Bowers & Wilkins Bluetooth-Lautsprecher T7

Kompakte Lautsprecher mit Bluetooth Anbindung hatte ich schon einige hier im Test. Bisher hatte ich jene eher als mobile Gerätschaften betrachtet, welche man ins Strandbad, in den Urlaub oder sonst wo hin mitnimmt. Anfänglich waren die Bluetooth Speaker auch sehr klein und teilweise auch sehr günstig zu haben. Bowers & Wilkins hat abgewartet bis bringt nun relativ spät den ersten hauseigenen Bluetooth-Lautsprecher, den B&W T7, auf den Markt.

Technische Daten

  • Highlights:  Bluetooth, Digitale Signalverarbeitung (DSP), High Quality Class D Verstärker, Wiederaufladbarer Lithium-Ionen-Akku
  • Chassis: 2 x 50 mm Breitband und 2 x Zusätzliche Bassstrahler (ABR)
  • Verstärkerleistung: 2 x 12 W
  • Eingänge: Auxiliar – analog (Stereo 3,5mm Stecker), Service – Nur Firmware Aktualisierungen (Mikro-USB)
  • Masse: Höhe 114 mm, Breite 210 mm, Tiefe 54 mm
  • Nettogewicht: 940 g
Der B&W T7 kann 18 Stand-Alone genutzt werden und wird über das mitgelieferte Netzteil geladen.
Der B&W T7 kann 18 Stand-Alone genutzt werden und wird über das mitgelieferte Netzteil geladen.

Haptik & Verarbeitung

Bowers & Wilkins weis wie man hochwertige Hardware herstellt, das zeigt auch der T7. Schon beim Auspacken fühlt sich der fast 1kg schwere Lautsprecher hochwertig an. Die gummierte Aussenfläche lässt sich gut greifen und gibt dem T7 perfekten Halt auf praktisch allen ebenen Flächen. Besonders hervorzuheben gilt es die Mikro-Matrix, so wird die Bienenwabenstruktur genannt, welche die Membranen bis zur Aussenfläche umgiebt. Sie sieht nicht nur optisch toll aus, sondern macht auch technisch Sinn. Sie dient dem T7 zur nötigen Stabilität und soll dadurch auch Vibrationen vermeiden, welche danach auf die Standfläche des T7 übertragen werden könnten.

Auf jeden Fall fühlt sich der T7 hochwertig verarbeitet an, da lässt sich wirklich nicht meckern und die Bedienung dürfte jedem der schonmal einen Bluetooth-Lautsprecher benutzt hat, einfach fallen. Die Bedienelemente sind von der Symbolik einfach zu deuten und man kommt mit dem T7 gut klar.  Wenn ich was zu bemängeln hätte, wäre es bis hier hin die gummierte Oberfläche. Die hat zwar haptisch ihre Vorteile, zieht aber Staub extrem an.

Klare Bedienelemente an der Oberseite des B&W T7.
Klare Bedienelemente an der Oberseite des B&W T7.

Nutzung & Sound

Ich möchte gleich mal besonders positiv den Gerätespeicher des T7 bemerken. Er kann sich nämlich bis zu 8 Bluetooth-Abspielgeräte speichern und so entfällt mühsames Pairing, auch beim wechseln zu einem anderen Device. Positiv zu erwähnen gibt es auch den den unterstützten apt-X-Audiocodec von B&W. Dieser neue Standard nutzt die Bandbreite von Bluetooth aus und schafft es so dass Audiosignale verlustfrei und ohne Verzögerungen übertragen werden. Klingt toll, jedoch ist das zum Beispiel mit bisher keinem iOS-Gerät möglich. Um es zu testen habe ich mein Galaxy Tab S verwendet, hat einwandfrei geklappt.

