Denon Envaya Mini

Ich konnte selbst schon verschiedene Bluetooth Lautsprecher hier auf meinem Blog testen. Philipp testet auf Lautsprecher.org immer die aktuellsten Bluetooth Lautsprecher und hat schon mehrere Dutzend ausgetestet, angefangen von Billiggeräten ab 20 Euro bis hin zu hochpreisigen Spitzenmodellen. Dabei ist er stets auf der Suche nach den besten Modellen und vergleicht so auch immer verschiedene Modelle direkt miteinander. Mit seinem Blog möchte er durch ausführliche Tests, Bestenlisten und Vergleichstests anderen Usern mit der Entscheidung für den mobilen Begleiter weiterhelfen.

Der Sommer kommt und man verbringt zunehmend Zeit unter freiem Himmel. Den passenden Soundtrack hat man mit dem Smartphone bereits in der Hosentasche – doch will man seine Playlist auch mit anderen Personen teilen, reichen Hifi-Kopfhörer nicht aus. Hier muss schon ein mobiler Lautsprecher Abhilfe schaffen. Dieser sorgt beim gemütlichen Grillen im Garten oder dem kleinen Treffen am See für musikalische Untermalung.

Doch der Markt für Bluetooth-fähige Lautsprecher ist groß. Von günstigen Boxen ab 20 Euro bis hin zu hochpreisigen Spitzenmodellen für den stationären Einsatz im Wohnzimmer ist alles mit dabei. Die einen sind poppig-bunt, andere wollen mit ihrer erstklassigen Klangqualität überzeugen und wieder andere bieten eine starke Akkulaufzeit für lange Partynächte. Doch nur wenige bringen die wesentlichen Disziplinen – Klang, Bedienoberfläche, Akkulaufzeit, Pairing und Reichweite – unter einen Hut und bieten eine gelungenes Gesamtpaket.

Besonders im Segment der mittelgroßen Bluetooth-Lautsprecher, zu dem sich Speaker mit einem Gewicht unter 1 Kilogramm und einem Preis von weniger als 200 Euro zählen, wird der Markt zunehmend unübersichtlicher. Gab es Anfang 2010 nur die Jawbone Jambox für den mobilen Musikgenuss, kamen in den Folgejahren Dutzende andere Lautsprecher bekannter Audio-Hersteller hinzu. Zu den bekanntesten gehören wohl der Bose SoundLink Mini, JBL Charge sowie die Beats Pill (weitere hier). Mittlerweile tummeln sich weit über hundert Produkte auf dem Markt. Hier ist es nicht ganz leicht, den Überblick zu behalten.

Aus diesem Grund möchten ich Ihnen die drei besten Modelle vorstellen, die in dieser Preis- und Gewichtsklasse das beste Gesamtpaket bieten.

Denon Envaya Mini

Der Denon Envaya Mini klingt für seine mickrige Größe erstaunlich ausgewogen und kraftvoll – hier kommen selbst deutlich größere Lautsprecher wie der Sony X3 oder Bose SoundLink Colour nicht heran. Die Höhen sind kristallklar und das Bassfundament kräftig und präzise. Beeindruckend ist der Stereo-Sound, der bei axialer Hörposition entsteht. Mit der länglichen Bauform und dem robusten, gummierten Gehäuse lässt er sich mal eben mit den Badesachen in den Rucksack schmeißen. Die spritzwassergeschützten Materialien halten dann auch am See den Schaden fern. Ich selbst konnte den Envaya Mini bei winterlichen Bedingungen im Schnee austesten – auch danach spielte der kleine Klangzylinder unverändert weiter. Für den Preis von knapp 100 Euro bietet der Envaya Mini außerdem eine beachtliche Reihe von Funktionen: NFC, eine Freisprecheinrichtung sowie Multipairing, über das man mehrere Musikzuspieler gleichzeitig mit dem Lautsprecher verbinden kann. Besonders auf kleinern Veranstaltungen ist das sinnvoll, so kann man den Lautsprecher mit Freunden oder Bekannten teilen. Einzige bemängeln könnte man die durchschnittliche Akkulaufzeit: Bei rund einem Drittel der maximalen Lautstärke muss man die Box nach bereits 5-6 Stunden an den Strom hängen. Für die meisten Anwender sollte das allerdings kein Ausschlusskriterium sein. Kurzum: Wer einen Bluetooth-fähigen Lautsprecher unter 100 Euro sucht, sollte sich den Denon Envaya Mini einmal genauer ansehen.

