Der erste Bluetooth Lautsprecher von Ikea heisst Eneby. Es gibt zwei Modelle: Ein portables in der Grösse 20 x 20 cm mit 20 Watt für knapp CHF 60.-. Sowie ein grösseres Modell 30 x 30 cm mit 42 Watt für knapp CHF 100.–. In meinem Test im Familien-Alltag zeigt sich, dass Ikea einen gelungenen Start im Lautsprecher-Segment hinlegt und wo es noch Raum zum Verbessern gibt.

Meine Suche nach dem Lautsprecher

Als ich vor ein paar Wochen auf Twitter und Facebook nach Tipps für einen schönen und preiswerten Bluetooth-Lautsprecher fürs Wohnzimmer um Tipps gebeten habe, kamen Vorschläge zu den etablierten Brands: JBL, Sonos, UE Boom, Sony, Bose und co. Auch der HomePod von Apple wurde vorgeschlagen (der nicht wirklich unter preiswert läuft). Leider gefielen mir die meisten Vorschläge optisch nicht, sie waren zu teuer oder mit allerlei Smart-Klimbim versehen, auf das ich gerne verzichten möchte. Doch der Social-Media Manager der Ikea Schweiz scheint ein gutes Monitoring zu haben. Er bot mir an, ihren Bluetooth Lautsprecher Eneby zum Test zu schicken. Wenn ich darüber schreiben würde, dürfte ich ihn auch dann behalten. Wie konnte ich dieses faire Angebot ablehnen?

Design

Das Beste am Eneby Lautsprecher ist das Design. Angeblich in Zusammenarbeit mit Teenage Engineering ist der minimalistische Bluetooth Lautsprecher nur der Anfang von weiteren Audio-Produkten, die gemäss NZZ noch kommen sollen. Optisch ähneln sich die beiden Modelle stark: sie haben ein weisses oder schwarzes Kunstoffgehäuse und eine abnehmbare Stoffabdeckung aus meliertem Grau oder Schwarz. Wer es puristischer mag, der nimmt die Abdeckung ab und hat so den nackten Lautsprecher. Ausgestattet mit Silikonfüssen rutschen die Lautsprecher auch bei wummigen Bässen nicht von dem KALLAX Regal (worauf die Lautsprecher in den Massen abgestimmt sind). Alternativ gibt es ein Lautsprechergestell, welches den Lautsprecher leicht kippt und weniger Vibrationen ans Möbelstück und die Umgebung weitergibt. Oder auch einfache Wand-Lautsprecherhalterungen.

Im oberen Bereich an der Rückseite sitzt bei beiden Lautsprechern eine Ausgleichsöffnung. Unten findet man einen Klinken- und Stromanschluss. Der Ikea Eneby 20, also das portable Modell, besitzt zudem an der Unterseite ein Akkufach, für den optional erhältlichen Akku (CHF 20). Die Verarbeitung des Lautsprechers finde ich sehr solide gemacht. Ausser vielleicht der Drehknopf, der sich etwas instabil anfühlt. Das Design im minimalistischen Bauhaus-Stil gefällt mir sehr und der Eneby ist wohl in der weissen Ausführung mit grauer Abdeckung farblich eine Rarität.

Der Ikea Eneby 30, hier auf dem Lautsprechergestell, welches wir nicht soooo schön fanden
Der Ikea Eneby 30, hier auf dem Lautsprechergestell, welches wir nicht soooo schön fanden

Ausstattung

Während beim Eneby 20 als Duo ein Tiefmitteltöner und ein Hochtöner zum Einsatz kommen, ist mein Testmodell Eneby 30 etwas besser ausgestattet und wartet mit einem zusätzlichen Tiefmitteltöner auf. Der Klang kann mit einem längeren Druck auf den Lautstärkeregler im Bass- und Höhenbereich justiert werden. Was allerdings ohne visuelles Feedback nur bei einem geeigneten Musikstück wirklich gelingt.

Sound

Ich war ehrlich gesagt überrascht, wie gut und voluminös der Eneby 30 mit maximal 9dBm klingt. Der Bass fühle sich richtig warm und gut bei meiner Reggae-Playlist an, knackig bei Pop-Songs und leise eingestellter Chillout-Elektro klang angenehm detailreich, auch ohne aufzudrehen. Die Betriebsfrequenz liegt bei diesem Modell zwischen 48 und 20 kHz. Absolut ausreichend um unsere Stube bis in die offene Küche zu beschallen ohne brutal zu laut werden zu können (meine Kinder haben es mit Gejohle getestet).

Verbindung

Ausgestattet sind die Lautsprecher mit einem Bluetooth-Modul Version 4.2. Welches allerdings der einzige Kritikpunkt von mir abbekommt. Obwohl sich der Eneby gemäss Bedienungsanleitung bis zu 8 Geräten merken kann, ist das Verbinden etwas mühsam. Hat man beispielsweise sein Smartphone mit dem Lautsprecher verbunden und ein anderes Device möchte auch mit verbinden, muss man zuerst bei Smartphone die Verbindung manuell trennen, bevor der Eneby wieder kopplungsfähig ist. Da hätte ich mir eine einfachere Handhabung gewünscht.

Fazit

Trotz der nicht ganz smarten Bluetooth-Verbindung, ist der Eneby ein optisch sehr ansprechender Lautsprecher. Perfekt für alle die, welche mehr als eine klingende Zündholzschachtel, weniger als ein Dolby Surround System und keine Smart-Plappertante im Wohnzimmer haben möchten. Preislich absolut in einem Top-Verhältnis zur Leistung. Prädikat: empfehlenswert.

Weitere Infos: Alle Ikea Eneby Produkte

David Blum
Autor

Product Designer @ Eventfrog.ch, Gadget-Liebhaber und Vater von zwei Töchtern.

ommentare

  1. Avatar

    Hallo Zäme!
    Danke für den Testbericht.
    Das Fazit trifft genau das was ich suche. Werde mir die Schachtel mal genauer anschauen.

    Gruess
    Mario

  2. Avatar

    Hallo Zäme!
    Danke für den Testbericht.
    Das Fazit behandelt genau den Punkt, der für mich wichtig ist. Verbindungsprobleme kann ich in einer Familie mit 5 rumrennenden iPhones gar nicht brauchen. Die Schachtel werde ich mir nicht anschauen.

    Gruess
    Peter

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das:
Datenschutz
, Besitzer: (Firmensitz: Deutschland), verarbeitet zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in der Datenschutzerklärung.
Datenschutz
, Besitzer: (Firmensitz: Deutschland), verarbeitet zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in der Datenschutzerklärung.