Suunto 3 Fitness
Von den Suunto Uhren schwärme ich hier schon, seit ich die erste Ambit getestet habe. Seither habe ich immer die Nachfolger getragen und mittlerweile bei einer Suunto Spartan angelangt. Damit bin ich extrem zufrieden, einziges Manko: Die Uhr ist einfach etwas gross . Da kommt die neue Suunto 3 Fitness ins Spiel. Sie kann zwar von einem Mann getragen werden, passt aber auch perfekt an ein Frauen-Handgelenk – von der Grösse vergleichbar mit der kleinen 38mm Apple Watch.

Suunto 3 Fitness Highlights

Die Suunto 3 Fitness protokolliert Trainings, zeichnet die Daten dank bequemer Herzfrequenzmessung am Handgelenk von Valencell Inc. auf und erstellt anhand des Fitnessniveaus automatisch Trainingspläne für sieben Tage. Die Uhr verzichtet auf einen GPS-Sensor und ermittelt Laufdaten dafür über integrierte Accelerometer.

  • Adaptive Trainingsführung
  • Aufzeichnung von Schritten, Kalorien und Schlaf
  • Integrierte Sportmodi für Laufen, Schwimmen, Radfahren, Gerätetraining und vieles mehr
  • Geschwindigkeit, Tempo und Distanz beim Gehen und Laufen über den Beschleunigungsmesser
  • Wasserdicht bis 30 m, zum Schwimmen geeignet
Herzfrequenzmessung am Handgelenk von Valencell Inc.
Herzfrequenzmessung am Handgelenk von Valencell Inc.

Lieferumfang

Nicht wirklich gross erwähnenswerter Lieferumfang, nebst der Suunto 3 Fitness Uhr ist das passende USB-Kabel dabei und eine Kurzanleitung. Das Kabel kommt übrigens wieder im Klemmen-Design wie man es von der Ambit-Serie kannte, die Spartan braucht eine Magnethalterung. Achtung übrigens beim Armband, das gibt es in nur einer fixen Grösse, zusammen mit der Uhr 23cm lang.

Suunto 3 Fitness Armband in fixer Länge
Suunto 3 Fitness Armband in fixer Länge

Einrichtung

Von Suunto war ich mir die Movescount App und das entsprechende und wirklich gut vernetzte Webportal gewöhnt, für die Suunto 3 Fitness gibt es eine neue App mit dem simplen Namen “Suunto”.Die Verbindung gemäss Anleitung in der App klappt problemlos, da ich nicht die neuste Firmware habe will ich diese gleich aufspielen. Dazu ist ein Computer mit der Software Suuntolink nötig. Leider habe ich für das FW-Update mehr als 20 Versuche benötigt mit Rücksetzen der Uhr etc. Mittlerweile gibt es wieder ein Update und das Szenario wiederholt sich, das ist etwas mühsam.

Nachtrag: Mittlerweile habe ich das Update hingekriegt, ohne USB-Hub direkt am Computer scheint es massiv stabiler zu funktionieren.

Suunto 3 Fitness Trainingsplan
Suunto 3 Fitness Trainingsplan

Suunto 3 Fitness im Einsatz

Was bei der Suunto 3 Fitness sofort auffällt im vergleich zu den grossen Ambit und Spartan Modellen aus demselben Haus, sie ist einfach enorm leicht (nur 35g) und kompakt. Das ist für den Alltag massiv angenehmer und damit hat man die Uhr auch tagsüber gerne an, das schlichte Design wirkt unauffällig und trotzdem edel. Ich habe die Uhr vor allem für Joggen, Radfahren und Indoor-Workouts genutzt. Wie mittlerweile üblich, misst auch die Suunto 3 Fitness direkt am Handgelenk den Puls. Dafür empfiehlt es sich die Uhr etwas enger zu tragen, wenn ich sie nur etwas locker getragen habe, hatte ich Aussetzer. Das habe ich aber bei allen Herstellern, daher empfehle ich immer die Uhr satt zu tragen.