Bose SoundLink Mini

Der Bose SoundLink Mini gehört zweifellos zu den beliebtesten Lautsprechern seiner Preisklasse. Dafür verantwortlich sind die ungewöhnlich kräftige Basswiedergabe kombiniert mit einem edlen, kompakten Design. Beim ersten Probehören fragt man sich, wo Bose wohl den Subwoofer versteckt hat. Für manchen Anwender könnte das etwas zu viel des Guten sein. Man sollte in jedem Fall darauf achten, den Lautsprecher richtig aufzustellen – bei ungeschickter Positionierung, z.B. direkt an der Wand oder im Regal, können die Bässe leicht zu dröhnen beginnen. Insgesamt macht es Spaß, mit dem SoundLink Mini Musik zu hören, besonders bei Hip-Hop und Deep-House Musik kann der kleine Speaker seine Stärken voll ausspielen. Hinsichtlich der Lautstärke sollte man keine Wunder erwarten: für die allermeisten Alltagssituationen reicht es zwar locker aus, für WG-Parties oder Events mit höherem Lautstärkepegel sollte man allerdings den großen Bruder, dem SoundLink III, in Betracht ziehen. Das Fehlen einiger praktischer Features ist schade: Es ist weder eine NFC-Funktion, Multipairing oder eine Freichsprechmöglichkeit mit an Bord. Die Abstriche sind angesichts des grandiosem Klangs allerdings hinnehmbar, zumal die Features im Alltag dann doch eher selten zum Einsatz kommen. Beim Pairing sowie der Bluetooth-Reichweite kann der Speaker ebenfalls Punkte sammeln, so lässt sich die Verbindung kinderleicht herstellen, bei erneuter Kopplung verbindet sich die Klangbox dann automatisch mit dem letzt verbundenen Musikzuspieler. Insgesamt erhält man mit dem SoundLink Mini für einen stolzen Preis von 150 Euro einen kompetenten, mobilen Begleiter. Hier der Bose SoundLink Mini im Test oder hier weitere Bluetooth Lautsprecher im Überblick. Auch avguide.ch hat ihn getestet.

JBL Charge II

JBL Charge II

Mit dem JBL Charge führte der amerikanische Hersteller den ersten portablen Lautsprecher ein, der das Laden externer Geräte (Smartphones, Tablet PCs etc.) über eine USB-Buchse an der linken Seite des Gehäuses ermöglichte. Mittlerweile haben hier auch andere Audio-Hersteller nachgerüstet, etwa beim Denon Envaya oder der Beats Pill XL. War der Klang bei der ersten Charge-Variante noch recht bescheiden, kann der Charge II einen deutlich erwachseneren Klang vorweisen. Er klingt in allen Lautstärkeniveaus natürlich und ausgewogen, besonders die intensive Basswiedergabe vermag einen beim ersten Hören zu beeindrucken. Bei maximaler Lautstärke ist diese noch außergewöhnlich kräftig und dynamisch, während der Vorgänger oder auch der kleine Bruder JBL Flip II nur noch vor sich hinsäuseln und ohne die nötigen Tieftöne in den Ohren kratzen. Ein wenig schade: bei niedrigen Lautstärkepegeln treten die Bässe zu sehr in den Hintergrund – wer beim Arbeiten gerne leiser Hintergrundmusik mit ordentlich Wumms lauscht, der wird hier etwas enttäuscht sein. Hier macht der SoundLink Mini eine bessere Figur. Sind beim leisen Klang Abstriche hinzunehmen, macht der JBL Charge II das mit seiner üppigen Ausstattung wieder wett: NFC, Multipairing, Freisprechmöglichkeit und eine USB-Ladefunktion gehören zum technischen Portfolio. Auch die offenen Lautsprechermembrane an der Seite vibrieren effektvoll vor sich hin. Bei kleinen Parties ist das echter Hingucker bzw. Hinfasser. Die Akkulaufzeit gehört mit fast 10 Stunden bei einem Drittel der Maximallautstärke zu den besten der Klasse. Wer einen hervorragend klingenden Lautsprecher für im und um’s Haus sucht, sollte einen genaueren Blick auf den Charge II werfen (man sollte den Lautsprecher direkt im JBL-Store kaufen, um die neueste, geupdatete Version ohne die leichten Verzerrungen im Bassbereich zu erwerben. )