Akkuzustandsanzeige am B&W T7

In Sachen Klang habe ich mir vom B&W T7 einiges versprochen, vor allem da er preislich nicht gerade ein Schnäppchen darstellt. Ich musste aber klar feststellen, dass der T7 nicht in der Liga meiner bisherigen Bluetooth-Speaker auftritt. Diese waren zwar gemessen an Grösse und Preis nicht schlechte, der T7 aber kommt mit einem kraftvollen und deutlichen bass daher. Das erstaunt bei der Baugrösse und sobald die Lautstärke über 50-60% aufgedreht ist, entfaltet sich der T7 richtig. Bis dahin klingt er noch leicht matt, darüber aber zeigt er detailtreue und saubere Vocals.

Unterschiede in der Übertragung mit und ohne apt-x konnte ich nur im direkten Vergleich mit gleichen Songs erkennen, zugunsten von apt-x. Würde der T7 aber da alleine stehen, könnte ich nicht vom Hören her sagen dass hier die High-Quality Übertragungsart verwendet wurde. Das hängt zu stark vom Song und der Umgebung ab.

Rückseite des B&W T7

Akku & Sound-Tipp

B&W spricht beim T7 von 18 Stunden Laufzeit und den Wert kann ich bisher bestätigen. Während des ganzen Testzeitraums habe ich ihn bei regelmässiger und häufiger Nutzung bisher nur einmal geladen. Geladen wird übrigens über das mitgelieferte Netzteil und die Buchse an der Rückseite, nicht wir ich irrtümlicherweise erst angenommen hatte über die MicroUSB-Buchse. Der Akku selbst ist natürlich eine geniale Sache, ich kann den B&W T7 so auch mal auf der Terrasse oder auch in der Garage nutzen, dort wie ich einfach mal Sound haben möchte.

Für gute Soundwiedergabe empfehle ich übrigens unbedingt den T7 auf verschiedenen Unterlagen und Orten zu platzieren. So klingt er auf dem Tisch, Kommoder, Boden oder einem Glasgestellt jeweils leicht anders. Hier kann man einiges rausholen ohne grossen Aufwand!

Die durchsichtigen Bienenwaben sind sicher ein Highlight des B&W T7.
Die durchsichtigen Bienenwaben sind sicher ein Highlight des B&W T7.

Fazit

Zweifellos ein toller Lautsprecher mit einem speziellen Design und neustem Audiocodec für die Signalübertragung. Bowers & Wilkins setzt mit dem T7 sicher ein Ausrufezeichen was im Bereich Bluetooth-Speaker möglich ist. Muss man aber auch wenn man Multiroom-Lösungen wie Sonos den Rang ablaufen möchte. Warum ich hier mit Sonos vergleiche? Ganz einfach, der B&W T7 befindet sich preislich in dieser Region und muss sich daher zwangsläufig mit dieses Konkurrenz messen. Pluspunkte sind sich das Design, einfache Bedienung und Kopplung mit bis 8 Speicherplätzen und der Akku. Das ist ein grosser Pluspunkt der nicht zu vernachlässigen ist.

Der B&W T7 ist für 419.- CHF bei verschiedenen Händler erhältlich, wie zum Beispiel DataQuest.

Autor

Im März 2010 habe ich Technikblog ins Leben gerufen. Seither blogge ich mehrmals wöchentlich über technische Themen die mich faszinieren und im Alltag begleiten, das beginnt bei Smartphones, Computer, Gadgets, technischen Spielereien bis hin zu HowTo-Anleitungen und Testberichten zu Smart Home Einrichtungen und Elektrofahrzeugen.

ommentare

  1. Wie klingt der T7 im Unterschied zum Sonos Play 1 oder 3?

  2. Markus: Auch mir gefällt der Lautsprecher von Bowers & Wilkins optisch besser. Scheinbar ist der T7 auch klanglich besser als die Teile von Sonos.

  3. Helen Minder Reply

    Sieht aus wie aus dem letzten Jahrhundert!!! Helen Minder

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