Ich bin Hans.
Im März 2010 habe ich Technikblog ins Leben gerufen. Seither blogge ich über technische Themen die mich faszinieren und im Alltag begleiten. Das sind Themen wie Gadgets, Smart Home, Elektroautos, Erneuerbare Energien und vieles mehr...
Mit meinem Thunderbolt RAID System von Lacie, welches ich nach diesem Gastbeitrag kaufte, bin ich nach wie vor sehr glücklich. Aber man sollte immer die Augen nach weiteren Systemen offenhalten und da wurde mir die LMP Thunderbox 400 RAID empfohlen. Das RAID wird ebenfalls über die zackige Thunderbolt Schnittstelle angesprochen und kann sogar vier Festplatten aufnehmen. Das habe ich mir genauer angeschaut.
Die Thunderbox 400 kommt vorkonfiguriert und bestückt geliefert, die kleinste Variante gibt es mit 4x1TB HDDs, bis hin zu 4x6TB HDDs oder gar 4 SSDs. Dank USB 3.0 eignen sich die Thunderbox-Modelle auch für die Nutzung an einem Windows Computer oder älterem Mac Pro. Ich habe die 4x1TB Variante im Test.
Die LMP Thunderbox 400 wird bereits zusammengebaut und mit Festplatten bestückt geliefert. Man muss also nur noch gewünschte Kabel anschliessen und die Box mit Strom versorgen. Alles weitere geschieht auf dem Computer. Dazu muss man sich das neuste MRaid Paket von areca laden und installieren. Danach sollte man mittels dem Tool im Browser auf http://localhost:81/ die Thunderbox administrieren können. Hat bei mir nicht geklappt, also kurz mittels LAN-Kabel die Thunderbox verbunden und über die angezeigte IP am Display das Webinterface aufrufen können. Username «admin» und Passwort «0000» helfen übrigens für den Login.
Im Webinterface, welches zwar optisch noch an Zeiten vor der Jahrtausendwende erinnert, habe ich zahlreiche Optionen und Möglichkeiten die Thunderbox zu konfigurieren. Ich habe mir ein RAID 5 erstellt, so nutze ich auch mein 4-Bay Synology NAS und sehe das als sehr guten Kompromiss zwischen Sicherheit und Speicherplatz. In der Thunderbox 400 mit vier 1TB Festplatten habe ich so 3TB verfügbaren Speicher und Ausfallsicherheit einer Platte, das passt mir! Hat man das RAID konfirugiert, startet dessen Initialisierung, der Fortschritt wird auf dem Display angezeigt. Dauerte bei mir rund 4 Stunden.
Natürlich wollte ich auch die Performance der Thunderbox messen. Die nachfolgenden Resultate gelten selbstverständlich einfach für mein System mit 4x1TB Konfiguration und getestet an meinem iMac. Die Thunderbox 400 wurde in RAID 5 betrieben:
Wie man den obigen Grafiken entnehmen kann habe ich 4 Szenarien ausprobiert. Ich habe mehrmals ein 1GB und mehrmals ein 16GB File schreiben und lesen lassen und das entweder direkt über Thunderbolt oder mit einem dazwischengeschaltenen Thunderbolt RAID System von Lacie. Die Schreibgeschwindigkeit betrug immer 600MB/s und mehr, während er beim Lesen immer Werte von 450MB/s und drüber schaffte. Das sind beachtliche Zahlen, und versprechen einen extrem schnellen externen Speicher. Leider hatte ich noch kein vergleichbares System im Test, das Lacie 2 big RAID kommt nur mit zwei Platten aus und ist daher nicht direkt vergleichbar. Die Werte mit zwei Platten aber liegen deutlich (Wr: 300MB/s, Rd: 300MB/s) unter jenen der LMP Thunderbox 400.
Das nenne ich mal schnellen Speicher! Ein externes Speichersystem mit solchen Schreib- und Lesewerten hatte ich noch nie im Einsatz. Die LMP Thunderbox 400 ist definitiv was für all jene, welche ihren Mac mit mehr Speicherplatz aufrüsten möchten und wegen der externen Bauform aber nicht auf Geschwindigkeit verzichten möchten. Für den Spass greift man aber etwas in die Tasche, mehr als 1’200.- CHF sind für die einfachste Konfiguration nötig, dafür erhält man aber ein nach belieben konfigurierbares und schnelles System.
Die LMP Thunderbox 400 mit 4TB Speicher gibt es für 1’274.- CHF bei Heiniger, bei Dataquest müsste man mal nachfragen ob sie die Thunderbox auch vertreiben, da LMP im Sortiment ist.