LG G6

Nach längerer Abstinenz wurde es bei mir wieder einmal Zeit, den aktuellen Android-Smartphones auf den Zahn zu fühlen. Den Anfang macht das LG G6, das hat mir schon rein optisch sehr gut gefallen und liegt auch noch gut in der Hand. Eine Besonderheit sind auch die beiden Kameras auf der Rückseite und die IP68 Schutzklasse gegen Wasser. Doch dazu später mehr, schauen wir uns erst einmal die Details an.

LG G6 Features

  • 18:9 FullVision Display mit QHD+ Auflösung (2880×1440 Pixel (QHD+), 564 ppi)
  • Dual-Kamera: 71° Standardwinkel- und 125° Weitwinkelkamera mit 13 Megapixel
  • 100° Weitwinkel-Selfie-Kamera mit 5 Megapixel
  • Qualcomm™ Snapdragon (MSM8996 Pro) Prozessor mit 2,35GHz Quad-Core
  • unterstützt Dolby Vision™ & HDR10
  • Wasser- & staubgeschützt gemäß IP68
  • Stoßbeständig gemäß Transit-Drop-Test (USA Military Test)
  • Software: Android 7.0 Nougat

Weitere Daten auf der offiziellen Website von LG.

LG G6 - On/Off Button mit Fingerabdrucksensor auf der Rückseite
LG G6 – On/Off Button mit Fingerabdrucksensor auf der Rückseite

Lieferumfang

Dem LG G6 liegt der übliche Lieferumfang bei, den man heutzutage bei einem Smartphone erwarten darf. So sind nebst dem Mobiltelefon ein USB-Netzadapter mit Fast-Charge, ein passende USB-C Kabel und Kopfhörer beigelegt. Beides in weiss gehalten, trotz des schwarzen Phones. Auch Mikrofasertuch für die Reinigung, der obligate Stift für den SIM-Kartenslot, sowie rudimentäre Anleitungen liegen ebenfalls dabei.

Das LG G6 verfügt über einen USB-C Anschluss zum Laden
Das LG G6 verfügt über einen USB-C Anschluss zum Laden

Verarbeitung & Haptik

Das G6 ist das erste Smartphone von LG das ich in meinen Händen halte, irgendwie hatte ich den Hersteller die letzten Jahre auch nicht so auf dem Schirm. Mit dem G6 zeigt sich aber, dass das ein Fehler meinerseits war, rein haptisch gesehen nämlich ein grossartiges Gerät. Ich bin nämlich kein Liebhaber von grossen Smartphones, das G6 ist nur etwas breiter als mein iPhone 7 und liegt auch dank den abgerundeten Ecken sehr gut in der Hand. Wegen des 18:9 Verhältnis des Bildschirms hat man aber trotz schmalem Design einen grossen Bildschirm, der durch abgerundete Kanten sehr sexy wirkt. Der mittige Knopf auf der Rückseite mit dem integrierten Fingerabdrucksensor ist anfangs gewöhnungsbedürftig, zeigt sich dann aber als tolle Position weil vorne einfach mehr Platz für Bildschirm bleibt.

Die Verarbeitung stimmt, das zeitlose Design ist schlicht und kommt in der Farbe “Astro Black” einfach schlicht und edel daher. So gefällt mir das, auch die Doppelkamera auf der Rückseite welche nicht hervorsteht, LG hat auf die Details geachtet und sie scheinbar auch umgesetzt. Hier definitiv was vom Besten, dass ich in den Händen hielt.

abgerundete Kanten am Display und liegt toll in der Hand - das LG G6.
abgerundete Kanten am Display und liegt toll in der Hand – das LG G6.

Display

Wie oben bereits erwähnt, sticht das Display wegen der abgerundeten Kanten hervor und auch wegen des 18:9 Bildverhältnis. Darauf finden die 2.880 x 1.440 Pixel Platz bei 5.7 Zoll Diagonale ergibt das eine Pixeldichte von 565 ppi. 18:9 entspricht einem Verhältnis von 2:1 und LG ist da etwas der Vorreiter, das Format dürfte aber durchaus anklang finden. Vor allem bei jenen Geräten die auf physische Tasten verzichten und Softkeys einsetzen, da bleibt danach noch viel Platz. Auch in Sachen Helligkeit lässt sich LG nicht lumpen, das Display lässt sich problemlos an der Sonne ablesen. Im Querformat machen vor allem Filme im Breitbildformat einfach Spass.

Tolles Display im 18:9 Format
Tolles Display im 18:9 Format

Kamera

Auf der Rückseite befinden sich zwei Kameras mit einem mittig angeordneten Blitz. Warum zwei Kameras? Ganz einfach, ihr könnt am Smartphone keine Objektive wechseln und digitaler Zoom ist unschön, so deckt das G6 einerseits den üblichen Bereich einer Smartphone-Kamera ab, hat aber auch eine Weitwinkel-Kamera verbaut. Weitwinkel-Kameras sind besonders für Landschaftsaufnahmen und Städtetrips praktisch, da etabliert sich das LG G6 also als idealer Reisebegleiter.  Ich habe anfangs einfach ein wenig drauflos geknipst und so gut wie alle Fotos sehen auf dem Display des G6 hervorragend aus. Satte Farben und hohe Schärfe, hier macht sicher die Software noch einiges wett und auch das kleine Display lässt Fotos super aussehen.

LG G6 Dual-Kamera auf der Rückseite
LG G6 Dual-Kamera auf der Rückseite

Dazu möchte ich auch gleich einie Beispielbilder zeigen. Wie immer lade ich einige Schnappschüsse in voller Auflösung auf flickr. Hier einmal zwei identische Perspektiven, einmal mit der Standard-Linse aufgenommen:

LG G6 Testaufnahme - Standard-Linse
LG G6 Testaufnahme – Standard-Linse

Nachfolgend noch dasselbe Sujet mit der Weitwinkel-Kamera.

