Popbox V8 TestberichtBereits zig Media Center Testberichte kühren diesen Blog und mit dem Bericht zum PopBox V8 kommt ein weiterer hinzu. Ich bin immer wieder auf der Suche nach dem idealen Zuspieler für den heimischen TV, der vor keinem Format oder Codec halt macht, eine nette Oberfläche bietet und auch selbst nicht schlecht aussieht. Also, hier mein ausführliches Review zu der kleinen und handlichen Popbox V8:

Das Gerät und Spezifikationen

Die PopBox V8 hat ihre Hardware hinter einer schmucken Metallhülle abgelegt, diese lässt durch eine gebogene Form und keine parallelen Formen die Box modern aussehen. Mir gefallen solche Designs, irgendwie mordern und trotzdem schlicht und bei der Verwendung von Aluminium Gehäusen bin ich sowieso immer hin und weg.
Vorderseitig ist nur eine USB-Buchse vorhanden, sowie ein IR-Empfänger und eine Status LED, auch hier ist schlichtes Auftreten Programm. Rückseitig findet ihr nebst dem Netzteil-Eingang einen optischen Audio Ausgang, Ethernet-Buchse, HDMI einen USB Anschluss, sowie einen AV-Out und Komponentenausgang. Mitgeliefert wird ein passendes Kabel für die AV-Buchse, Komponentenausgang und sogar ein HDMI-Kabel. Bei einem Preis von 169.- CHF (145.- Euro bei Amazon) ist das nicht selbstverständlich und ganz praktisch.
Popbox V8 - Rückseite und Anschlüsse
Popbox V8 – Rückseite und Anschlüsse

Einrichtung

Nach dem Einschalten kommt sofort die Meldung dass eine neue Firmware zum Download bereit steht. Also gleich mal schnell aktualisieren wenn man schon daran erinnert wird. Danach habe ich unter Setup die Sprache auf Deutsch eingestellt und den Einstellungsassistenten gestartet um Netzwerk, Sprache, Zeit und weitere Einstellungen zu betätigen. Jetzt kann man sich seine Netzwerkordner einbinden lassen oder die USB Festplatte anschliessen. Dabei fällt mir aber auf das die Box eher träge zu bedienen ist. Am schlimmsten wirkt sich das bei Netzwerkfreigaben mit vielen Ordnern/Files aus, hier sind Konkurrenzprodukte deutlich besser.

Die Fernbedienung lässt das System aber gut bedienen, ist relativ intuitiv, ich finde es immer ungewohnt wenn bei Cursor-Anordnungen der zurück-Button oben links ist, gehört für mich immer nach unten rechts.. Schade ist an der Remote dass eine Tastatur fehlt, eine direkte Eingabe von Text ist also nur über eine USB Tastatur möglich. Stört aber nicht weiter!

Medien-Informationen aus dem Netz

Filminformationen aus dem Netz können einfach abgerufen werden. Dazu auf das Videofile zappen und dort mit der Info-Taste auf der Fernbedienung die Daten holen. Dabei wird der Film schön mit einem FullHD-Wallpaper und Cover abgebildet. Mit einem Knopfdruck kann man die Daten auch gleich runterladen. Was hier aber stört, das funktioniert auschliesslich über die Filmdatei. Hat man die Filme in separaten Ordner gibt es somit keine schöne Übersicht oder ein eine Art Filmdatenbank – Schade!

Wiedergabe-Test

Auch bei dieser MediaPlayer Box werden die gängigsten Formate problemlos unterstützt. Die PopBox V8 kommt mit allen getesteten Formaten und Codecs klar,  wie ihr der folgenden Liste entnehmen könnt:

Container Codec Zeilen WD TV Live
mkv H.264 720 flüssige Wiedergabe
mkv H.264 1080 flüssige Wiedergabe
mov H.264 720 flüssige Wiedergabe
mov H.264 1080 flüssige Wiedergabe
ts MPEG-1/2 1080 flüssige Wiedergabe
m2ts MPEG-1/2 1080 flüssige Wiedergabe
avi MPEG-4 1080 flüssige Wiedergabe
DVD MPEG-1/2 576 flüssige Wiedergabe mit DVD Menü Erkennung

Die Oberfläche

Schlicht und einfach – so würde ich die Oberfläche in zwei Worten beschreiben, eigentlich passend zum Design der Box. Im Menü sind nur die wichtigsten Punkte aufgelistet, dass beim Start immer der Apps Markt als erstes erscheint ist für mich unlogisch, aber ich kann damit leben. Das Menü ist intuitiv aufgebaut, man findet auf Anhieb alles. Ist man in Ordnern oder Einstellungen kann man durch links und rechts Klicks Zusatzmenüs aufrufen, sofern vorhanden. Passt hier alles, mir gefällts! Was leider nicht klappte sind Wettervorhersagen für Zürich abzuholen, warum auch immer…

PopBox V8 Menü
PopBox V8 Menü

Fazit

Die PopBox V8 hat sich in diesem Test ganz ordentlich geschlagen. Sie spielt alle meine getesteten Formate und Codecs ab, hat diverse Webservices im Apps Market an Board, spielt problemlos übers Netzwerk Medien ab, insofern ein gutes Resultat. Aber nichts was andere auch können, dafür legt die PopBox V8 aber noch passende Kabel bei und das zu einem tiefen Preis. Enttäuschend für mich ist die Meta-Daten-Integration, die Box kann diese zwar auf Knopfdruck abrufen und speichern, aber die eigenen Filme können nicht direkt und sauber mit Covers durchgezappt werden. Leider ist die Ablagestruktur mit einem Ordner pro Film hier zusätzlich ein Hinderniss. Wen das aber nicht stört, der bekommt ein kleines, schickes und lautloses Media Center zu einem Preis von 169.- CHF (145.- Euro bei Amazon) das einfach funktioniert.

Autor

Im März 2010 habe ich Technikblog ins Leben gerufen. Seither blogge ich mehrmals wöchentlich über technische Themen die mich faszinieren und im Alltag begleiten, das beginnt bei Smartphones, Computer, Gadgets, technischen Spielereien bis hin zu HowTo-Anleitungen und Testberichten zu Smart Home Einrichtungen und Elektrofahrzeugen.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.