Apple MacBook mit Lightroom 6

Ich habe ja seit längerem das Bedürfniss ein Universalgerät für Drucken und Scannen zu finden, welches auch direkt OCR verarbeiten kann und die Datei auf meinem NAS ablegt. Dazu habe ich hier mal aufgerufen, da kam einiges an Feedback zusammen – das Endresultat aber leider bleibt gleich: Entweder viel Geld in die Hände nehmen oder verschiedene Hardware und Software kombinieren. Wie dem auch sei, ich versuche erneut die “Macht der Community” hier anzuzapfen, diesmal geht es um den Foto-Workflow…

Foto-Workflow Kameras

Ich fotografiere gerne und mittlerweile auch ziemlich regelmässig. Das meistens mit meiner spiegellosen Vollformat Kamera von Sony, der A7II. Die Fotos zieh ich mir danach auf den Computer, beziehungsweise mein Lacie RAID, über Lightroom und arbeite dort mit thematisierten Katalogen. Der Blog hier zum Beispiel hat einen eigenen Katalog, Ferien jeweils auch und ansonsten jahresbasierte Fotografien. Die Strategie hat sich bisher als ziemlich übersichtlich und strukturiert erwiesen. Denselben Workflow verwende ich für Fotografien mit der kleinen Sony A6000 welche ich nach wie vor auch noch besitze und einer kleinen Kompaktkamera, welche meine bessere Hälfte meistens nutzt. Das Mergen von Bilder aller Kameras klappt mit Lightroom super, vorzugsweise passt der Zeitstempel (Achtung Zeitumstellung) und sonst kann das Lightroom ja ziemlich angenehm fixen.

Apple iPhone 6 Kamera

Foto-Workflow Smartphone

So weit so gut, mittlerweile sind aber Smartphone Kameras so gut, dass deren Fotos auch für gedruckte Fotoalben ausreichen. Hängt immer von einigen Faktoren ab, aber wir sind uns sicher einig, dass es schon eindrücklich ist was aus den kleinen Bildsensoren bereits herausgeholt wird. Dazu kommt der Faktor, dass das Smartphone halt ständig dabei ist – für Schnappschüsse also perfekt. Das hat aber auch zur Folge, dass ich mit dem Smartphone einiges an Fotos produziere, viele unnötige oder solche die nicht für meine Ablage bestimmt sind. Schnappschüsse für die Arbeit, kurz ein WLAN-Passwort irgendwo fotografieren, eine Notiz als Erinnerung und so weiter, ihr wisst was ich meine.

Die Frage die sich mir stellt, wie sieht euer Workflow mit den Bildern aus dem Smartphone aus? Automatischer Sync über iCloud, Dropbox und so weiter? Synchronisiert ihr alle Bilder? Zieht ihr die auf dieselben Lightroom Kataloge wie die Bilder aus der Kamera? Ich habe schon einiges ausprobiert, glücklich geworden bin ich noch mit keiner Lösung. Eventuell zu anspruchsvoll oder zu kompliziert?

Sony A7II

Fazit

Ich würde mich freuen wenn ihr einen für euch durchdachten und funktionierenden Workflow für eure Fotos aus verschiedenen Quellen, namentlich eben konventielle Kamera und Smartphone, habt und ihn in den Kommentaren teilen könntet. Klar, bei mir sammelt sich auf Grund von Testgeräten immer einiges an Zusatzmaterial, aber eine schöne Fotoablage mit klarer Struktur würde mir schon gefallen. Vielleicht schafft ja Monument (ich habe berichtet) Abhilfe, aber ich hätte gerne schon vorher eine gewisse Ordnung erstellt. Also, jetzt seit ihr dran… 😉

Autor

Im März 2010 habe ich Technikblog ins Leben gerufen. Seither blogge ich mehrmals wöchentlich über technische Themen die mich faszinieren und im Alltag begleiten, das beginnt bei Smartphones, Computer, Gadgets, technischen Spielereien bis hin zu HowTo-Anleitungen und Testberichten zu Smart Home Einrichtungen und Elektrofahrzeugen.

ommentare

  1. Ich hoffe für mich ja auch sehr stark, dass das Monument Gadget seinen Dienst auch so erledigt wie es es verspricht 🙂

  2. Ich habe zwei Workflows, welche sich aber nur vom Thema unterscheiden, welches ich fotografiere.

    Wenn ich Unihockey fotografiere:

