Moneyhouse am Pranger

Gestern Abend gab es einen sehr interessanten Bericht im Kassensturz von SRF zu Moneyhouse, der Datenquelle für Firmen und Personen im Internet. Dabei geht es darum welche Daten von Moneyhouse zu Firmen und Privatpersonen veröffentlicht werden, das fängt an bei gesperrten Adressen – was verboten wäre – und geht bis hin zu detailreicheren Daten wie: Adresse, welche auch beinhaltet wo genau jemand wohnt (welche Wohnung), wer im gleichen Haushalt lebt und wer die Nachbarn sind, Geburtsdatum, Beruf, frühere Wohnorte und teils sogar Baupreise der Liegenschaft können abgerufen werden. Hintergrundinformationen sollen zu acht Millionen Menschen in der Schweiz vorliegen und das alles ist über ein Premium-Abo für 8.- CHF/Monat verfügbar, doch schaut am besten selbst rein:

Fazit

Ich bin immer mal wieder auf Moneyhouse gestossen, habe mir aber nie eine Premium-Mitgliedschaft gegönnt und war mir der vorhandenen Datenmenge nicht bewusst die dort angesammelt wird. Erschreckend klingt für mich die Aussage des  Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten: “Mit der bestehenden Gesetzgebung kann man nicht durchsetzen, dass es immer eine Einwilligung braucht, bevor Moneyhouse die Daten publizieren darf.”

Wie seht ihr das? Werdet ihr bei Moneyhouse eure Daten anfordern oder findet ihr die Datenbank wenig bedenklich? Eure Meinung interessiert mich…

Autor

Im März 2010 habe ich Technikblog ins Leben gerufen. Seither blogge ich mehrmals wöchentlich über technische Themen die mich faszinieren und im Alltag begleiten, das beginnt bei Smartphones, Computer, Gadgets, technischen Spielereien bis hin zu HowTo-Anleitungen und Testberichten zu Smart Home Einrichtungen und Elektrofahrzeugen.

ommentare

  1. Wenn man nach Personen oder Firmen sucht, landet man früher oder später immer bei Moneyhouse. Das sie so detailierte Informationen haben wusste ich nicht, da auch ich den Premium Account nicht habe. Es ist aber beänstigend, wie die persönliche Informationen gesammelt, bereinigt und verkauft werden. Ich war mir diesen Ausmass nicht bewusst.

    • schlussendlich bedarf es noch ein wenig programmiertechnischer fähigkeit und man kriegt womöglich noch mehr informationen aus dem system raus. aber eigentlich logisch, es funktioniert ja gleich, wie zB facebook. nur eben auf ‘geschäftlicher’ ebene, welche aber nicht weniger informationen speichert. eher noch mehr, und sehr heikle daten… zum glück bin ich ‘noch’ nicht eingetragen… 😉

  2. Pierre Bosquet Reply

    In der Schweiz kann es auch passieren, dass man als bevormundet und als erhöhtes Risiko abgespeichert wird. Ich spreche aus meiner ganz persönlichen Erfahrung. Unschuldig. Irrtümlich. Weil Sunrise ein Chaos in ihrer Rechnungsabteilung hat oder hatte. Damit kann man nur noch Bestellungen gegen Voruaszahlung machen. Kann sich nicht mehr selbstständig machen. Und man weiss vorerst NICHT, warum das Leben plötzlich soe schwierig wird.

    Und: es ist die Meinung in der Politik, dass dies kein Problem darstellt für die Bevölkerung, wenn irrtümliche Daten über eine Privatperson gespeichert werden! Begründung: es kann ja jeder seinen persönlichen Datensatz (gemäss DSG Art. 8) einfordern und bei Bedarf korrigieren lassen.

    Es gibt allerdings knapp 2 Dutzend private, nicht gesetzlich geregelte Datenbanken in der Schweiz. Eine offizielle Übersicht mit den entsprechenden Amschriften existiert nicht. Das ist eine RIESEN Herausforderung!

    Good night and good luck! Denn etwas 30% der Datenbanken antworteten gar nicht auf mein Auszugsbegehren. Da darf man dann den nächsten juristischen Schritt einleiten. Und wenn es darum geht Daten löschen zu lassen, dann werden die Wiederstände noch grösser. Da beginnt dann die Zermürbungstaktik der Datenbank! Weil für die Datenbank sind negative Daten teurer zu verkaufen als neutrale Daten. Völlig egal, ob die Daten verleumdend sind, oder nicht.

    Dieses Thema hat mich dazu gebracht ein Buch zu schreiben und blogs zu posten: albtraum-sunrise.com

    Dort ist auch mein blog zu finden: “Gefangen im Netz der Datenbanken” analog eines saldo Artikels.

    Viel Spass beim Lesen, beim Barte des Propheten!

    • Albtraum Sunrise – das kann ich bestätigen! Wurde zu Unrecht betrieben und konnte noch nicht einmal Rechtsvorschlag erheben – da ich bereits abgemeldet im Ausland weilte… Schöne Überraschung, wenn du dann zurück kommst 😉

  3. Was ich ziemlich schlimm finde, ist dass viele Daten von der Post kommen. Wer beim Nachsende-Auftrag die günstigere Variante wählt wird die Adressänderung an Datenhändler weitergeleitet!

  4. Ich hab alles löschen lassen, kann ja nicht sein, dass man sich extra in kein Telefonbuch eintragen lässt und dann so “geoutet” wird.

  5. Thomas Peter Reply

    Interessant: über Moneyhouse findet man bei Moneyhouse keine Informationen. Und: verlangt man die Löschung, zicken sie rum, wie kleine Kinder.

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