Apple HomePod im Technikblog

Der Apple HomePod ist so ein Gerät, das ich eigentlich nicht zwingend wollte, mich aber trotzdem immer reizte. Ich habe daheim mittlerweile mehr als ein halbes Dutzend Sonos Speakers verteilt, wieso also noch einen HomePod? Das er anfangs nur in ausgewählten Ländern wie USA und Grossbritannien verkauft wird, hat auch etwas beigetragen, bis ich von Digitrends angeschrieben wurde. Der Online-Händler macht es sich zur Aufgabe, Produkte in die Schweiz zu bringen die hier nicht oder erst verspätet erhältlich sind. So bin ich also auch noch zu meinem HomePod gekommen.

Technisches zum HomePod

Den Apple HomePod gibt es in space gray oder weiss zu kaufen, dabei ist er rund 17cm hoch und hat einen Durchmesser von 14cm. Hört sich nicht nach viel an, sobald man aber einmal die 2.5kg in der Hand hält, sieht man das anders. Das hohe Gewicht kommt nicht von ungefährt, verbaut ist ein 10cm Subwoofer, nach oben gerichtet und satte 7 Hochtöner welche rund herum angeordnet sind. Verbaut ist auch der hauseigene A8 Chip, welcher damit Siri auf den HomePod bringt, dazu sind 6 Mikrofone verbaut um den Nutzer möglichst gut zu erfassen. Der HomePod kann wie der Apple TV als HomeKit Zentrale genutzt werden.

Apple HomePod Lieferumfang
Apple HomePod Lieferumfang

Lieferumfang

Der HomePod kommt ganz typisch Apple schön und fast edel verpackt an. Zum Inhalt gibt es aber wenig zu berichtet, in der Verpackung befindet sich der HomePod selbst, inklusive Netzkabel. Dieses ist Stoff-ummantelt und fest an den HomePod verbaut. Damit schliesst sich auch die Möglichkeit aus, das Netzkabel zu wechseln um einen Schweizer T12 Stecker zu verbauen. So ist man auf einen Reiseadapter angewiesen, in meinem Fall haben wir hier eine US-Version des HomePods.

Apple HomePod und das fix verbaute Netzkabel
Apple HomePod und das fix verbaute Netzkabel

Einrichtung

Ich hatte mich vorgängig nicht informiert, war daher erst gar nicht sicher wie gut und schnell sich ein importierter HomePod als Schweizer Apple Nutzer einbinden lässt. Ich liess mich also überraschen und zwar positiv. Grundsätzlich läuft es wie mit den AirPods, ein extrem vereinfachtes Verfahren. Kompatible Geräte sind iPhone, iPod Touch und iPads ab iOS 11.2.5 oder höher, Bluetooth und WLAN sollte dabei eingeschalten sein.

Man steckt den HomePod ein und wartet bis die Anzeige oben weiss pulsiert, danach hält man das iOS Geräte (entsperrt, ganz wichtig) daneben. Schon poppt der HomePod im Homescreen auf und kann konfiguriert werden.

Apple HomePod einrichten
Apple HomePod einrichten

Jetzt kann noch dem HomePod ein Ort zugewiesen werden, in meinem Fall habe ich ihn anfänglich mal im Büro aufgestellt. Diese Verbindung ist später bei der Wiedergabe als Ort ersichtlich und auch für HomeKit nötig. Zum Abschluss kann man noch entscheiden ob man den HomePod auch persönliche Daten wiedergeben lassen möchte, wie Nachrichten vorlesen, Erinnerungen etc. Das war es dann auch schon, Nutzungsbedingungen akzeptieren und Apple-ID bestätigen. Der HomePod ist ready und kann genutzt werden.

