24. Februar 2020
4 Minuten zu lesen

Airthings Wave im Test: Wie gesund ist die Luft im eigenen Haus?

Airthings Review

Im letzten Herbst an der IFA bin ich auf Airthings gestossen, ein smartes Messgerät für die Umgebungsluft aber auch für schädliches Radon. Schlussendlich verbringt man zahlreiche Stunden daheim in den eigenen vier Wänden, eine gute Raumluft hilft dem Wohlbefinden enorm. Nicht immer ist man sich einer schlechter Luftqualität bewusst, da hilft eben Airthings.

Airthings Features und Test Setup

In diesem Test verwende ich zwei Geräte von Airthings. Einerseits den Wave Plus, der als umfangreichstes Messgerät im Wohnzimmer Platz findet. Andererseits den Wave Mini, den ich noch zusätzlich im Büro im UG platziert habe.

Das Wave Plus erkennt mittels empfindlicher Sensoren das radioaktive Gas Radon, Kohlenstoffdioxid (CO2), flüchtige organische Verbindungen (total volatile compounds, TVOCs), Luftfeuchtigkeit, Temperatur sowie den Luftdruck.

Das Wave Mini das deutlich günstiger ist erkennt Luftfeuchtigkeit, Temperatur und ebenfalls TVOCs.

Airthings Wave Plus & Wave Mini

Airthings Wave Plus & Wave Mini

Was ist Radon und wie sieht es damit in der Schweiz aus?

Die Besonderheit des Airthings Wave Plus ist seine Fähigkeit die Radon-Belastung zu messen. Radon ist ein radioaktives Gas, das im Untergrund durch den natürlichen Zerfall von Uran entsteht. Dabei kann das Gas seinen Weg bis an die Oberfläche machen, verteilt sich aber in der Luft und ist in dieser Dosis ungefährlich. Radon kann aber durch Löcher im Boden auch in Wohnräume eintreten und sich höher dosieren, eben das wäre gefährlich und kann von Airthings detektiert werden. Das Bundesamt für Gesundheit hat eine Radonkarte für die Schweiz, dort kann man auch für seine Wohnadresse eine Analyse durchführen lassen. Diese gibt an ob eine Messung zu empfehlen ist, bei mir ist das beispielsweise der Fall.

Radonkarte der Schweiz

Radonkarte der Schweiz

Airthings Wave im Test

Normalerweise schreibe ich was zur Installation, ist bei Airhtings aber zu einfach. Batterien sind bereits eingesetzt und man muss nur eine kleine Lasche entfernen. Danach mit der passenden App über Bluetooth koppeln und das Gerät ist einsatzbereit. Praktischerweise liegt eine Rückplatte zur Wandmontage bei, der Raumluftmonitor hält daran dann magnetisch, sehr praktisch. Einmal montiert, muss man sich eigentlich nicht mehr darum kümmern. Abfrage der Werte geschieht über die App, einen schnellen Status geben die Sensoren bei Annäherung mit der Hand aber von sich. Dabei leuchtet ein Ring in grün, orange oder rot und gibt ein rudimentäres Feedback. Bei Orange oder rot empfiehlt es sich sicher zu lüften.

Airthings App: Die Raumluftqualität im Überblick

Airthings App: Die Raumluftqualität im Überblick

In der App sind dann zahlreiche Daten abrufbar. In der Übersicht dominiert auch der farblich gekennzeichnete Ring und darunter sind die aktuellen Zahlen. In diesem Screenshot war TVOC gerade erhöht. Klickt man auf die Daten sind historische Werte in Skalen von 48h, einer Woche, einem Monat und einem Jahr abrufbar. Für uns wichtig, Radon war bisher kein Problem und der Rest lässt sich mit zwei- bis dreimal richtig Lüften pro Tag in guten Grenzen halten. Wir sind etwas sensibilisiert worden und hatten vor allem im Winter offenbar zu wenig gelüftet. Schnell merkt man das anhand von TVOC und auch CO2-Werten, dass die Raumluftqualität abnimmt.

Nebst der App sind die Daten auch unter dashboard.airthings.com abrufbar. Besonders mit mehreren Sensoren ist es dort noch umfangreicher möglich Messwerte zu analysieren und Vergleichen. Damit die Daten aber im Portal ankommen ist eine Abfrage über die Smartphone App nötig, da die Daten über Bluetooth übermittelt werden. Wäre für mich ein Pluspunkt gewesen, eine Anbindung ans WiFi zu haben und per API Werte mittels dem Smart Home abrufen zu können.

Airthings Wave Plus im Einsatz

Airthings Wave Plus im Einsatz

Fazit

Die Airthings Wave tun genau das was sie versprechen und sehen optisch sehr dezent aus. Das fand ich wichtig um sie einfach an der Wand platzieren zu können. Der Batteriebetrieb hilft, das keine mühsamen Stromkabel rumliegen, sieht einfach gut aus. Die App zeigt mir übersichtlich die wichtigsten Daten an, ebenfalls in guter Aufmachung und aufgeräumt. Für mich ein abgerundetes und gutes Produkt zur Messung der Raumluftqualität und mit dem Zusatz des gefährlichen Gases Radon. Einzig und allein eine direkte Verbindung ins WLAN und automatische Übermittlung der Daten alle 20min fände ich perfekt. (Nachtrag: Neu gibt es den Airthings Hub!)

Die Sensoren Airthings Wave Plus gibt es für 259.- CHF (bzw 240€ in DE) und den Wave Mini für 81.- CHF (in Deutschland für 73.- €).

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