Nuki Smart Lock 2.0

Einige Dinge in meinem Smart Home habe ich bisher noch angegangen, eines davon war die Haustür. Eine einfache und bequeme Variante um die Haustüre mit dem Smartphone aufzuschliessen ist  das Nuki Smart Lock 2.0. Wie es der Name schon sagt, ist es die zweite Version des smarten Türschloss und ist ab sofort Apple-Homekit- und ZigBee-fähig und lässt sich somit auch in diese Smart-Home-Ökosysteme eingliedern. Dazu passend habe ich auch die Nuki Bridge getestet, damit lässt sich das Schloss auch ins WLAN einbinden.

Nuki Smart Lock 2.0 Features

  • Einfache Nachrüstbarkeit: Montiere dein Smart Lock über dem bestehenden Zylinder und Schlüssel.
  • Smarte Schlüssel: Vergib virtuelle Schlüssel via Nuki App an Familie und Freunde – einmalig, wiederkehrend oder zeitlich unbeschränkt.
  • Sicheres Zuhause: Behalte den Überblick, wer wann deine Tür gesperrt hat und ob deine Haustür sicher verschlossen ist.
  • Apple HomeKit: Steuerung per Siri
  • Zylinder: Das Nuki Smart Lock 2.0 unterstützt Europrofilzylinder, Schweizer Rundprofilzylinder, Knaufzylinder und Ovalzylinder.
Nuki Smart Lock 2.0 - Lieferumfang mit Bridge
Nuki Smart Lock 2.0 – Lieferumfang mit Bridge

Lieferumfang

Im Lieferumfang des Nuki Smart Lock 2.0 liegt neben dem Smartlock selbst auch zwei Montageplatten, ein Schraubenschlüssel, ein Magnet und vier passende AA Batterien. Im Set mit der Bridge liegt diese noch bei, ohne weiteres Zubehör. Das ist schon alles was man für das smarte Türschloss braucht.

Montage

Wer sich ein Nuki zulegen möchte, der checkt am besten schnell diese Seite. Anhand dieses Installations-Checks, wisst ihr schnell ob Nuki bei euch installiert werden kann oder nicht. In meinem Fall habe ich ein Schloss von Kaba mit einem Beschlag. Für die Montage liegen zwei Platten bei. Das Konzept von Nuki lässt den Hausschlüssel im Schloss stecken und dreht diesen mit. Entsprechend wird die Montageplatte montiert: Bei abstehendem Zylinder wird sie auf diesen verschraubt (Variante A), in den anderen Fällen geklebt (Variante B). Hat man die Platte verschraubt oder verklebt, kann der Schlüssel eingesetzt werden. Danach muss nur noch das Smart Lock aufgesetzt werden, das rastet dann auf der Halterung ein und schon ist die Montage durch. Wer noch möchte kann den neuen Türsensor auch gleich installieren. Der kleine Magnet wird an der Innenseite des Türrahmens angebracht und registriert, ob die Tür offen steht oder geschlossen ist.

Montage von Adapter B für das Nuki Smart Lock 2.0
Montage von Adapter B für das Nuki Smart Lock 2.0

Einrichtung

Die Einrichtung geschieht dann vollends in der Nuki App. In dieser wählt man “Smart Lock einrichten” und kann sich dann einen Namen geben. Die Verbindung über Bluetooth klappt dann ganz schnell durch Drücken des Buttons auf dem Smart Lock und schon sind die Geräte verbunden. Das Nuki wrid dann beschriftet und schon läuft die Kalibrierung. Nuki dreht den Schlüssel einmal zu und wieder auf, so klappt es auch mit dem doppelten Schliessmechanismus problemlos. Hat man die Kalibrierung abgeschlossen, empfiehlt es sich gleich die Nuki Bridge ebenfalls einzurichten. Diese wird dann von der App ins heimische WLAN eingebunden und danach mit dem Smart Lock verbunden. Das war es auch schon von der Einrichtung, geht ziemlich zackig und man wird von der App gut geführt.

Nuki Smart Lock einrichten
Nuki Smart Lock einrichten

Nuki Smart Lock 2.0 im Test

Das Nuki Smart Lock wirkt sehr hochwertig verarbeitet, vor allem das matte Kunststoffgehäuse wirkt sehr robust und stabil. Der beleuchtet Ring lässt sich auch von Hand drehen und damit kann die Türe selbst verschlossen oder geöffnet werden. Praktischerweise lässt sich das Batteriefach unten einfach entfernen, sollten mal neue gebraucht werden, muss Nuki nicht demontiert werden.

