03. März 2024
6 Minuten zu lesen

Balkonkraftwerk in der Schweiz: Das musst du wissen!

Balkonkraftwerk, Balkon-Solaranlage oder «Mini-PV» werden die kleinen Photovoltaik-Anlagen genannt, welche ohne grösseren Hürden selbst installiert werden dürfen. Die Nachfrage nach solchen PV-Anlagen wurde die letzten Jahre durch Pandemie, Ukraine-Krieg und dem auch damit verbundenen Anstieg der Energiepreise immer grösser. Was es für Optionen gibt, was die Rechtslage sagt und ob das auch etwas für Besitzer von grossen PV-Anlagen ist, klärt dieser Beitrag.

Warum überhaupt ein Balkonkraftwerk installieren?

Balkonkraftwerke sind sogenannte Plug-&-Play-Solaranlagen und haben bis 600W Leistung. Dieses lassen selbst mit wenig Aufwand installieren und selber anschliessen. Entsprechend braucht es keinen grossen Papierkram und generiert Mehrkosten, welche bei einer grösseren Anlage entstehen. Auch den Elektriker kann man sich entsprechend sparen und so amortisiert sich die Anlage dank geringer Grundkosten schneller. Aber nicht nur das, da die maximal 600W welche der Wechselrichter produzieren darf im Grossteil auch selber verbraucht werden, spart man durch Eigenverbrauch noch «schneller» als bei reinem Einspeisen – bei den aktuell hohen Strompreisen sowieso.

Balkonkraftwerk mit zwei Modulen (c)Hoymiles
Balkonkraftwerk mit zwei Modulen (c)Hoymiles

Balkonkraftwerk in der Schweiz – was ist erlaubt?

Mit einer kleinen, steckerfertigen PV-Anlage bis 600 Watt Leistung darf man bewilligungsfrei selber Strom produzieren. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieten von solchen Komplettpaketen im Markt, welche sich samt einfacher Halterung direkt am Balkon oder auch an einer Fasse anbringen lassen. Dies ist auch für Mieter geeignet, weil sich die Module so schnell sie montiert waren, auch wieder demontieren lassen. Sobald montiert, kann die Anlage mit dem mitgelieferten Stromkabel und Stecker an eine Steckdose anschliessen. Entsprechend braucht es keinen Elektriker. Da bis 600W Produktion, das meiste im Eigenverbrauch genutzt wird, profitiert man von Einsparungen im Strombezug tagsüber. Überschuss wird ins öffentliche Netz gespiesen, für eine Vergütung dieser Rückliefermenge muss man sich beim lokalen Netzbetreiber melden.

Einfaches Balkonkraftwerk mit 2 Modulen (@zfescht)
Einfaches Balkonkraftwerk mit 2 Modulen (@zfescht)

Braucht es eine Bewilligung?

In der Regel ist für die Errichtung von Balkonkraftwerken keine Genehmigung erforderlich, jedoch besteht eine Verpflichtung zur Anmeldung der Anlage beim örtlichen Elektrizitätswerk. Ausnahmefälle bezüglich Bewilligung sind Kernzonen und geschützte Objekte wie Kultur- und Baudenkmälern. Es ist ausserdem ratsam, die Hausbesitzer im Voraus zu informieren, um mögliche Bedenken zu adressieren. Die Solarmodule werden einfach an eine Außensteckdose angeschlossen, wodurch der erzeugte Strom über einen Wechselrichter ins Haus geleitet und dort genutzt werden kann.

Muss mein Netzbetreiber die eingespiesene Energie vergüten?

Auch wenn bei maximal 600W Produktionsleistung wohl wenig Energie über den Tag hinweg eingespiesen wird, muss die Einspeisung gemäss Gesetz vergütet werden. Das in Art. 15 des Energiegesetz und Art. 11 und 12 in der Energieverordnung verankert, dass die eingespeiste elektrische Energie abgenommen und vergütet werden muss. Wenn sich der Netzbetreiber weigert, meldet man sich am besten bei der Elcom.

Farbige Module helfen für schöne Optik - autosolar.ch
Farbige Module helfen für schöne Optik – autosolar.ch

Sind mehrere Balkonkraftwerke erlaubt? 

