Easee und Solar Manager

Ich hatte mir vor drei Jahren eine Wallbox von Keba installieren lassen und diese anfangs über Loxone geregelt. Das war soweit gut, aber die Ansprüche steigen und es gibt bessere Produkt auf dem Markt. Mittlerweile schwöre ich seit einigen Wochen auf die Kombination der Easee Home Ladestation mit dem Solar Manager als Steuereinheit. Dabei kann ich geregelt und automatisch den Überschuss der PV-Anlage ins Elektroauto laden. Warum diese Kombination besser ist als alles andere was ich ausprobiert habe, erkläre ich gerne hier.

Easee Home

Die Easee Home Wallbox ist eine im Vergleich zur Konkurrenz sehr kompakte Wallbox. Dabei gibt es die Station nur mit einer Typ 2 Buchse, ein passendes Ladekabel kann aber einfach über die App dauerhaft an der Steckdose verriegelt werden. Die Wallbox kann 1- und 3-phasig mit Leistungen zwischen 1,4-22 kW laden. Dank integriertem RCD Typ B (30mA AC und 6mA DC) kann sie kostengünstig ohne zusätzlichen FI montiert werden. Eingebunden in die Easee Cloud wird die Ladestation über Wifi (2,4 GHz b/g/n) oder über das integriertes 4G-Modul (keine zusätzlichen Kosten). Die Easee Home unterstüzt übrigens einen automatischen Lastausgleich bis zu 3 Ladeboxen, ideal also für EFH-Besitzer. Wer mehr in Betracht zieht, kann auf das umfangreichere Modell “Easee Charge” zurückgreifen.

Easee Home: leistungsfähige, kompakte und hübsche Wallbox
Easee Home: leistungsfähige, kompakte und hübsche Wallbox

Solar Manager

Der Solar Manager ist ein Gerät zur Eigenverbrauchsoptimierung in Zusammenspiel mit Photovoltaik. Dabei wird möglichst viel der erzeugten Energie vom eigenen Dach auch versucht im selben Haus zu nutzen. Dazu werden Wärmepumpen, Warmwasseraufbereitung, Elektroautos und auch zahlreiche Kleinverbraucher angesteuert und optimiert. Die Stärke des Solar Manager ist die Vielfalt an unterstützten Geräten und die intelligente Regelung und Priorisierung. So kann jeder Kunde selbst entscheiden, wie seine Prioritäten von Strombezügern aussieht und das anpassen. Besonders die Einbindung von Elektroauto-Ladestationen gibt die Möglichkeit, den selbst erzeugten Strom auch ideal zu speichern. Ausführlich habe ich das in diesem verlinkten Blogbeitrag beschrieben.

Optimierte Lade-Modi mit Solar Manager und Easee Home
Optimierte Lade-Modi mit Solar Manager und Easee Home

Solar-optimiertes Laden

Das beste an der Kombination aus Easee und Solar Manager ist die automatische Umschaltung zwischen einphasig und dreiphasig angesteuertem Elektroauto. Das bedeutet, die Ladung eines jeden Elektroautos kann mittels Easee bereits bei 1.4kW (einphasig) beginnen und bei 4.1kW Überschuss wird auf dreiphasige Ladung umgestellt. Dadurch kann der Eigenverbrauch noch weiter optimiert werden und auch kleine Solaranlagen haben die Möglichkeit, den Überschuss ins Elektroauto zu laden. Viele Anlagen sind in der Grössenordnung von 6-9kWp gebaut. Die Leistungsspitze reicht dann oft nicht aus um noch mehr als 4kW Überschuss zu haben und Elektroautos wie ein Model 3, BMW i3 oder ID.3 zu laden.

Langer Rede, kurzer Sinn: Mit der Nutzung von Easee und Ansteuerung über den Solar Manager kann ich bei Elektroautos wie Tesla, BMW i3, VW ID.3 und vielen mehr bereits ab 1.4kW laden, bis hoch auf theoretische 22kW.

Solar Manager und Elektroauto Ladekurve mit Easee (gelb=Erzeugung / blau = Eigenverbrauch)
Solar Manager und Elektroauto Ladekurve mit Easee (gelb=Erzeugung / blau = Eigenverbrauch)

Wie die beiden Screenshots aus der Solar Manager App zeigen, regelt der Solar Manager die Easee Home so, das diese genau der Produktionskurve der PV-Anlage gleicht. Wenn die Leistung aus Eigenproduktion nicht mehr ausreicht, wird ausgeschalten oder nach Wunsch mit Netzbezug weiter geladen.

Elektroauto nur mit Solarstrom laden?

Seit mehr als drei Jahren bin ich schon mit einem Auto rein elektrisch unterwegs und habe eine PV-Anlage. Von April bis September kann ich fast ausschliesslich von reiner Sonnenenergie vom eigenen Dach unterwegs sein. Dieses Jahr war ich etwas mehr unterwegs, habe auch nicht explizit Buch geführt, aber konnte rund 80% mit selbst erzeugtem PV-Strom fahren. Vor zwei Jahren hatte ich dazu genau Buch geführt und stolze 86% erreicht. Was ich hier vor allem zeigen will: Photovoltaik und Elektromobilität ergänzen sich einfach perfekt, helfen der Energiewende und sparen effektiv Geld in der Nutzung.

Das Elektroauto mit Sonnenstrom tanken - dank Solar Manager und Easee
Das Elektroauto mit Sonnenstrom tanken – dank Solar Manager und Easee

Fazit

Dass eine Eigenverbrauchsoptimierung zur PV-Anlage dazu gehört, ist für mich sonnenklar. Dass sich Elektroautos als idealer Speicher für selbst erzeugte Energie eignen, dürfte auch klar sein. Somit ist es wichtig, bei der Wahl der Ladestation darauf zu achten, dass diese geregelt werden kann. Für mich hat sich die Kombination von Easee Home und Solar Manager bewährt. Ich kann das Setup nur weiterempfehlen und dank Lastmanagement von Easee ist es auch problemlos auf weitere Fahrzeuge erweiterbar.

Die Easee Home gibt es bei schnellladen.ch und Brack.ch zu kaufen für 1179.- CHF. Aktuell gibt es den Solar Manager und Easee Home sogar im attraktiven Bundle zu kaufen.

Hans
Author

Im März 2010 habe ich Technikblog ins Leben gerufen. Seither blogge ich mehrmals wöchentlich über technische Themen die mich faszinieren und im Alltag begleiten, das beginnt bei Smartphones, Computer, Gadgets, technischen Spielereien bis hin zu HowTo-Anleitungen und Testberichten zu Smart Home Einrichtungen und Elektrofahrzeugen.

5 Comments

  1. Avatar

    Hi Hans,

    kannst du was zur konkreten Anbindung an die Steuereinheit sagen: Schnittstellen, Protokolle usw.

    • Hans

      Hoi Alex,
      nehme an du meinst bezüglich Loxone? Der Solar Manager plant eine API zur Anbindung an Smart Home Systeme – die Easee hat eine eigene API.

  2. Pingback: Teleboy Drive: Elektroauto im Abo als Sorglos-Paket mit dem Renault Zoe

  3. Avatar
    Achilles Schnider Reply

    Hallo Hans
    Habe Smartfox als Verbrauchsoptimierer. Geht das Protokollmässig zusammen? Habe von vier Ausgängen nur einen benutzt.
    Gruss Killy

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