Leider nicht offiziell für die Schweiz, aber wie man Netflix in der Schweiz nutzen kann und wie man es auch für den Apple TV verfügbar macht, darüber habe ich bereits gebloggt. Nun habe ich aber gestern im Tagi was interessantes gelesen, denn scheinbar wächst Netflix extrem stark. Das Unternehmen hat seinen Wert im letzten Jahr verfünffacht und soll 11 Milliarden Dollar wert sein. Diese Zahl verwundert nicht, da mehr als 20 Millionen User bereits den Dienst nutzen. Das Wachstum von Netflix erinnert an jenes von Facebook und die Expansion nach Kanada lässt das Unternehmen weiter wachsen.

Was ist Netflix?

Netflix ist eine Online-Videothek bei der man einen monatlichen Betrag einbezahlt und damit unbegrenzt Filme und Serien geniessen kann. Der Service kostet dabei 9.-$ monatlich, was ich als extrem günstig erachte, zahlt man doch bei iTunes 4.50 CHF für einen Film (Top-Releases gar 7.50 CHF). Netflix ist in den Vereinigten Staaten  angesiedelt und prüft aber deren Benutzer auf Wohnort. Einerseits durch Kreditkarte, Adresse und IP-Adresse. Ich nutze deswegen mein paypal-Konto, damit war es kein Problem mich zu registrieren, dasselbe gilt für eine Adresse – solange man sich keine DVD bestellt (auch im Angebot imbegriffen) kann man beruhigt eine Pseudo-Adresse nutzen. Die IP-Adresse stellt das grössere Problem dar, hier setzt der Artikel Netflix in der Schweiz an, denn man braucht eine IP aus den USA um Filme streamen zu können.

Der Wachstum von Netflix

Netflix frisst gemäss dem Tagi-Artikel zu Abendzeiten in den USA mehr als 20 Prozent der Internetkapazität.  Für den Download von Filmen anderer Herkunft werden zu Abendzeiten nochmals 23% Internetkapazität verbraucht, somit sind 1.8 Prozent der Internetnutzer für 43% Auslastung verantwortlich. In den Staaten steht daher ein gestuftes Bezahlmodell zur Diskussion, das sich nach der Intensität der Nutzung bemisst. Ich bin gespannt wie sich diese Diskussion weiter entwickelt und werde wieder darüber berichten.

Konkurrenz?

DVD-Verleihe mit Postversand wie das Netflix anbietet gibt es viele, ich suche hier speziell nach Anbietern mit Streaming-Option. Anscheinend plant Amazon eine Video on Demand-Plattform zu starten. Zurzeit kostet der Premium-Dienst bei Amazon, der schnelle und kostenlose Lieferung von Filmen anbietet, 80$ in den Staaten und mit dem VOD-Service würde das Angebot Netflix stark konkurrenziere. Ebenfalls aus den Staaten ist der Service von Hulu, Hulu Plus ist für 9.99$ monatlich nutzbar und streamt die Videos in 720p. Hulu hat sein Angebot aber auf TV-Serien ausgelegt und differenziert sich so stark von der Konkurrenz.
Ähnliche Angebot wie Netflix gibt es hierzulande nicht, Video on Demand bedeutet in der Schweiz dass pro Film bezahlt wird. Da gibt es Anbieter wie Cablecom VOD, Swisscom TV, iTunes Schweiz, DVDfly usw.

Ich bin sehr gespannt wann der erste Flatrate-Anbieter in der Schweiz auftaucht und wie sich die Probleme mit der begrenzten Internetkapazität lösen lassen. Welche Angebote nutzt ihr und kennt ihr weitere Angebote?

Autor

Im März 2010 habe ich Technikblog ins Leben gerufen. Seither blogge ich mehrmals wöchentlich über technische Themen die mich faszinieren und im Alltag begleiten, das beginnt bei Smartphones, Computer, Gadgets, technischen Spielereien bis hin zu HowTo-Anleitungen und Testberichten zu Smart Home Einrichtungen und Elektrofahrzeugen.

ommentare

  1. Ich hoffe ebenfalls auf ein Netflix ähnliche Angebot in der Schweiz. Aber statt auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen werden überteuerte, nicht sehr benutzerfreundliche Angebote lanciert.
    Kino.to hat mit mehr als 4 Millionen Besuchern pro Tag klar aufgezeigt, dass ein Bedürfnis besteht – wenn es keine legalen Angebote gibt um diese zu befriedigen dann springen andere in die Bresche! Die Film(rechte)Industrie hat mit der Schliessung der Site und ohne Alternative wieder bezeugt, dass die Kunden egal sind

  2. Natürlich muss die dreckige sogenannte Swisscom und der anderen Lumpenverein uns noch ein paar Jahre aussaugen, wie sie es ja schon seit Ewigkeiten machen. Flatrate? Wieso, wenn diese Verbrecher für jeden Film separat kassieren können, und der Film muss dann auch noch innert einer Frist angeschaut werden, wie im Mittelalter dank Monopolen und kleinem widerlichem stinkendem Markt.

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