SteadXP für SpiegelreflexkamerasManchmal liegen einfache Lösungen ganz Nahe, das haben sich wohl die Damen und Herren bei SteadXP gedacht als sie ihr Produkt erfunden haben. Ich habe ja hier schonmal die Hyperlapse App von Instagram vorgestellt, dort werden anhand der Beschleunigungssensoren im Smartphone die gemachten Hyperlapse Aufnahmen stabilisiert. Macht auch Sinn, alle benötigten Sensoren von der Kamera bis hin zu Beschleunigungs- und Gyrosensoren sind verbaut. SteadXP bietet nun genau das als Nachrüstlösung für Kameras auf Kickstarter an:

SteadXP: Nachträgliche Videostabilisierung

Natürlich ist ein gutes, aber teures Profi-Equipment für optische und mechanische Stabilisation besser, aber SteadXP versucht aus normalen Urlaubsaufnahmen oder Amateuervideos das beste herauszuholen. Dazu muss nur SteadXP auf der Kamera montiert werden.  Das kleine Addon für die Kamera verfügt über mehrere Beschleunigungssensoren und Gyroskope. Es soll sich auf nahezu jeder Kamera befestigen lassen – von kleinen GoPros bis hin zu digitalen Spiegelreflexkamera.

SteadXP für die GoPro
SteadXP für die GoPro

Während der Aufnahme werden die Daten der Sensoren geloggt, also alle Bewegungen und Erschütterungen. Diese Daten werden auf der internen MicroSD-Karte gespeichert. Im Postprocessing dann werden in der dazugehörigen Software die Videodaten mit den Datenlogs der Sensoren verbunden. Damit wird dann das Video stabilisert, das nachfolgende Video zeigt wie das im Vergleich so aussieht:

Crowdfunding

SteadXP wird finanziert und promotet über Kickstarter, wo man bereits nach einer Woche das Finanzierungsziel von 150.000 Euro übertreffen konnte. Interessenten können sich ein Gerät ab 170 Euro für die GoPro sichern. Für das Modell SteadXP+ für Kameras seit ihr mit 230 Euro dabei. Benötigt wird ein Stereo-Mikrofon-Eingang, einen Videoausgang (AV oder HDMI) sowie eine Befestigungsmöglichkeit für einen externen Blitz.

Der Lieferstart ist aktuell für kommenden März vorgesehen, die Erfahrung zeigt aber dass bei solchen Projekten Termine eher schwer einzuhalten sind. Finanzieren könnt ihr noch bis zum 10.Oktober.

Autor

Im März 2010 habe ich Technikblog ins Leben gerufen. Seither blogge ich mehrmals wöchentlich über technische Themen die mich faszinieren und im Alltag begleiten, das beginnt bei Smartphones, Computer, Gadgets, technischen Spielereien bis hin zu HowTo-Anleitungen und Testberichten zu Smart Home Einrichtungen und Elektrofahrzeugen.

ommentare

  1. Es ist wirklich faszinierend was die Leute so alles erfinden. Eine simple aber geniale Idee.

    Neuste Kameras wie z.B. die Olympus OM-D E-Mx Serie haben jedoch sehr gute physische Stabilisatoren integriert. Der grösste Nachteil bei der Post-Stabilisierung ist immer der Auflösungsverlust, denn für eine berechnete Stabilisierung muss immer was abgeschnitten werden. Trotzdem eine coole Sache z.B. für günstige Multikopter mit Kameras ohne Gimbal usw.

    • Da hast du absolut recht, wenn ich aber mit der GoPro in 4K Filme kann ich mit Postprocessing locker noch 1080p rausholen was heute doch nach wie vor Stand der Dinge sein sollte und für reine Youtube-Clips oder Privataufnahmen ausreichend sein sollte.
      Aber natürlich hast du recht, 5-Achsen Stabis wie in der Olympus oder auch der Sony Alpha-Serie sind genial!

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