Das Nuki Smart Lock kann ich auf mehrer Arten bedienen. Einerseits und viele ein wichtiger Punkt, es kann noch manuell bedient werden. Der Drehring kann selbst gedreht werden. Alternativ kann man aber auch das Nuki selbst den Job machen lassen, in dem man auf den Taster drückt. Wichtiger werden aber eben wohl die Features über die App sein. Ich kann von aussen auf dem Heimweg bereits per Smartphone oder auf der Apple Watch die Türe öffnen. Zudem kann das Nuki 2.0 Smart Lock nun auch direkt mit Apple HomeKit sprechen und auch per ZigBee-Standard in bestehende, andere Smart Home-Systeme integriert werden. Das klappt einwandfrei und relativ einfach, bei Apple HomeKit muss dazu wie üblich nur der HomeKit-QR-Code des Nuki-Schlosses gescannt werden. Da Nuki in Apple HomeKit verfügbar ist, klappt es natürlich auch über Siri. Gemäss Hersteller ist eine Einbindung in das Google Home-System auch möglich, sowie die Verwendung des Amazon Alexa Skills oder IFTTT.

Nuki Smart Lock 2.0 im Test

Aber wohl das Hauptargument für ein smartes Schloss ist die Möglichkeit es eben smart zu nutzen. Smart heisst für mich in diesem Fall das automatische schliessen und öffnen, sobald man die Bluetooth-Reichweite des Schlosses erreicht, bzw. verlässt. Das ist schon ziemlich cool. Alternativ gibt es noch die Möglichkeit über den Nuki Fob in der Hosentasche einfach aufzusperren. Würde ich Nuki bei mir fest verbauen, wäre wohl das Nuki Keypad meine Wahl. Damit kann ich über individuelle Zutrittscodes Zugang gewähren.

Im Smart Lock 2.0 wurde ein Magnetsensor integriert. Dieser ist eine Erweitung, so erkennt Nuki nicht nur den Zustand des Schliesszylinders (aufgesperrt oder zugesperrt), sondern auch der Türe. Mit dem klebbaren Magneten, das am Türrahmen befestigt wird, erkennt Nuki den Zustand der Türe (offen oder geschlossen). Diese Funktion muss auch über die App kalibriert werden, damit der Zustand richtig erkennt wird. Das hat bei mir soweit so gut funktioniert, mit kleinen Aussetzern. Das Feature ist aber auch noch im Beta-Status und Nuki lernt derzeit mit den Erfahrungen der Nutzer mit und verbessert es stetig.

Nuki Bridge
Nuki Bridge

Beim Nuki Smart Lock 2.0 ist der Motor gut hörbar, wobei es wohl immer auf die Akustik des Raums ankommt. Bei uns mit einem langen Flur, ist es sehr gut hörbar, bei der zweiten Haustür weniger. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran und das muss man sicher vor dem Kauf bedenken.

Was für meinen Anwendungszweck wohl langfristig der Killer sein wird, ist das verbaute Schloss von Kaba. Kaba hat verschiedene Schliesszylinder und der bei mir verbaute kann leider nur mit einem Schlüssel umgehen. Sprich wenn ich drinnen den Schlüssel stecken habe und Nuki montiert ist, kann ich von aussen nicht mehr mit dem Schlüssel aufschliessen. Dazu ist dann immer der Zugang übers Smartphone nötig oder mit zusätzlich installiertem Keypad. Da ich zwei Zugänge habe (einen über die Garage und da auch noch eine zusätzliche Tür), müsste ich idealerweise drei Nukis verbauen, sicher aber zwei. Sonst habe ich Türen die sich smart öffnen lassen und andere nur per Schlüssel. Das ist in meinem Fall etwas unglücklich und dann auch schnell kostenintensiv.

Fazit

Das Nuki Smart Lock 2.0 macht einen ausgezeichneten Job was die Funktionalität anbelangt. Man kann die Türe über verschiedene Arten aufschliessen, von unterwegs übers Smartphone, automatisch über die Bluetooth-Reichweite, mit einem Keypad, manuell oder auch per Knopfdruck. Wer es mag auch gerne über Sprachbefehle mittels Siri oder auch die Einbindung in Loxone ist möglich. Der Motor macht etwas lärm, was technisch kaum verhinderbar ist aber damit lässt sich gut leben. Wer ein Schloss hat, dass sich beidseitig und auch gleichzeitig mit einem Schlüssel aufschliessen lässt, der dürfte mit dem Nuki Smart Lock 2.0 sehr glücklich werden. In meinem Fall geht das nicht, dann muss man sich einfach voll auf Nuki einstellen und dann passt es auch.

Das Nuki Smart Lock 2.0 gibt es für 259.- CHF, im Combo mit dem WiFi Bridge für 369.- CHF.
In Deutschland gibt es das Nuki Smart Lock 2.0 für 210.- €.

Autor

Im März 2010 habe ich Technikblog ins Leben gerufen. Seither blogge ich mehrmals wöchentlich über technische Themen die mich faszinieren und im Alltag begleiten, das beginnt bei Smartphones, Computer, Gadgets, technischen Spielereien bis hin zu HowTo-Anleitungen und Testberichten zu Smart Home Einrichtungen und Elektrofahrzeugen.

ommentare

  1. Jan Finklenburg Reply

    Ich hab den Nuki gerade diese Woche im Einsatz gesehen. Hat sehr zuverlässig Funktioniert nur die Lautstärke fand ich etwas störend.
    Was bietet die Bridge für Vorteile? bzw reicht HomeKit zur Bedienung nicht aus?