Für das eigene Training stehen mehr als 50 Sportarten zur Auswahl, genau gezählt habe ich nicht, aber da sollte für jeden das passende dabei sein. Was aber dem Suunto-Kenner sofort auffällt, das GPS Modul fehlt. Dazu hat man für die Trainings zwei Möglichkeiten: Entweder man trainiert ohne GPS und nutzt den internen Beschleunigungssensor für die Datenerfassung, oder man arbeitet mit connected GPS. Wenn man mit dem Smartphone zusammen trainiert, dann nutzt die Uhr die Suunto App und startet das GPS am Smartphone und verwendet dieses für Strecken- und Distanzdaten. Das klappt ganz gut und ist beispielsweise beim Radfahren ideal, wo ich das Smartphone sowieso für den Notfall im Rucksack habe.

Suunto 3 Fitness

Suunto bietet jedem User einen individuellen Trainingsplan an, basierend auf dem eigenen Fitnesslevel. Dieser basiert auf VO2max, was man auch maximale Sauerstoffkapazität nennt, ein Wert den man mittels aufwendigem Test ermitteln kann. Suunto nutzt die verfügbaren Daten aus Alter, Gewicht, Herzfrequenz beim Training und versucht daraus diesen Wert zu schätzen. Abhängig von diesem werden einem 3-4 Trainings pro Woche empfohlen um VO2max zu verbessern. Die Empfehlungen sind wirklich von der Ausdauer her passend und die Uhr hilft in der empfohlenen Herzfrequenzzone zu trainieren. Macht man Ruhetage anders als geplant oder Trainings länger oder kürzer, wird der Plan automatisch angepasst. Das fand ich ziemlich cool und hilfreich: Ideal für jemanden der etwas ansporn oder Hilfe beim definieren des eigenen Trainings braucht.

Weiter kann man die Uhr zum Aufzeichnen von Schlaf und dessen Qualität nutzen, wie ich auch die Funktionalität als Smartwatch. Heisst die Suunto 3 Fitness kann natürlich auch Benachrichtigungen vom Smartphone empfangen. Diese können mit den Knöpfen rechts auch gescrollt werden. Das funktioniert eigentlich einwandfrei, leider bekam ich zu viele Push-Nachrichten auf die Uhr. Dann habe ich die Funktionalität abgestellt, irgendwie war es mir nicht möglich selektiv zu wählen, welche Pushes von welchen Apps ich gerne empfangen würde. Das wäre noch ein schönes Feature für das nächste FW-Release.

Suunto 3 Fitness im Test

Fazit

Nach mehreren Wochen mit der Suunto 3 Fitness kann ich mein Fazit ziehen. Während ich anfangs etwas skeptisch war, sehe ich ihn Grösse und Gewicht deutlich den Vorteil einer Uhr ohne verbautes GPS. Die Genauigkeit bei vielen Aktivitäten ohne GPS dürfte ausreichen, zumal aber auch hinzukommt: Viele Leute joggen wegen der Musik sowieso mit Smartphone, dann ist man mit connected GPS bestens gerüstet. Die Uhr ist dafür optisch schlicht und kompakt, kann somit auch problemlos im Alltag getragen werden. Vor allem fand ich den persönlichen Trainingsplan spannend, ein nettes Feature das viele ansprechen dürfte. Vor allem bei dem sehr fairen Einsteigspreis.

Die Suunto 3 Fitness gibt es für 229.- CHF im Handel.

Hans
Autor

Im März 2010 habe ich Technikblog ins Leben gerufen. Seither blogge ich mehrmals wöchentlich über technische Themen die mich faszinieren und im Alltag begleiten, das beginnt bei Smartphones, Computer, Gadgets, technischen Spielereien bis hin zu HowTo-Anleitungen und Testberichten zu Smart Home Einrichtungen und Elektrofahrzeugen.

ommentar

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