Die Installation eines Balkonkraftwerks ist auf 600W pro Zähler limitiert. Das heisst in einem Einfamilienhaus, dürfte ein Balkonkraftwerk installiert werden. Handelt es sich um ein Mehrfamilienhaus, mit beispielsweise 4 Wohnungen, dürfte pro Haushalt ein Wechselrichter mit 600W eingesetzt werden. Sprich jede Partei könnte den eigenen Balkon mit PV-Modulen zur Minimierung der Stromkosten installieren.

Muss ich ein Balkonkraftwerk am Balkon montieren?

Nein keinesfalls, «Balkonkraftwerk» ist eigentlich nur ein Synonym für steckerfertige PV-Anlagen bis 600W geworden. Das heisst, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ich persönlich finde besonders PV-Module auf dem Gartenhäuschen oder dem Kinderspielturm enorm gelungen, ein passendes Beispiel von Moritz habe ich hier mal angefügt.

PV-Anlage auf dem Spielhaus der Kids
PV-Anlage auf dem Spielhaus der Kids

Was muss die Plug & Play PV Anlage an Normen erfüllen?

Damit die PV-Anlage als Plug&Play gilt und damit einfach von jedermann per Stecker angeschlossen werden darf – ohne Elektriker – bedarf es gewissen Anforderungen an das Produkt. Die einzelnen Komponenten einer Plug&Play-PV-Anlage müssen eine Einheit bilden mit einem Netzstecker, der an eine Haushaltsteckdose angeschlossen werden kann:

Die Plug&Play-PV-Anlage muss als Ganzes eine Konformitätserklärung mit der Aufzählung aller relevanten Normen nach Art. 8 der Verordnung über elektrische Niederspannungserzeugnisse (NEV; SR 734.26) besitzen. Der Eigentümer muss diese Konformitätserklärung für die Anmeldung dem Verteilnetzbetreiber zustellen und im Falle einer Kontrolle vorlegen können (siehe ESTI- Mitteilung). Ausserdem muss das Produkt mit einer Schutzvorrichtung ausgestattet sein und der Besitzer muss dies bei einer Kontrolle belegen können.

Hier gilt von mir der Tipp, sich an einen der empfohlenen Händler im Schlussabschnitt, wie go.neuerbar, autosolar oder Brack.ch zu wenden.

So bewirb EcoFlow ihren Powerstream Wechselrichter (c)EcoFlow
So bewirb EcoFlow ihren Powerstream Wechselrichter (c)EcoFlow

Wie viele Module kann ich als Balkonkraftwerk betreiben?

Die Limitierung von 600W bezieht sich auf die Produktionsleistung des Wechselrichters. Das heisst, diesem können auch mehr Modulleistung vorgeschalten werden als 600W. Natürlich nur unter der Bedingung, dass die DC-Input-Werte des Wechselrichters noch eingehalten werden. Am üblichsten sind 2 Module mit rund 400W Peakleistung, die möglichst ideal die 600W ausnutzen. Natürlich können mit passendem Wechselrichter auch 3-4 Module vorgeschalten werden und allenfalls durch unterschiedliche Himmelsrichtungen den Ertrag über den Tag hinweg optimieren, trotz Abrieglung auf 600W.

Wo sehe ich den Ertrag meines Balkonkraftwerks?

Einige Microwechselrichter haben eine Kommunikationseinheit und lassen den Ertrag auf einer App visualisieren. Die etwas universellere Variante und meine absolute Empfehlung ist der Smart Plug von myStrom, der auch als PV-Produktionsmessung in der myStrom App konfiguriert werden kann. Den Plug gibt es auch für die deutsche Schuko Steckdose, neu sogar mit passender Silikon-Schutzhülle (IP44 zertifiziert) für den Aussenbereich, genial einfach Lösung. In der myStrom lassen sich dann auch mit Regeln andere Smart Plugs nach produzierter Energie schalten – simple Eigenverbrauchsoptimierung quasi.

myStrom Plug als praktische Messung fuer Balkonkraftwerke
myStrom Plug als praktische Messung für Balkonkraftwerke

Macht ein Akku am Balkonkraftwerk Sinn?

