2400 Kilometer von der Schweiz bis nach Istrien – war ich auf verlässliche Daten angewiesen. Navigation, Lade-Apps zum Auffinden der nächsten Ladestation und natürlich die Kommunikation mit der Familie liefen alle über die eSIM. Entlang der ganzen Strecke von Istrien bis ins Landesinnere hatte ich stabilen Empfang.
Und schon bei unserer Reise nach Elba mit dem ID.4 – über Mailand, Parma und Livorno bis zur Fähre auf die Insel – hat sich Airalo bewährt. Italien ist zwar EU, aber mein Schweizer Mobilfunkabo deckt Roaming dort nicht selbstverständlich ab. Mit der italienischen Airalo-eSIM funktionierten Google Maps, die Lade-Apps und die Fährinfos zuverlässig, ohne dass ich auf Tagespauschalen oder Roaming-Überraschungen achten musste.

Airalo unterscheidet drei Tariftypen. Lokale eSIMs gelten für ein einzelnes Land und sind die günstigste Option, wenn man nur dorthin reist – los geht es bei rund 4 bis 5 EUR für 1 GB. Regionale eSIMs decken mehrere Länder einer Region ab, die «Eurolink»-eSIM beispielsweise rund 39 europäische Länder, was für eine Rundreise praktisch ist. Globale eSIMs schliesslich gelten in über 100 Ländern weltweit und lohnen sich für Vielreisende mit mehreren Stopps.
Was ich am Modell schätze: Es gibt keine versteckten Kosten. Ist das Paket aufgebraucht, stoppt die Verbindung – man wird nicht automatisch nachverrechnet wie bei klassischen Roaming-Fallen. Und wer mehr braucht, lädt einfach in der App nach.
Bei aller Begeisterung – zwei Punkte gehören ehrlich erwähnt. Erstens sind die meisten Airalo-eSIMs reine Datentarife, es kommen also keine Anrufe oder SMS auf dieser Leitung an. In der Praxis ist das kaum ein Problem, weil Telefonieren über WhatsApp oder FaceTime läuft, und für SMS-Codes der Bank behält man die Schweizer Nummer ohnehin parallel aktiv. Zweitens muss das Datenroaming für die eSIM aktiviert sein, damit sie das lokale Netz nutzen kann. Das klingt zunächst widersprüchlich, verursacht aber keine Roaming-Kosten – die eSIM bucht sich direkt ins lokale Netz ein.
Airalo ist für mich seit Jahren der erste Griff vor jeder Reise ausserhalb der Schweiz. Die Einrichtung ist schnell, die Preise sind fair, und die Abdeckung war in allen von mir bereisten Ländern zuverlässig. Gerade in Kombination mit dem iPhone, wo die eSIM-Integration besonders sauber gelöst ist, geht das Ganze völlig reibungslos von der Hand. Man richtet die eSIM zu Hause ein und denkt danach nicht mehr darüber nach – genau so soll Technik sein.
Wer regelmässig reist und nicht jedes Mal aufs Roaming-Glück seines Schweizer Abos angewiesen sein will, kommt an einem eSIM-Dienst wie Airalo aus meiner Sicht kaum mehr vorbei.
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