    • Hey Jan,

      Nuki beantwortet das ausführlicher etwa so:

      Dies hängt im wesentlichen von deinen persönlichen Usecases ab. Mit HomeKit bist du in der Lage die Tür aus der Ferne über die Home App auf- und zuzusperren. Solltest du bei deiner Tür einen Knauf oder eine Stange auf der Außenseite haben bedeutet “aufsperren” immer “Tür öffnen”, da Apple im HomeKit Protokoll nur zwei Zustände für Smart Locks bereitstellt. Damit du von unterwegs dein Smart Lock via HomeKit steuern kannst benötigst du einen “Bridge Ersatz”, welcher via Bluetooth mit dem Smart Lock 2.0 verbunden sein muss. Diese Steuerzentrale kann ein Apple HomePod, ein iPad oder ein AppleTV sein.

      Grundsätzlich ist die Funktionalität der Home App gegenüber der Nuki App jedoch limitiert und es stehen dir weitaus weniger Funktionen zur Verfügung. Möchtest du hingegen nach wie vor alle Funktionen des Smart Locks nutzen, empfehlen wir dir den Einsatz der Nuki Bridge. So kannst du dein Smart Lock dann einfach und im vollen Funktionsumfang über die Nuki App steuern. Natürlich kannst du beides auch parallel nutzen, sodass du mit der Nuki App über die Bridge auf dein Smart Lock zugreifen kannst und mit der Home App über dein Apple Gerät in Bluetooth-Reichweite.

  2. Als könntest du Gedanken lesen Hans… woltte die Tage mal anfragen ob du das Ding testen könntest.
    Vielen Dank für den super Testbericht. Vermutlich weisst du das auch nicht aber mich würde eigentlich noch das Zusammenspiel mit AirBnB interessieren. Wann wir der Code zugesendet und funktioniert das auch wirklich?

  3. Ich dachte zuerst auch, dass mein Schliesszylinder von der andern Seite blockiert ist, wenn innen bereits ein Schlüssel steckt. Der Zylinder lässt sich aber recht einfach gegen einen neuen mit Not- und Gefahrenfunktion austauschen. Damit lässt sich das Schloss von aussen immer noch öffnen, auch wenn innen ein Schlüssel gedreht steckt. Da ich in einer Mietwohnung lebe, hab ich dann aber erst meinen Vermieter angefragt, ob er den Zylinder tauschen würde und hab dann erfahren, dass dies bereits vor ein paar Jahren geschehen ist.

    Für AirBnB und sonstige Gäste, welchen man einen zeitlich beschränkten Zugang gewähren will, erstellt man in der App einfach einen entsprechenden Zugang und sendet ihnen einen Einladungslink, welchen sie dann in der Nuki-App auf ihrem Smartphone eingeben können. Einfacher finde ich für diesen Anwendungsfall jedoch das Keypad, welches man im Idealfall irgendwo versteckt nahe der Tür montiert. Dann kann man einen Zahlencode in der App erstellen und zeitlich begrenzen und diesen dann dem Gast mit Lage des Keypads mitteilen.

    Falls man nebst der Wohnungstür auch noch eine Haustüre hat, welche z.B. in einem Mehrfamilienhaus in ein gemeinsames Treppenhaus führt und diese Türe sich per Gegensprechanlage aus der Wohnung öffnen lässt, ist Nello (nello.io) eine ideale Ergänzung zu Nuki!

  4. Die Bridge wird als Bindeglied zwischen dem Schloss und Homekit benötigt. Das Schloss beherrscht nur Bluetooth, die Bridge fungiert als WLAN-Erweiterung.

  5. aber ist dann Bluethooth nicht ausreichend, wenn ich mit dem Handy vor der Tür stehe?

    • Wie Marc schon gesagt hat, nur um vor der Türe stehend aufzuschliessen klappt das problemlos. Für unterwegs geht es auch mit Apple HomeKit und Bluetooth, aber nur die reine Schliessfunktion (auf- und zusperren).

  6. Natürlich, dafür wird Bluetooth verwendet. Aber wenn Du jemand anderem öffnen willst, wenn Du z.B. In den Ferien bist, brauchts die Bridge

  7. Ich habe mein Nuki Smartlock 2 leider wieder demontieren müssen. Einerseits konnte unser 2-jähriges Kind die Tür durch Knopfdruck öffnen (ja, trotz deaktivierter Funktion in der App). Andererseits kam es mehrfach vor, dass das Nuki mitten in der Nacht die Tür öffnete. Gemäss Support lag das daran, dass das Bluetooth-Modul unter iOS ständig nach nahen Bacons sucht. Wenn nun die Batteriekapazität unter 20% geht, wird das Scanning deaktiviert. Das kommt dann häufiger am Abend vor. Man geht dann um 23:00 ins Bett und beginnt, das iPhone zu laden. Nach ein paar Stunden beginnt dann iOS wieder mit den Scannen / aktiviert das Bluetooth Modul. Nuki kriegt das dann entsprechend mit und öffnet um 01:35 einfach so mal die Tür, da sich ein registriertes iPhone wieder „im Range“ befindet. Das ist für mich natürlich ein NoGo! Schade.

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