Mittlerweile sind nicht mehr nur reine Mini-PV Anlagen ein Thema, sondern auch die Zwischenspeicherung in Batterien. Am EcoFlow Powerstream kann beispielsweise nebst den PV-Modulen auch eine hauseigene Delta Batterie angeschlossen werden. Zendure bietet gleich das Komplettpaket an, aber macht sowas Sinn?

Aus meiner Sicht macht eine Balkon-PV mit Speicher aus zwei Gründen wenig Sinn. Einerseits sind die Kosten für die Zwischenspeicherungslösung zu hoch und die Effizienz des Gesamtsystems sinkt durch die Speicherung stark. Gerade bei 600W Produktionsleistung wird nicht viel Überschuss gespeichert durch Grundverbrauch. Hinzu kommt dass nach Sonnenuntergang der gespeicherte Strom zwar entladen und genutzt werden kann, diese bei einem normalen Verbrauchsmuster (Kochen, Waschen, Computer, TV, etc) innert kürzester Zeit wieder leer ist.

Balkonsolar für Besitzer von PV-Anlagen sinnvoll?

Gerade für Besitzer von grossen PV-Anlagen ist ein Balkonkraftwerk spannender als man auf den ersten Blick denken könnte. Die allermeisten PV-Anlagen sind auf Dächern montiert, mit zwei Modulen an einem Balkon oder Fassade, hätte man eine vertikale Produktionsanlage und gerade wenn noch eine Südseite vom Haus dafür Platz bietet eine ideale Ergänzung. In den Wintermonaten mit tiefstehender Sonne bietet sich das gerade zu an und wenn mal Schnee auf dem Dach liegt, produziert das Balkonkraftwerk munter weiter. Die 600W pro Zähler gelten aber auch hier.

Wenn ich nur an Phase L1 einspeise, was passiert am Zähler?

Die EW-Zähler arbeiten saldierend, das heisst vereinfacht gesagt, dass es dem Stromzähler egal ist, ob die PV-Anlage einphasig oder dreiphasig betrieben wird. Produziert ein Balkonkraftwerk an Phase L1 gerade 600W und auf allen drei Phasen wird je 50W verbraucht, «sieht» der Zähler eine Einspeisung von 450W (600W – 3x50W). Entsprechend kann auch ein Verbraucher auf einer anderen Phase als L1 vom erzeugten Strom direkt profitieren.

Balkonsolar - schönes Beispiel in der Schweiz
Balkonsolar – schönes Beispiel in der Schweiz

Preise & Anbieter

Anbieter von Balkonkraftwerken gibt es mittlerweile zahlreiche. Empfehlungen abgeben kann ich für go.erneuerbar, für autosolar und auch für die Sets beim Grosshändler Brack.ch. Ein komplettes System mit zwei Solarmodulen, einem Wechselrichter und Kabeln kostet im Durchschnitt zwischen 600 und 1800 Franken.

39 Comments

  1. Geni

    Hallo Hans,
    Du meinst als Balkom-Solar Betreiber hätte ich das Recht auf Vergütung?
    Auch hätte ich gerne das Recht auf ein Smartmeter mit Online-Zugriff auf die Realtime-daten. Hast einen Tipp wie ich da Erfolg haben könnte?
    Gruss Geni

    • Flavio

      Hallo Geni
      so wie ich das verstehe hast du das Recht auf eine Rückspeisevergütung. Ob das wirtschaftlich sinn macht für 10.- im Jahr das EW zu bespassen sei dahin gestellt.
      Ich habe bei mir aber bewusst darauf verzichtet, da ich noch einen alten Zähler hatte. Die Gebühren für den Austausch hätte ich bezahlen müssen und hätte sich nicht rendiert. Weiter habe ich jetzt schon ein Smart-Meter bekommen und so die 80.- gespart.
      Die Smart-Meter sind beschlossene Sache vom Bund, wodurch die Netzbetreiberinnen verpflichtet wurden, bis 2027 80% vom Versorgungsgebiet auszustatten.

      • Geni

        Mir geht es nicht um die Rückvergütung, ich möchte den Onlinezugriff auf den Smartmeter, der ist installiert für die Remotezählerablesung. Welche Leistung der Smartmeter ist den beschlossene Sache vom Bund? Habe darüber noch nichts gefunden.

