Testbericht - Dell S2340T Touchscreen MonitorAnfang diesen Jahres habe ich den Touchscreen Monitor Dell S2340T kurz vorgestellt und nun bekam ich auch die Möglichkeit das Gerät zu testen. Hochwertige Touchscreens kenne ich von Tablets und Smartphones und bisher nicht von grossen Bildschirmen, in diesem Fall sind es gar 23″. Also wollte ich mal wissen wie es sich damit arbeiten lässt und was der Bildschirm sonst so taugt.

Technische Daten

  • Bildschirmdiagonale: 58,42 cm (23″)
  • Auflösung: Full HD, 1.920 × 1.080 bei 60 Hz
  • Seitenverhältnis: 16:9
  • Helligkeit: 270 cd/m2
  • Maximaler Betrachtungswinkel: 178° vertikal/178° horizontal
  • Standardreaktionszeit: 8 ms mit Overdrive (Grau zu Grau)
  • Anschlüsse: DisplayPort, HDMI, USB 3.0, Gigabit-Ethernet, Kopfhörer und Mikrofon
  • Integrierte Lautsprecher: 2 x 5 W
Dell S2340T geneigt lässt sich besser mit Touch Arbeiten
Dell S2340T geneigt lässt sich besser mit Touch Arbeiten

Verarbeitung & Anschlüsse

Nach dem Auspacken liegt der Bildschirm flach auf dem Standfuss, danach einfach den Schirm hochziehen. Das klappt ganz gut, die Mechanik ist passend auf das Bildschirmgewicht ausgelegt. Es empfiehlt sich aber den Screen mit zwei Händen neu zu positionieren, geht deutlich einfacher. Neigt man den Bildschirm einhändig neigt der Standfuss dazu sich mitzubewegen. Die Front sieht durch eine durchgezogene Glasplatte sehr edel aus, erinnert an die Apple Bildschirme. Der Rest ist mehr oder weniger komplett mit schwarzem Klavierlack auf Kunststoff ausgerüstet und macht ebenfalls einen guten Eindruck. Leider lässt sich darauf Staub sehr schnell nieder und er ist gut erkennbar. In Sachen Verarbeitung kann ich hier Dell nichts vorwerfen, mein Exemplar kam tiptop daher!

Dell S2340T Standfuss mit Neigefunktion und vielen Anschluessen
Dell S2340T Standfuss mit Neigefunktion und vielen Anschluessen

Was die Anschlüsse betrifft, gefällt mir die Philosophie von Dell: Alles in den Standfuss. Der Bildschirm hat auf der rechten Seite noch Bedienelemente und alles andere steckt im Standfuss, gut platziert. So sind rechts zwei USB-3.0-Schnittstellenzu finden und links je ein Kopfhörer-Ausgang und ein Mikrofon-Eingang. Zudem sind da auch Stereo-Lautsprecher verbaut. Auf der Rückseite befindet sich der Netzteil-Anschluss, HDMI-, DisplayPort und ein Ethernet-Port, sowie zwei weitere USB-3.0-Anschlüsse. Im oberen Bildschirmrand ist übrigens noch eine Webcam eingebaut. Alles in allem, sehr gut und sauber gemacht. Wenn man hier etwas meckern müsste, ich habe lieber 230V-Anschlüsse am Monitor, so kann ich mir ein weiteres Netzteil unter dem Tisch sparen.

Dell S2340T Anschlussvielfalt im Standfuss
Dell S2340T Anschlussvielfalt im Standfuss

Inbetriebnahme

Die ist eigentlich kaum nötig, Plug & Play! Aber von vorne. Ich habe als Windows 8 Gerät ein Dell XPS 12 Ultrabook verwendet, dessen Review natürlich noch folgt. Das besagte Gerät hat keinen HDMI Anschluss, sondern einen mini DisplayPort, für welchen ich aber noch ein Kabel rumliegen hatte. Für die Multitouch Funktionalität und die Hub-Funktion des Standfusses muss man das USB-Kabelt (mitgeliefert) verbinden und schon klappt es. Keine Einrichtung oder Kalibrierung, der Monitor war sofort funktionsfähig und übernahm die Touch-Bedienung von Windows 8 problemlos. Natürlich macht vor allem die Bedienung der Live-Kacheln und angepassten Anwendungen am Meisten Spass, die Eingaben klappen problemlos und die Reaktionszeit ist unmerklich klein. Schon genial einen Touchscreen in der Grösse zu Nutzen.

