28. Februar 2014
2 Minuten zu lesen

Samsung Gear 2 & Gear Fit: Warum kein iOS und Android-Support?

Samsung Gear FitAnfang der Woche habe ich von Samsungs Event an der MWC in Barcelona berichtet, dort wurden nebst dem neuen Smartphone Galaxy S5 auch drei weitere interessante Geräte vorgestellt. Einerseits die beiden Smartwatches Gear 2 und Gear 2 Neo, andererseits das Fitnesstracking-Armband Gear Fit. Die beiden Smartwatches entsprechen nicht gerade dem was ich mir als Smartwatch wünsche, aber das Gear Fit würde mich durchaus reizen. Leider aber bringen alle drei Gear Devices ein riesiges Manko mit sich: Sie sind NUR mit Samsung Galaxy Geräten kompatibel!

So stellt sich Samsung die Gear Devices vor - nur mit einem Galaxy Smartphone gekoppelt - Foto (c)slashgear.com

So stellt sich Samsung die Gear Devices vor – nur mit einem Galaxy Smartphone gekoppelt – Foto (c)slashgear.com

Die erste Samsung Gear Smartwatch ist am Markt gefloppt, die beiden Nachfolgermodelle sollen das sicher anders machen. Da frage ich mich aber, wieso man die Gears nur mit Galaxy-Geräten koppeln kann. Klar, Samsung will auch die Smartphones verkaufen, aber etwas offener hätte kaum geschadet. Minimal die Kompatibilität mit Android-Smartphones habe ich erwartet, iOS wäre definitiv auch nicht falsch gewesen und hätte man noch Windows Phone unterstützt hätte jedermann in den Genuss einer Gear kommen können. So beschränkt man die Käuferschaft nur noch künstlich weiter ein.
Technologisch dürfte es kaum ein Problem sein, schlussendlich sind die Gear 2 , Gear 2 Neo und Gear Fit smarte Geräte welche mittels Bluetooth zum Smartphone gekoppelt werden. Also eine passende App hätte es noch gebraucht und das Ding würde funktionieren. Einige Hacker haben auch die erste Gera unter «Nicht-Galaxy-Android-Smartphones» zum funktionieren gekriegt, das ist aber wohl kaum jedermanns Sache.

Scheinbar will Samsung hier eine exklusive Galaxy-Käuferschaft für seine Smartwatches und das Gear Fit generieren. Vor allem beim Gear Fit sähe ich grosse Chance auf Erfolg, das gekrümmte Display kommt edel daher und hebt sich so deutlich von anderen Aktivitätstrackern ab – als Mischung zwischen Aktivitätstracker und Smartwatch wäre sicher ein grosser Kundenstamm möglich – wenn denn die Galaxy-Einschränkung nicht wäre.

Fazit

Ich glaube das Interessenten an den Gear Smartwatches oder dem Gear Fit gerne bereit wären 200 bis 300.- CHF zu bezahlen um in den Genuss neuer Hardware zu kommen – wenn dazu aber noch der Preis eines neuen Galaxy-Smartphones kommt sehe ich aber schwarz. Schade dass sich Samsung hier selbst einschränkt…

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3 Comments

  1. zackwinter

    Gegen diese Politik, die SmartGears nur in Kombination mit Samsung Smartphones kompatibel zu machen, ist nichts einzuwenden. Genauso wie andere Hersteller, versucht sich Samsung Alleinstellungsmerkmale zu sichern. Das bedeutet: Wenn ein Kunde ich Samsung Galaxy hat, dann wäre dieses auch mit der Gear kompatibel. Wohlwissend, dass man sich zu jeden späteren Zeitpunkt eine Gear dazu kaufen kann – also ein zusätzlicher Kaufanreiz.

    Apple macht das 100&ig bei ihrer Smartwatch (VÖ 2020 ;-)) auch so. Ich glaube kaum, dass sie die Smartwatch für Android- und Windows-Systeme kompatibel machen würden wollen. Erst Recht nicht, weil das iOS so und so ein geschlossenes BS ist.

  2. Andy

    Ich denke auch, dass Samsung sich diese Strategie sehr gut überlegt hat und die Vorteile für den eigenen Konzern stark überwiegen. Jedoch ist es wirklich sehr schade, dass wir als Endverbraucher immer darunter zu leiden haben und uns für ein System entscheiden müssen.

  3. Luca

    Ich finde es ein Superteil. Doch kürzlich habe ich ein Konzeptvideo einer Apple iWatch angeschaut. Dort ist der Inhalt des Displays quer zum Armband angeordnet, beim Gear Fit längs zum Armband. Wenn ich das simuliere strecke ich den Ellbogen nach aussen lege meinen Kopf auf die Seite um das ganze abzulesen und zu bedienen.Nicht wirklich ergonomisch. Aber wahrscheinlich funktioniert das in der Praxis viel besser als ich annehme.
    Sowieso, hier spielt das »Eco-System» eine wichtige Rolle. Bedeutet für mich ich wartet das smarte Band von Apple ab. Und falls Apple sowas nicht vor hat hoffe ich, dass das Force von Fitbit bald wieder auf den Markt kommt ohne das einem die Hand abfault 😉

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