    • TheMunty

      Hallo Geni
      Was hast du denn für einen WR an deiner Anlage?
      Wir haben einen Hoymiles HM-600 und dazu den DTU Lite Stick.
      Der Stick wird via WLan verbunden und liefert die Daten zur Anlage mit Einzelmodulangaben.
      Dazu den MyStrom Adapter, dieser liefert dann halt nur die Gesamtproduktion.

  2. Hannes

    Danke für den Artikel!
    – Benötige ich für ein Balkon-‹Kraftwerk› eine Aussensteckdose (existiert bei uns [Mietwohnung] leider nicht) bzw wieso ‹muss› es eine Aussensteckdose sein?
    – Wie muss ich mir das vorstellen, dass ich in unserer Mietwohnung mit über 16 Mietparteien auch tatsächlich meinen eigenen produzierten Strom nutzen kann?
    – wieviel Einsparpotential in CHF pro Jahr ist mit 600W möglich?

  3. Ueli

    An Geni
    Die BKW vergütet erst ab einer Grösse von 2 KWP.
    Du kannst dich ein MySrom Steckdose anschaffen.

    An Hannes
    Es geht auch ein Stecker innerhalb von der Wohnung.
    Aber es muss mit Fi abgesichert sein

  4. Kevin

    Hallo

    Vielen Dank für den Artikel. Mir hat der Stromanbieter davon abgeraten mit der Begründung, dass ich gar nicht wisse, auf welcher Phase der Strom von der PV Anlage eingespeist wird. Wenn z.B. die PV Anlage den Strom auf Phase 1 einspeist, aber ich z.B. die grossen Verbraucher auf 2 und 3 habe, bringt es mir gar nichts, gemäss Stromanbieter. Eine weitere Frage ist. Muss ich die Bewilligung vom Vermieter haben, für eine PV Anlage? Denn die werde ich nicht erhalten.

    Besten Dank und liebe Grüsse

    • Roland

      Hallo
      Der Vermieter muss die Zustimmung geben. Die Fläche aussen am Balkon gehört zur Fassade.
      Bei Stockwerkeigentum müssen auch die anderen Eigentümer zustimmen. Gewisse Gemeinden verlangen auch eine Baubewilligung … .
      Damit bleibt nur: Einfach montieren und niemanden Fragen …
      PS. Bitte sicher/sorgfältig/stabil montieren – der nächste Sturm kommt bestimmt.

      Gruss Roland

  5. Marcelo

    Hallo Hans,
    Danke für diesen Beitrag. Was wenn man einen Micro WR bis 1000W installiert und mehr als 600W produzieren möchte?
    Steckdose wäre separat abgesichert. Bewohner ist selbst Elektriker.
    Danke dir.
    Grüsse M.

  6. Ueli

    An Marcel0
    Du kannst den Micro WR auf 600 W reduzieren. (Deutschland und Östreich haben 800 vielleicht zieht die Schweiz ein mal nach denn könntest wieder hoch fahren. )Oder du setzt ein Akku dazwischen.
    Gruss Ueli

  7. Urs

    Super Übersicht, besten Dank Hans. Wenn man bereits eine PV-Anlage hat, muss man das Balkon-Solar trotzdem noch beim Stromanbieter anmelden?
    Danke Urs

  8. Ueli

    Frage
    Hallo Hans
    Du kennst dich gut aus über Photovultaik.
    Ich besitze eine jetzt habe ich mir ein E Auto angeschafft.
    Da es mehrheitlich über Tag zu Hause steht. Meine Frage:
    Gibt es Möglichkeiten den Solarstrom (Dc ) ins Auto zu speisen.
    Weil Dc Umwandel in Ac den fürs Auto wider in Dc macht nicht umbedingt sinn.
    Gruss Ueli

  9. Fredy

    Danke für den informativen Artikel Hans 🙂
    Mir stellen sich Fragen zur Handhabung mit der Strommessung. Vielleicht kannst du diese beantworten.
    Gibt es Voraussetzungen für bestimmte Arten von Zählern für den Betrieb eines Balkonkraftwerks? Z.B. Rücklaufsperre oder digitaler Zähler? Kann das EW entsprechend einen Zählerwechsel verlangen? Wird der ins Netz eingespeiste Strom bei Zählern ohne Rücklaufsperre (Ferraris) abgezählt und reduziert sich dadurch entsprechend die Stromrechnung?

