Der Nuforce WDC200(oben) und DDA120(unten).Nuforce war mir schon bevor ich die Geräte erhalten hatte ein Begriff. Allerdings eher negativ, denn Nuforce Kopfhörerverstärker und DACs waren von NWAV-Guy ausführlich ausgemessen worden und dabei wurden sehr schlechte Messwerte erzielt, die auf eine schlechte Entwicklung zurückschliessen liessen. Seither hatte ich nie die Gelegenheit und machte mir auch nicht die Mühe einen Nuforce zu hören. Nuforce wurde nun von Optoma, die für ihre Heimkino-Beamer bekannt sind, übernommen und ich hatte die Chance zwei ihrer Geräte zu testen. Den Wireless DAC WDC200 und den DAC/Verstärker DDA120.

Nuforce WDC200

Der Nuforce WDC200 kommt sehr schlicht daher. Optisch finde ich das Gerät schon sehr ansprechend. An der Front finden wir ein Power-Button und ein Knopf der zwischen dem optischen Eingang und Wlan-Quelle wechselt. Gespiesen wird das Gerät von einem externen Netzteil. Der Lautstärkerregler ist nur bei der Verwendung des optischen Eingangs aktiv. Dieser zusätzliche Eingang ist ideal, denn man kann zusätzlich zu seiner digitalen Musikbibliothek auch noch seinen CD-Player oder Plattenspieler anschliessen. Der WDC200 kann per DLNA oder Airplay von Apple angesteuert werden, zu Beginn ist er allerdings im Direct Connection Mode. Das heisst der WDC200 erstellt sein eigenes Wlan, bei dem man sich dann mit dem jeweiligen Gerät einwählt und Musik abspielt. Das funktionierte alles einwandfrei, doch ich wollte den Nuforce selbstverständlich im bestehenden Wlan einrichten um Musik vom NAS abzuspielen. Das geht erstaunlich einfach, denn man muss lediglich wieder im WDC200 Netz sein, im Browser dessen IP(192.168.10.1) eingeben und dort im einfachen Menu das gewünschte Netzwerk anwählen. Wenn das Netzwerkpasswort auch korrekt eingegeben wurde, wars das schon. Ab sofort kann über Airplay oder DLNA Musik über den WDC200 abgespielt werden. Getestet habe ich mit lokaler Musik auf meinem Andriod Handy, mit Spotify auf einem Ipad mini und direkt vom Synology NAS. Alles lief einwandfrei. Im Nuforce arbeitet selbstverständlich ein 24Bit/192kHz DAC der auch einwandfrei seinen Dienst verrichtet.

Die Rückseite des Nuforce WDC200
Die Rückseite des Nuforce WDC200

Fazit

Überrascht am Nuforce WDC200 hat mich die einfache Handhabung und Unkompliziertheit. Das Design gefällt mir auch ausgesprochen gut. Der Preis mag zu Beginn etwas hoch erscheinen, wer allerdings einen anständigen Netzwerkplayer für weniger Geld sucht, wird feststellen, dass günstiger nur mit Selbstbau geht. Das einzige Manko, das ich finden konnte war, dass der Nuforce WDC200 und der DDA120, den ich als reinen Verstärker missbrauchte, nicht denselben Formfaktor haben. Schön wäre natürlich gewesen, wenn beide Geräte auch optisch zueinander passen würden. Abgesehen davon erhält man mit dem Nuforce WDC200 ein einfach zu bedienendes Airplay/Dlna-Gerät ohne Schnickschnack das tut was es soll. Der Nuforce WDC kann für 399Euro auf Amazon erworben werden.

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Autor

B.Sc. in Electrical Engineering an der FHNW in Brugg-Windisch 2013 abgeschlossen. Seither Entwicklungsingenieur. Kopfhörer Fanatiker seit 2011, eigenes Heimkino im Aufbau seit 2013 und Verstärker/Kopfhörerverstärker DIY-begeisterter.

ommentare

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    Existiert ein unabhängiger Test inklusive Messungen? Angesichts der ingenieurstechnischen Fehlleistungen in der Vergangenheit bei CD Playern, DACs und KHVs ist Skepsis angebracht.

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      Alex Reply

      Hi,

      Messungen und die Beurteilung der Messungen sind leider nicht trivial. Ich bezweifle, dass ‘normale’ Tester die Messinstrumente besitzen, geschweige denn die Messresultate korrekt interpretieren können. NWAVGuy war hier ein Spezialfall. Ich befürchte man wird keine unabhängigen Messungen finden. Dadurch dass aber Nuforce durch Optoma übernommen wurde, kann man aber hoffen, dass die Qualität/Qualitätssicherung zugenommen hat.

      Gruss
      Alex

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