Dell XPS 12 zusammen mit dem S2340T Multitouch Monitor
Dell XPS 12 zusammen mit dem S2340T Multitouch Monitor

Natürlich konnte ich es nicht lassen den Dell S2340T auch an meinem MacBook Air auszuprobieren. Der Monitor wird gleich erkannt und kann als Bildschirm benutzt werden. Eine Touchscreen Funktionalität wird von OS X nicht unterstützt, daher bleibt der Bildschirm bei Berührungen ruhig.

Dell S2340T im Einsatz

Um den S2340T jemandem zu präsentieren oder um Touch-Funktionalitäten zu testen habe ich den Monitor oft in geneigter Position gehabt und Windows 8 mit dem Finger bedient. Sobald ich aber darauf arbeitete, zum Beispiel um diesen Artikel zu schreiben, habe ich ihn in der gewohnten Bildschirmposition verharren lassen und ihn mit Tastatur und Maus bedient. Sitzt man an einem Fenster sieht man dank Sonneneinstrahlung oft die Fingerabdrücke auf dem Bildschirm, daher muss man für das Gerät fast ein Mikrofastertuch bereithalten.

Wenn man nur auf die Bildschirmqualitäten eingehen will, steht der Dell S2340T mit seinem IPS-Panel und der Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten nicht schlecht da. Das Display ist zwar verspiegelt, dank hoher Leuchtkraft aber ist davon im Betrieb wenig zu merken. Bei starker Sonneneinstrahlung oder konzentrierten Lichtquellen fängt es je nach Einstrahlwinkel störend an zu wirken, vor allem Fingerabdrücke, daher empfehle ich den Schirm nach Touch-Einsatzen immer kurz abzuwischen. Ganz spannend fand ich aber den hohen Betrachtungswinkel, so ist auch mit seitlichem Blick auf den Bildschirm noch fast alles gut und farbecht zu erkennen!

Dell S2340T kann mit dem Finger bedient werdenWie ich es von anderen Dell Bildschirmen her kenne, können mit den seitlichen Tasten rechts weitere Konfigurationen, sogenannte “Presets”, geladen werden. Ich war immer mit der Standardeinstellung am glücklichsten und bei meinem damaligen 27 Zöller von Dell habe ich ihn am Mac sowieso gleich neu selbst konfiguriert. Aber hier muss jeder selbst wissen was ihm gefällt!

Fazit

Der Dell S2340T Bildschirm ist ein Multitalent, er erweitert einen hervorragenden 23″ Bildschirm mit FullHD-Auflösung um die Multitouch-Fähigkeit und schafft eine “neue” Bedienungsart. Bisher war die Touch-Bedienung kleineren und vor allem mobilen Geräten “vorbehalten”. Die Frage nach dem Anwendungszweck stellt sicher hier natürlich sofort. Ich sehe den Bildschirm eher an Messen, Ausstellungen, bei Informationstischen in Firmen oder in Meetingräumen. Zu Hause war der gewohnte Griff zur Maus und Tastatur einfacher und die Möglichkeiten mit Touch in Windows 8 nicht umfangreich genug.

Dell S2340T als Touchbedienelement für Windows 8

Schlussendlich muss jeder selbst wisse ob er einen Touchscreen im Grossformat braucht oder nicht. Ich kann auf jeden Fall sagen dass der  Dell S2340T hält was er verspricht. Er liefert ein tolles und gutes Bild und kann mit den Fingern bedient werden, dabei übernimmt der Standfuss sogar noch eine Dockingfunktion. Mit USB 3.0 werden Ethernet, Webcam, Audio und USB weitergereicht, das erleichtert den Kabelsalat. Wer also einen Einsatzzweck für den Bildschirm sieht, der kann mit ruhigem gewissen zuschlagen.

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Autor

Im März 2010 habe ich Technikblog ins Leben gerufen. Seither blogge ich mehrmals wöchentlich über technische Themen die mich faszinieren und im Alltag begleiten, das beginnt bei Smartphones, Computer, Gadgets, technischen Spielereien bis hin zu HowTo-Anleitungen und Testberichten zu Smart Home Einrichtungen und Elektrofahrzeugen.

ommentar

  1. Hallo Hans!
    Ich habe eben den Testbericht gelesen, großes Lob an dieser Stelle erst einmal. Jedoch habe ich leider keinen (funktionierenden) Kauflink gefunden, der eventuell weitergehende Informationen bietet. Eine Frage habe ich noch:
    Da der Testbericht nun ein gutes Jahr alt ist, frage ich mich, ob es noch gut ist, sich solch ein Monitor anzuschaffen, oder ob ich lieber einen neueren Monitor erwerben sollte?

    Liebe Grüße,
    Dirk

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