  10. Thomas Öttinger

    Mein Wechselrichter Hoymiles HMS-800W-2T ist auf eine Ausgangsleistung von 600W gedrosselt. Der Energieversorger EKS Schaffhausen reklamiert, weil es sich um einen 800W-Wechselrichter handelt. Meine Anmeldung wurde nicht akzeptiert, ich musste das Balkonkraftwerk vom Netz nehmen.

      • Thomas Öttinger

        Eine Begründung habe ich nicht erhalten. Bei der Anmeldung habe ich im Formular ausdrücklich ergänzt, dass der WR auf 600W gedrosselt wurde. Mir kommt es genauso widersinnig vor, als würde man von allen Autoherstellern verlangen, ihre in der Schweiz verkauften Fahrzeuge mit speziellen Motoren auszustatten, die keine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 120 km/h erlauben.

        • Hans

          Ja ein treffender Vergleich. Es wäre hilfreich wenn sich das ESTI klärend hinter die Sache stellt, was aber derzeit nicht der Fall ist – leider

  11. Thomas Öttinger

    Ich habe gerade ein Balkonkraftwerk installiert. Eigentlich hauptsächlich aus Interesse für das Thema, denn die Ausrichtung meines Balkons ins nicht ideal. Immerhin liefert die Anlage bisher bis zu 440 Watt. Etwas Merkwürdiges habe ich erst nach einige Tagen realisiert: Das BKW ändert meinen Tagesrhythmus fast ein wenig wie ein Hund, mit dem ich regelmässig Gassigehen muss oder darf. Ich freue mich über jeden Sonnenstrahl, wasche vorzugsweise zwischen 11 und 15 Uhr Wäsche und Geschirr, Bügle, sauge Staub. Als Rentner kann ich mir meine Zeit ein wenig einteilen. Aber lohnt sich ein BKW ohne Speicher wirklich, wenn ich nicht zuhause bin, oder für einen Berufstätigen? Wenn niemand zuhause ist, brauche ich gerade mal Strom für einen sehr energieeffizienten mittelgrossen Kühlschrank und ein wenig für Standby-Betrieb beim TV usw. Wenn mein nicht selbst verbrauchter Strom also eingespeist und vergütet wird, erhöht sich doch die Amortisationszeit der Anlage erheblich. Oder mache ich einen Denkfehler? Übersehe ich etwas? Mache ich etwas falsch? Ich habe leichte Zweifel, ob so eine Investition wirklich sinnvoll ist. Für mich persönlich und meine zu erwartende Restlebenszeit wird sich die Investition vermutlich nie auszahlen, aber sie besänftigt immerhin mein schlechtes Gewissen, wenn ich andernorts möglicherweise unnötig Energie verschwende.

  12. Peter Meier

    Ich habe den WIFI Smart Plug zum Messen meines Solarstroms gekauft. Gibt es für die Schweizer -Version auch einen Wasser-Schutz für Aussenanwendung wie beim Schuko Stecker (oben erwähnt). Danke und Gruss Peter

  13. Pascal

    Hoi Hans
    Du schreibst dass ich auch auf einer anderen Phase vom Strom vom Balkonkraftwerk profitieren kann, als auf jener wo ich einspeise. Ich habe keinen bidirektionalen Zähler. Sondern einfach einen normalen alten Stromzähler. Gilt das dann auch?
    Gruess, Pascal

  14. Martin

    Hallo Hans

    Einmal mehr ein top Artikel, besten Dank. Ich bin nun soweit, dass ich mich für eine Balkonanlage entscheiden möchte (Anbieter autosolar oder erneuerbar), nun noch folgende Fragen:
    – müssen die Panele nebeneinander montiert werden, oder geht das bei einem kleineren Balkon auch übers Eck?
    – auf dem Balkon habe ich keine Aussensteckdose, aber auf dem Sitzplatz darunter, könnte ich also via Verlängerung auch dort einspeisen?
    – Du empfiehlst zur Kontrolle den mySteom Stecker, du schreibst selber auch sehr viel über den Solarmanager, sind diese beiden ergänzend oder ist entweder myStrom oder Solarmanager?

