Mittlerweile schon mehrere Wochen mein täglicher Begleiter, das Apple iPhone 12 Pro. Die letzten Jahre war die Wahl des iPhones für mich jeweils klar. Dieses Jahr gab es zum ersten Mal gleich vier neue Modelle. Das war ein Novum und hätte Apple das vor Jahren gemacht, wäre ich heute wohl beim iPhone 12 mini gelandet. Die Pro Serie und der Kompromiss mit der Grösse hat es mir aber angetan. Nun bin ich beim iPhone 12 Pro gelandet, das Pro Max ist mir dann doch zu gross und damit ab zum Review.

iPhone 12 Pro im Test
iPhone 12 Pro im Test

Die wichtigsten iPhone 12 Pro Features

Die für mich relevantesten Features und Funktionen des iPhone 12 Pro liste ich gerne mal auf:

  • Super Retina XDR Display
  • 6,1″ All‑Screen OLED Display (15,5 cm Diagonale)
  • 2532 x 1170 Pixel bei 460 ppi
  • 5G
  • 12 MP Pro Kamerasystem mit Ultraweitwinkel-, Weitwinkel- und Teleobjektiv
  • LiDAR Scanner für Nachtmodus Porträts
  • A14 Bionic Chip
  • Wassergeschützt bis zu einer Tiefe von 6 Metern

Verarbeitung und Haptik

In Sachen Verarbeitung kann man Apple nicht viel vormachen. Das Thema haben sie einfach im Griff und es wird wohl auch jedes Jahr wieder anspruchsvoller die eigenen gesetzten Standards zu überbieten. Mit dem iPhone 12 Pro hat man sich ganz klar wieder vom abgerundeten Design der letzten Jahre verabschiedet. Da war doch schon mal dieses kantige Design, ihr könnt euch bestimmt erinnern. Das war 2010 mit dem iPhone 4 bis hin zum iPhone 5s bis mit dem iPhone 6 auf abgerundete Kanten gesetzt wurde. Jetzt also beim iPhone 12 Pro mit schönem Edelstahl Rahmen, Ceramic Shield auf der Vorderseite und einem texturiertem, mattem Glas auf der Rückseite. Besonders letzteres mit der neuen Farbe Pazifikblau wie hier im Test ist eine Augenweide.

iPhone 12 Pro im Test mit texturiertem, mattem Glas auf der Rückseite
iPhone 12 Pro im Test mit texturiertem, mattem Glas auf der Rückseite

Auch die bisherigen iPhones lagen gut in der Hand und ich habe gerade beide vor mir. Was sich aber eindeutig und massiv verbessert hat: Das iPhone 12 liegt dank den Kanten fester in der Hand. Ich habe weniger das Gefühl, dass es heruntergleiten könnte. Ich nutzte bisher eigentlich auch immer Cases, mit der 12er Serie mag ich es eigentlich lieber ohne. Vor allem auch wegen dem pazifikblau und der absolut gelungenen Rückseite.

MagSafe

Besonders MagSafe möchte ich hier hervorheben. Ich bin einer der kabelloses Laden ständig braucht. Sei es auf dem Nachttisch mit der Nomad Ladestation, auf dem Bürotisch mit einer Belkin oder im Auto mit dem integrierten Qi Charger im VW ID.3. Wenn es nicht gerade eine Ladeschale wie beim Auto ist, muss man schon immer gut schauen, dass das iPhone richtig liegt. Man hat zwar etwas Spielraum aber genau hier setzt halt MagSafe an. Die magnetische Halterung ist so stark, dass das iPhone damit angehoben werden kann. Die hauseigenen Hüllen von Apple haben MagSafe auch verbaut und unterstützen die magnetische Arretierung. Mit MagSafe wird ein riesiger Zubehörmarkt geöffnet, ich bin gespannt was da noch alles kommt und die Idee dahinter ist einfach, aber genial.