    Mache ich mittels Photomechanic eine erste Auswahl meiner Bilder. Jedes Bild, welches ich zeigen möchte kriegt “Class 1”. Danach erhalten alle diese Bilder via so genanntem “Stationary Pad” die gleichen Exif Daten wie zB dieses Foto auf Flickr. Zusätzlich ergänze ich die Beschreibung mittels “Code Replacements” mit den Spielern/Spielerinnen auf dem Foto. Danach exportiere ich die Bilder auf den Desktop und lade sie von da in Lightroom. Die Bilder und die Datenbank liegen auf einer externen HD, da der Platz einer normalen SSD niemals reichen würde.

    Direkt beim Importieren wende ich die Presets der jeweiligen Halle an und gucke danach noch kurz über alle Bilder. Je nachdem justiere ich danach noch etwas nach. Danach exportiere ich erneut und schneide die Bilder noch in Photoshop zu.

    Bei privaten Fotos lasse ich den Part mit Photomechanic weg, vertagge aber alle meine Fotos und setze für Fotos, welche ich zeigen möchte ein Flag. So kann ich sie über den Filter auch später wieder finden. Je nachdem arbeite ich hier wieder mit Presets.

    • Spannend, wie handhabst du das mit Fotos vom Smartphone. Manuell auch reinziehen oder weglassen und separat behandeln?

      • Gar nicht. 😀 Ich mache sehr, sehr wenig Fotos mit meinem Handy. Ich habe meistens sowieso meine immer dabei Kamera, die Olympus dabei. Fotos auf dem Handy kommen mit der Zeit weg, weil ich sie – wenn überhaupt auf Instagram poste. Und jedes Mal wenn ich auf Instagram poste speichert mir IFTTT dieses Bild danach in meiner Dropbox.

  3. Hallo Hans,

    Gerne schreibe ich doch zum Thema Workflow zur Fotoverwaltung ein wenig was und bedanke mich gleichzeitig auch für die immer wieder tollen Artikel die du hier veröffentlichst!

    Mein Foto-Workflow hat sich in den letzten zwei drei Jahren immer mal wieder verändert und mittlerweile bin ich an einem Punkt der für mich so ganz gut stimmt. Verbesserungspotential wäre natürlich immer mal vorhanden, aber einiges braucht schlicht extrem viel Zeit dich nicht vorhanden ist.

    Basis meines Workflows ist Lightroom, ohne geht bei mir eigentlich nichts mehr. Ich fotografiere sehr viel und dies in verschiedenen Bereichen und mit verschiedenen Kameras. (aktuell Sony A7rII, A7II, RX100 II und III, A6000) Nachdem ich früher mit unzähligen Katalogen gearbeitet habe, hab ich mittlerweile nur noch drei, ein Hauptkatalog, einen Katalogen für externe Sachen plus einen Temporären Katalog. Den Import in den jeweiligen Katalog von der Speicherkarte bzw. Kamera mache ich direkt in Lightroom, wobei die Bilder gleich umbenennt werden damit die Reihenfolge auch bei mehreren Kameras auch ausserhalb von Lightroom nie ein Problem, zudem hilft es mir enorm ein Bild zu finden. Auch einige Stichworte werden bereits beim Import gesetzt. Innerhalb des Katalogs habe ich mein eigenes System, es gibt Hauptordner mit Jahresordnern und darunter je nach Kategorie einzelne Events oder Daten abgelegt.
    Der Temporäre Katalog wird ausschliesslich unterwegs verwendet, sprich in den Ferien oder wenn ich sonst wo schnell an den Bildern erste Sachen machen muss weil der Kunde sofort etwas von den Bildern haben möchte. Zuhause werden die Bilder aus dem Temporären Katalog in den Hauptkatalog importiert.

    Die Bilder die mit meinem iPhone gemacht wurden, landen via Fotostream auf meinem Hauptrechner in der Fotos App wo die meisten Bilder auch drin bleiben. Bei wichtigen Bildern z.B. Ferien, Events etc., markiere ich diese in Fotos und ziehe sie in den entsprechenden Ordner auf meiner Foto HDD, in Lightroom selber synchronisiere ich danach diesen Ordner und hab so auch diese Bilder genau dort wo ich sie haben möchte.