Fazit

Wer auf guten, mobilen Klang Wert legt, ist mit diesen drei Bluetooth-Lautsprechern bestens beraten. Für ein recht kleines Entgelt steht dem Musikgenuss unterwegs nichts mehr im Wege und man kann bei der nächsten Aktivität seine Lieblingsmusik mit Freunden teilen.

Autor

Im März 2010 habe ich Technikblog ins Leben gerufen. Seither blogge ich mehrmals wöchentlich über technische Themen die mich faszinieren und im Alltag begleiten, das beginnt bei Smartphones, Computer, Gadgets, technischen Spielereien bis hin zu HowTo-Anleitungen und Testberichten zu Smart Home Einrichtungen und Elektrofahrzeugen.

ommentare

  1. Hallo Hans
    Danke für Deinen Beitrag. Allerdings finde ich, Du hast einen wichtigen Player vergessen, und zwar Logitech. Mit UE Mini Boom ist Logitech meiner Ansicht nach auch ganz vorne mit dabei. Das Teil hat auch einen unglaublichen Sound, ist sehr bedienerfreundlich und handlich, hat eine App, mit der man den Batteriestand prüfen und sogar mehrere Mini Booms miteinander koppeln kann. Beim Bose Soundlink Mini hat man effektiv das Problem, dass man nirgends sieht, wieviel Saft noch drin ist.
    Viele Grüsse

    • Hallo Hans,

      dem kann ich mich uneingeschränkt anschließen. Ich finde den Vergleich sehr gut gemacht, hätte mir aber den UE Megaboom als zusätzlicher Vergleichspartner gewünscht. Der ist meiner Meinung nach hervorragend Outdoor-fähig und zudem wasserfest.

      Ob ein entsprechendes Review in Zukunft noch kommen könnte?

      Liebe Grüße

  2. Dominick Lusti Reply

    ich habe mir die UE Boom zugetan und bin absolut begeistert. Der Akku hält ewig und die Soundqualität ist sehr gut. Das Verbinden mit Geräten funktioniert hervorragen. Man kann die UE Boom sogar als Wecker brauchen (über die App). Gruss Dominick

  3. Hallo
    Als ich vor ca einem Jahr auf der Suche nach einem guten LS war, bin auch folgendes gestosen.
    Die Kritiken sind durchwegs positiv. Konnte jemand diese LS vergleichen?

    https://soundmatters.com/product/foxl-v2-2/

    Würde mich sehr wundern wie sie im Vergleich sind.
    Beste Grüsse

  4. Adrian Eriksson Reply

    Hab mir jetzt einmal die JBL Charge II gekauft. Bin gespannt wie sie sich macht. Für meine Zwecke wirds wohl reichen. Und die Farbe (coralblau) sieht schon mal sexy aus.

  5. Zwar gefällt mir JBL was die Qualität der Lautsprecher angeht sehr gut, trotzdem finde ich, dass Bose in einer anderen Liga spielt. Das merkt man spätestens, wenn man die Bässe bei Bose Bluetooth Lautsprechern hört. Was ich jedoch bei Bose vermisse, sind Zusatzfeatures. Bei der Logitech UE Boom kann man zB. zwei Lautsprecher für den “Partymode” gleichzeitig verbinden.

  6. Vielen Dank für diesen interessanten Lautsprecher Vergleich. Diese drei sind wirklich qualitativ hochwertig. Wobei ich eher zum Bose tendieren würde.

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