MagSafe mit dem iPhone 12 Pro lässt das iPhone abheben

Kameras

Für den folgenden Testbericht zum Polestar 2, habe ich einmal für einen Elektroauto Test meine Sony A7III daheim gelassen. Warum? Ich wollte mal sehen wie ich alleine mit dem Dreifach-Kamera-System des iPhone 12 punkten kann. Auf der Rückseite befinden sich wie schon beim Vorgänger-Modell drei Kameras. Einmal Ultraweitwinkel mit ƒ/2.4 Blende und 120° Sichtfeld, das Weitwinkel (Normalkamera oder 1x genannt) mit ƒ/1.6 Blende sowie das Tele mit ƒ/2.0 Blende. Neu und deutlich verbessert wurden die Modi. Neu hat auch das Ultraweitwinkel den Nachtmodus und Deep Fusion gibt es auf allen drei Kameras.

Das sind mal die Fakten, wie sieht das nun in der Praxis aus? Dazu habe ich oben Fotos aus der Kamera des iPhone 12 Pro angehängt. Die Kameras an Smartphones sind mittlerweile dermassen gut, dass ich nun erstmals überlege mein Kameraequipment daheim einzuschrumpfen. Die A7III wird sicher behalten, aber was ich sonst noch nutzte wird verschwinden. Besonders bei Low Light Situationen und Portraits hat das iPhone 12 Pro für mich noch bessere Resultate als bisherige iPhones abgeliefert. Das hier ständig mittels Software von Apple nachgebessert wird, macht es interessant. Besonders das der Lidar Sensor genutzt wird um bei schlechten Lichtverhältnissen besser zu fokussieren ist genial.

iPhone 12 Pro - Dreifachkamera
iPhone 12 Pro – Dreifachkamera

AR – what’s next?

Was der Lidar Sensor für weitere Möglichkeiten und Anwendungen aufs iPhone bringen wird, das wird in meinen Augen ganz spannend. Ich habe mit der 3D Scanner App testweise Objekte aufgezeichnet und diese können dann mittels AR irgendwo in einem anderen Raum platziert werden. Das ging schon früher ähnlich, aber nicht dermassen genau und jetzt eben auch mit den richtigen Abmessungen. Erstaunlich wie genau das iPhone Objekte vermisst. Da bin auch Shopping-Möglichkeiten der nächsten Generation gespannt. Ikea & Co. könnten vermasste Möbel dem Kunden direkt anbieten und man schaut daheim schnell ob es passt, optisch und von den Abmessungen her.

Silikon Case mit MagSafe
Silikon Case mit MagSafe

iOS 14 – Widgets

Was nicht nur mit dem iPhone 12 kam aber doch irgendwie hier einfliessen muss ist das neue Betriebssystem iOS 14. Das hat nämlich eine der grössten Änderungen erfahren. Mit iOS 14 halten nun auch endlich Widgets Einzug in das iPhone, etwas worauf viele User lange gewartet haben. Zu Beginn weg standen noch wenig Widgets zur Verfügung, allmählich kommen da immer interessante Möglichkeiten. Für mich ist iOS 14 eine der grössten Änderungen am iOS System bisher, denn es ist nun endlich auch möglich Apps auszublenden ohne sie zu löschen. Damit kann ich massiv auf den Homescreens aufräumen oder sogar ganze Seiten ausblenden. Die komplette Übersicht gewinne ich dank der wirklich guten App-Mediathek wieder. Ganz nebenbei wurde auch Haptic Touch eingeführt über die iPhone-Rückseite. Zwei oder Dreimal auf die Rückseite tippen und Funktionen damit aufrufen, praktisch! Mit einem Doppelklick auf die Geräterückseite rufe ich nun immer mein Energiemanagementsystem von daheim auf, den Solar Manager.

iPhone 12 Pro im Test
iPhone 12 Pro im Test

Fazit

Das iPhone 12 Pro war für mich definitiv ein Wechsel wert von der 11er Serie. Allein die Haptik, das Upgrade auf 5G und wieder einen Schritt weiter bei den Kameras macht das Gerät zukunftssicher. 5G hätte ich gerne getestet, mangels Möglichkeit bei meinem Provider musste ich den Test leider auslassen. Persönlich bin ich sehr gespannt was mit dem Lidar Scanner alles auf uns zukommt und mit iOS 14.3 bin ich auf Apple ProRaw gespannt. Da ist also noch was im Köcher.