    Die Hauptablage für meine Bilder ist ein Lacie 2big mit 12 TB welches mit RAID 0 betrieben wird mit Thunderbolt 2 am Mac Pro hängt. Die Lightroom-Kataloge inkl. Vorschauen sind direkt auf der 512GB SSD vom Mac Pro. Backup aller Daten wird auf ein Lacie 5big erstellt in welchem 5 Platten mit Total 16TB separat angesprochen werden. Auf den einzelnen HDD’s sind dann auch einzelne Hauptordner und ihr Inhalt drauf. Das Backup erfolgt täglich via Carbon Copy Cloner. Dazu gibt es für jede Platte noch eine weitere teils zwei externe Kopien welche mindestens einmal pro Monat abgeglichen werden und nach Möglichkeit ausser Haus gelagert sind.

    Bin gespannt auf weitere Workflows und wünsche allen Fotografen immer schön gut Licht!

    Gruss Tino

  4. Vom iPhone per App “PhotoSync” auf den Rechner. Dann rein in den “normalen” Lightroom Workflow. Zusätzlich hier das Tag “iPhone”. Eigentlich ganz einfach 🙂

  5. Ich weiß nicht, ob ich es Workflow nennen kann, aber ich benutze immer noch die gute alte Ordnerstruktur. Jede Kamera hat Ihren eigenen Ordner. In diesen Ordner sind weitere Unterordner für jede Fototour, die mit einer 3-stelligen fortlaufenden Zahl beginnen. Anhand der Exifs finde ich ein Bild so recht schnell, wenn ich einfach schaue, wann es aufgenommen ist.

  6. Hallo Hans
    Danke vorneweg für die immer guten Berichte – weiter so 😉

    Mein Grundsatz; Alle Bilder die verwaltet werden sollen und eine längere Lebenszeit haben sind in Lightroom. Ich mache momentan alles mit einem Katalog. Es gibt ja Unmengen von pros/contras sowie Diskussionen ob ein oder mehrere Kataloge besser sind. Aufgrund meines Setups (Menge, Organisation, etc.) habe ich mich für einen einzigen Katalog entschieden, was für mich (momentan) passt.

    Mein Workflow ist wie folgt. Die Bilder die ich und meine Frau mit den drei Kameras machen, fliessen ganz “normal” direkt ab der SD-Karte mit dem Importer in Lightroom. Dabei werden sie – soweit es geht – direkt getaggt. Da es eher die Regel ist, dass die Bilder ab den Kameras einmal in der Woche (oder evtl. noch weniger) importiert werden, werden die Bilder nach dem Import getaggt. Dazu habe ich mir ein paar nützliche Sammlungen (die ganz schön mächtig sein können) angelegt.
    Die Bilder ab den Smartphones von mir und meiner Frau – sind wie bei Dir – nicht alle für in den Lightroomkatalog. Einige sind nur als “Notizen” oder “Kurzerinnerungen” gedacht und haben einen kurzen Lebenszyklus und kommen somit nicht in Lightroom.
    Damit gehe ich recht pragmatisch vor; ich importiere die Bilder in ein Transfer-Verzeichnis auf dem Rechner. Anschliessend importiere ich die Bilder in Lightroom, die dorthin gehören. Danach werden die restlichen Bilder auf ein Cloudstation-Verzeichnis geschoben, damit die entsprechende Person (ich oder meine Frau) die Bilder “ausmisten” und weiterverwenden können. Dies geschieht in der Regel 1-2x pro Monat.
    Das ist natürlich recht manuell, aber da ja eh jedes Bild beurteilt werden muss (steht ja nicht in den Metadaten), kommt man um die manuelle Arbeit aus meiner Sicht nicht drum herum.

    Bin gespannt, ob es noch andere Workflows gibt. Eine Optimierung ist natürlich immer angebracht.
    Gruss Urs

    • Salut Urs und Hands

      Ich bin kein Fotograf an sich, aber Bilder von den Smartphones landen bei mir per Synology Photo DS App direkt auf dem NAS, sobald ich zuhause im WLAN ankomme. Danach werden sie manuell verarbeitet. Da der Zielordner von der DS Photo App auf dem NAS auch gleich ein per Cloudstation synchronisierter Ordner ist, landet das Bild innerhalb von Sekunden auf meinem MAC oder dem Windowsnoti meiner Frau. Da es ja synchronisiert ist, räumt entweder sie oder ich auf und dann ist aufgeräumt 😉

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