Siri aktiv auf dem Apple HomePod
Siri aktiv auf dem Apple HomePod

Apple HomePod im Test

Kommen wir also zum Test des Apple HomePod. Hier muss man vorgehend noch klären, der HomePod ist aktuell ein Smart Speaker, sprich hauptsächlich ein Audio Wiedergabegerät mit etwas Zusatzfunktionen wie Sprachsteuerung. Er ist (noch) nicht als ausgereifter Sprachassisten wie Amazon Alexa oder Google Home nutzbar, wo die Reise hingeht wird man aber noch sehen…

Ich komme gleich erstmal zum Sprachassistenten Siri, welchen ich in Englisch nutze. Der HomePod versteht dabei selbst bei lauter Umgebung und Musikwiedergabe den Nutzer sehr gut. Die 6 verbauten Mikrofone tragen hier wohl einiges bei, das wurde wirklich gut gelöst. Wer Siri schon genutzt hat muss sich nicht umstellen, einfach mit “Hey Siri, …” beginnen und die entsprechende Frage stellen oder den Befehl formulieren. Fragen nach dem Wetter werden problemlos und ausführlich beantwortet, vor allem aber habe ich die Sprachsteuerung zur Musikwiedergabe genutzt. Funktioniert tadellos, einzige Einschränkung ist hier die Bindung an Apple Music, etwas anderes gibt es als Quelle nicht.

Apple HomePod im Einsatz
Apple HomePod im Einsatz

Vom Sound her war ich wirklich überrascht. Die Abmessungen alleine lassen noch nicht viel vermuten, hat man aber den 2.5kg schweren HomePod in den Händen, merkt man das hier doch etwas Hardware verbaut wurde. So schafft es der eigentlich kleine HomePod problemlos mein Büro zu beschallen. Nun gut, das schaffen auch andere, also habe ich ihn gleich in das grosse Wohnzimmer gezügelt. Dort angeschlossen und wirklich gestaunt, der HomePod schafft es Klangvolumen in den ganzen Raum zu bringen. Was deutlich auffällt ist der dominante Bass, für mich gerade noch akzeptabel, viele mögen es basslastig. Aber auf jeden Fall ein sauberer und voluminöser Klang, der auch für einen grossen Raum ausreicht. Auch bei höheren Lautstärken übersteuert der HomePod nicht und bringt noch klare Höhen, hat mich wirklich überzeugt. Wünschen würde ich mir einen Equalizer mit Speicherfunktion, eventuell sogar nutzerbasiert, das wäre cool.

Apple HomePod

Fazit

Der Apple HomePod macht Spass und ist auch noch optisch ein kleiner Hingucker. Siri als Sprachassistenten nutze ich leider zu wenig aktiv, vor allem auch der Sprache geschuldet. Wäre Siri in Schweizerdeutsch verfügbar, würde ich hier sicher mehr darauf zurückgreifen. Der Sound aber macht Spass und der HomePod fungiert auch gleich als Apple HomeKit Zentrale nach aussen für das smarte Heim. Der Preis ist natürlich etwas happig, vor allem wenn man schon streamingfähige Lautsprecher wie z.B. Sonos sein Eigen nennt. Trotzdem, soundmässig kann der HomePod überzeugen, wird der Sprachassistent weiterhin ausgebaut, dürfte der HomePod noch attraktiver werden…

Den Apple HomePod gibt es bei Digitrends für 498.- CHF zu kaufen.

Hans
Autor

Im März 2010 habe ich Technikblog ins Leben gerufen. Seither blogge ich mehrmals wöchentlich über technische Themen die mich faszinieren und im Alltag begleiten, das beginnt bei Smartphones, Computer, Gadgets, technischen Spielereien bis hin zu HowTo-Anleitungen und Testberichten zu Smart Home Einrichtungen und Elektrofahrzeugen.

ommentare

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    Das Kabel lässt sich schon abstecken (siehe div. Youtube-Videos), nur bietet Apple keine passenden für uns Europäer an um die statt der US-Version zu nutzen.

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    Wie sieht es mit dem Datenschutz aus? Kann man die Mikrofone abschalten. Bin nicht so scharf auf Gratis Wanzen zuhause.

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    Mir erschließt sich der Sinn nicht so ganz wenn die Technik hinter der von Google und Co (noch) zurücksteht.

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    Na ein Hingucker finde ich Homepod nicht wirklich. Finde die Funktionen aber schon sehr Interessant. Würde es mir aber ich glaube nicht dass ich bereit wäre so einen hohen Preis für das zu zahlen

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