Für die Qual der Wahl der neuen iPhones: Ich denke viele Leute werden mit dem iPhone 12 sehr zufrieden sein und das mini deckt auch zahlreiche Bedürfnisse ab mit neuster Technologie. Das Pro Max ist mir persönlich zu gross, kenne da aber einige Fans von. Da würde es mich interessieren für welches iPhone ihr euch entschieden habt.

Das iPhone 12 Pro mit 128GB Speicher gibt es im Handel für 1129.- CHF, 256GB für 1249.- CHF und 512GB für 1489.- CHF.

Autor

Im März 2010 habe ich Technikblog ins Leben gerufen. Seither blogge ich mehrmals wöchentlich über technische Themen die mich faszinieren und im Alltag begleiten, das beginnt bei Smartphones, Computer, Gadgets, technischen Spielereien bis hin zu HowTo-Anleitungen und Testberichten zu Smart Home Einrichtungen und Elektrofahrzeugen.

ommentare

  1. Das 12 Pro Max hat mein XS Max ersetzt. Damit bin ich sehr zufrieden.
    MagSafe enttäuscht nicht bis jetzt. Man braucht immer 2 Hände. Je nach Untergrund oder Hülle wird das Teil sehr warm.

  2. Hoi Hans, schöner Bericht.
    Ich hätte eine technische Anmerkung zum Blog. Finde es etwas schade das die Bilder beim aklicken nicht grösser werden. z.B. die kleinen Bilder bei “Beispielaufnahmen mit der Iphone 12 Pro Kamera”. Weder im Firefox noch in Chrome.

  3. Habe mich auch für das iPhone 12 Pro in Pazifikblau entschieden und meine altes iPhone XS erstmals mit dem von Apple angebotenen Trade In retourniert und die entsprechende Gutschrift erhalten. Jetzt warte ich noch auf das iPhone Leder Wallet mit MagSafe in Baltischblau, welches am 1. Dezember eintreffen sollte.

  4. Bin da absolut bei dir.
    Ich habe erstmals nach dem iPhone 8 aufgehört mir stets das neueste Modell anzuschaffen, weil ich einfach keinen Sinn mehr darin sah für das beinahe gleiche Gerät wieder an die 1.000 EUR (ja, Deutscher hier auf deinem Blog :D) auszugeben. Das letzte wirklich edel aussehende iPhone war für mich die 5er Serie, alles danach war für mich wieder ein Rückschritt Richtung 3GS..
    Ich denke, nicht minder dieses Berichts, werde ich mich wohl für ein 12 Pro entscheiden. 🙂

  5. Hallo Hans! Ich habe mir tatsächlich erst das iPhone 12 Pro geholt und dann gegen das Pro Max getauscht. Ich war früher mal beim iPhone 7 Plus und die Größe war recht unhandlich. Beim 12 Pro Max geht es mir komischerweise nicht mehr so. Vielleicht liegt es einfach besser in der Hand oder ist tatsächlich kleiner als die alten Plus Modelle. Mittlerweile möchte ich den großen Bildschirm nicht mehr missen. Die Augen werden im Alter halt nicht besser. 😀 Also mein Fazit: Das 12 Pro ist schon schön handlich, aber das 12 Pro Max ist auch nicht wirklich unhandlich. LG, Jens

  6. Die Kamera meines alten iPhone 6 nervt mich immer mehr. Wenn es etwas dunkler ist, sind die Aufnahmen eine Katastrophe. Wird Zeit für ein neues Modell.

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