LG G6 Testaufnahme - Weitwinkel-Linse
LG G6 Testaufnahme – Weitwinkel-Linse

Erstaunlicherweise sind auch die Aufnahmen bei Low-Light, hier im Büro bei künstlicher und gedimmter Beleuchtung, sehr aktzeptabel.

LG G6 Testaufnahme - Low-Light
LG G6 Testaufnahme – Low-Light

Nachfolgend habe ich noch mit dem Standardobjektiv veruscht mit der Tiefenschärfe zu spielen, das gelingt einigermassen, der Effekt ist nicht so dominiert und künstlich nachgerechnet wie bei der Kamera des iPhone 7 Plus.

LG G6 Testaufnahme - Tiefenunschärf
LG G6 Testaufnahme – Tiefenunschärfe

Im Einsatz

Während zwei Wochen hatte ich das LG G6 mehrheitlich im Einsatz und versucht als täglichen Begleiter zu nutzen. Was mir besonders auffiel, waren die ständigen Systemupdates. Das rechne ich LG hoch an, bei Android gibt es nichts schlimmeres als Hersteller, die ihre Updates für das Android-System rauszögern. Daumen hoch! Ebenfalls lobenswert ist die Anzahl an vorinstallierten Apps, die ist nämlich überschaubar und vor allem auf Google eigene und einige LG Apps reduziert, bereits sauber in Ordner vorsortiert.

Was die Performance betrifft habe ich keinerlei Probleme gehabt, ich bin aber auch mehr der Nutzer von Mail, Messengern, Social Media Apps und Videokonsum. Spiele so gut wie keine Spiele und habe daher noch schnell zwei Benchmarks laufen lassen. Bei Geekbench 4 erreicht das LG G6 im Single-Core 1781 und im Multi-Core 4203 Punkte.  Danach habe ich auch noch GFXBench laufen lassen, der etwas anspruchsvollere Benchmark und erreichte maximal 498 Frames. Damit liegt es im Bereich eines Galaxy S7 und Xperia Z4.

Was mir besonders gefällt ist USB-C, ich gehe gerne mit der Zeit und USB-C wird definitiv die Zukunft sein. Ich habe gerade drei aktuelle Android-Smartphones hier, alle setzen auf den praktischen Stecker und mit meinem Ladegerät im Bürotisch bin ich dafür auch bestens gewappnet. Der Akku besitzt 3200mAh und ist damit eher gross ausgelegt, passend dazu ist Quick-Charging für schnelles nachladen vorhanden. In meinem Fall nie nötig gewesen, ich komme damit locker durch den Tag mit 20-30% Restkapazität. Über Nacht hängt das Gerät dann bei mir sowieso an der Dose.

Nicht ausprobiert, aber vom Hersteller so versprochen, habe ich die IP68 Zertifizuerung, welche wasser- und staubresistentes Design bedeutet. Nichts das ich jetzt zwingend testen möchte, aber im Notfall froh darum wäre. Wer Spass an Smartphones im Wasser hat, wird auf Youtube sicher fündig. Einziges Manko was ich hier nach einiger Nutzungszeit anmerken möchte, die Rückseite im schönen schwarz ist leider sehr anfällig auf Fingerabdrücke.

LG G6 zeigt die wichtigsten Infos immer abgedunkelt an.
LG G6 zeigt die wichtigsten Infos immer abgedunkelt an.

Fazit

Das LG G6 ist ein solides Android-Smartphone mit modernem 18:9 Bildschirm und trotz grossen 5.7″ sehr gut in der Hand liegt. Die Dual-Kamera mag zu überzeugen, dank USB-C ist man für die Zukunft gerüstet und Fingerabrucksensor, sowie Home-Button auf die Rückseite zu verlegen hilft der klaren und tasterlosen Front. Wer also nicht zwingend das aktuellste High-Performance Smartphone haben muss, der dürfte mit dem LG G6 sehr glücklich werden, vor allem auch in Anbetracht des guten Preis-/Leistungsverhältnis.

Das LG G6 gibt es in drei Farben für 479.- CHF zu kaufen.  Das LG G6 gibt es in Deutschland bei Amazon ab 435.- €.

Autor

Im März 2010 habe ich Technikblog ins Leben gerufen. Seither blogge ich mehrmals wöchentlich über technische Themen die mich faszinieren und im Alltag begleiten, das beginnt bei Smartphones, Computer, Gadgets, technischen Spielereien bis hin zu HowTo-Anleitungen und Testberichten zu Smart Home Einrichtungen und Elektrofahrzeugen.

ommentare

  1. Schöner Bericht. Preislich auch auf gutem Niveau. Interessant wäre wenn du die DJI Go App auf den Android Smartphone mit Testen könntest. Die App läuft nicht auf allen Android Devices gleich gut. Jeweils ein 15-20 Minuten Flug mit dem Mavic und gucken was die App macht. Das wäre interessant…

    • Spannende Idee, bin bisher noch nie mit Android und DJI Fluggeräten geflogen. Spannender wäre für mich fast eher noch ein kleines Tablet, günstig, das einfach immer dabei wäre…

      • Verwende zum fliegen ein Huawei MediaPad M2. Da stürzt die GoApp (egal ob Version 4 oder die alte) manchmal plötzlich ab. Beim Mobile Huawei P8 hab ich diese Probleme nicht. Das MediaPad benutze ich nur fürs fliegen, hat also keine anderen Apps installiert im gegensatz zum Mobile Phone wo es einwandfrei läuft. Darum dachte ich, wär so ein zusätzlicher Test mit der App interessant… 🙂

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