    Danke und Gruss
    Martin

    • Munty

      Hallo Martin
      Ich habe bei uns Ende Dez 2023 eine Anlage installiert übers Eck.
      1x Süd und 1x West.
      Da der Sonnenstand um ca 15:00 im Eck des Balkons steht, wollte ich dies mal zu Testzwecken ausprobieren.

      Bei der Montage musst du ev den Vermieter oder die Verwaltung fragen, sofern du zur Miete wohnst.
      Bei uns war die Vorgabe, full Black Module.

      Ausgelesen wird einerseits über den MyStrom Wifi Switch, der ist kompatibel mit dem Solarmanager.
      (Der Manager spielt aber klar in einer anderen Preisliga, hat viele Funkionen und ist ein Klasse Gerät, keine Frage. Ob sich dieser rentiert für ein Balkonkraftwerk, kann ich dir nicht beantworten.)
      Andererseits über die S-Miles App von Hoymiles, da der der HM-600 von Hoymiles verbaut ist.

      Wenn du die Steckdose auf dem Sitzplatz nutzen willst, empfehle ich, eine UV beständige Installation, sofern du das Kabel nicht Witterungs- und UV-geschützt verlegen kannst.
      Bsp. Kabel in ein Alu Rohr.
      Achte darauf dass die Steckdose FI Geschützt ist. Dies sollte Grundsätzlich gegeben sein.

    • Hans

      Salut Martin

      übers Eck ist auch möglich und allenfalls sehr spannend um über verschiedene Tageszeiten den Ertrag zu verteilen. Eine Einspeisung unter dem Balkon ist kein Problem. Den myStrom Stecker inklusive App würde ich dir ans Herz legen, falls du später mal noch optimieren möchtest (allenfalls mit einer grösseren Anlage), dann wäre Solar Manager das richtige.

      Viel Spass, Hans

      • Martin

        Hallo Hans, hallo Munty

        Super, herzlichen Dank für eure Antworten, das hilft mir definitiv in meinem Entscheid!

        Freundliche Grüsse
        Martin

      • Fredy

        Meiner Meinung nach macht genau das Sinn bei einer Mini-PV. So kann man im besten Fall den ganzen Tag von der Sonne profitieren und hat nicht so eine steile Kurve. Technisch bin ich mir noch nicht im Klaren, ob dann Module, welche nicht in die gleiche Richtung ausgerichtet sind separat am angeschlossen werden sollten, um Leistungseinbussen zu verhindern. Bei grossen PV-Anlagen, werden idealerweise nur Module mit gleicher Ausrichtung zu einem Strang verbunden.
        Vielleicht hat hier jemand bereits Erfahrungswerte, die er teilen kann?

  15. Martin

    Hallo Munty

    Besten Dank für die ausführliche Antwort. Kannst Du mir allenfalls noch sagen, welche Anlage Du verbaut hast? Kannst Du diese empfehlen?

    Danke und Gruss
    Martin

  16. Munty

    Hallo Martin

    Gerne.

    Modul
    Meyer Burger 385 fullBlack

    WR
    Hoymiles hm-600

    Zähler
    MyStrom WiFi Switch

    Die Komponenten habe ich allerdings nicht als Set, sondern einzeln gekauft.
    Die Module bei uns in der Firma, der WR und den MyStrom via Galaxus.

    MB steht für Qualität, sind aber mitlerweile teurer als andere, aus Fernost stammende Module.

    Über den WR kann ich keine Langzeitangaben machen, bis jetzt tut der was er soll.

    MyStrom Switches habe ich allgemein zu Hause in Betrieb, mit Zeitschaltung usw. da ergab sich der als Zähler für die Anlage.

    • Marcelo

      Cooles Setup Munty.
      Habe es mit sehr ähnlich zusammengestellt. Jedoch mit JaSolar FullBlack Panels.
      Die Hoymiles WR machen einen guten Eindruck. Überlege mir jedoch den HMS-800-2T einzusetzen. Weist du ob die Hoymiles WR eingestellt werden können? Und braucht es bei diesen WR eine MyStrom Std oder kann man die Daten bereits via WR App rausziehen?

      FG

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