Ich wollte meine Drobo nicht nur als externen Datenspeicher nutzen, sondern auch gleich als Backup-Laufwerk für Time Machine. Da ich auf meiner Drobo nur eine 16TB grosse Partition eingerichtet habe, möchte ich eine Backup-Datei anlegen mit einer Maximalgrösse die dann von Time Machine als Backup-Volume genutzt wird. Falls die festgelegte maximale Grösse erreicht wird, löscht TimeMachine die ältesten Backups. Ich habe einige Tipps zum Vorgehen erhalten und etwas gegoogelt, doch die Vorgehensweisen unterscheiden sich teilweise voneinander. Mit folgenden Schritten hat es bei mir geklappt, bei Fragen zuerst noch die Hinweise weiter unten durchlesen.

Vorgehen:

  1. Computername herausfinden wenn man diesen nicht weis. Dazu das Terminal starten und auf der untersten Zeile vor der Eingabe ist dieser zu finden: computername:~ username$
  2. MAC-Adresse herausfinden. Die MAC-Adresse von en0 ist dabei gemeint. Im Terminal ‘ifconfig en0’ eintippen, die MAC-Adresse erscheint dann unter ‘ether’. Sie wird getrennt durch  Doppelpunkte dargestellt.
  3. Nun muss man ein SparseImage anlegen. Dazu folgende Befehlszeile verwenden:
    hdiutil create -size groesseg -fs HFS+J -volname “Time Machine Backup” /Volumes/Droboname/computername_MACadresse.sparsebundle
    Groesse steht dabei für die maximale Grösse des Images, Time Machine Backup ist der Volumenname und Droboname entspricht dem Name der Drobo.
  4. Beispiel: Folgende Zeile generiert ein SparseImage der Grösse 1TB, auf der Drobo01 mit dem zu sichernden MacBookPro mit einer Zufalls-MAC-Adresse:
    hdiutil create -size 1024g -fs HFS+J -volname “Time Machine Backup MBPro” /Volumes/Drobo01/MacBookPro_49aad0g42746.sparsebundle
  5. Die Ausführung des Befehls dauert etwas, danach kann man in der Time Machine als Backup-Volumen die Drobo auswählen. Hat man alles richtig gemacht, sichert Time Machine das nächste Backup dann in das Sparsebundle.

Wichtige Hinweise:

  • Scheinbar MUSS da Sparseimage im Rootverzeichnis der Drobo liegen und nicht in Unterordnern, das soll zu Problemen führen. Ausprobiert habe ich diesen Effekt aber nicht.
  • Sollte die MAC-Adresse oder der Computernamen falsch sein, wird das Backup in einen Ordner gespeichert der von TimeMachine generiert wird, dann einfach Backup abbrechen und nochmals versuchen.
  • Wer die Drobo über ein Netzlaufwerk für TimeMachine nutzen möchte, der sollte diese als Ziel für beschreibbar erklären: defaults write com.apple.systempreferences TMShowUnsupportedNetworkVolumes 1
  • Empfohlene Grösse für ein Backup-Volumen ist mindestens zweimal die Festplattengrösse des zu sichernden Geräts.
Autor

Im März 2010 habe ich Technikblog ins Leben gerufen. Seither blogge ich mehrmals wöchentlich über technische Themen die mich faszinieren und im Alltag begleiten, das beginnt bei Smartphones, Computer, Gadgets, technischen Spielereien bis hin zu HowTo-Anleitungen und Testberichten zu Smart Home Einrichtungen und Elektrofahrzeugen.

ommentare

  1. Timemachine macht eine Sicherung und kein Backup. Die Timemachine Festplatte sollte mindestens genau so gross sein wie zu sichernde Festplatte. Kleiner geht auch, aber dann muss man Teile von der Sicherung ausschliessen. Ist die Timemachine Platte größer, kann man um so länger Fluxkompensator, also in der Zeit zurückreisen.

    • Richtig -> Sicherung, nicht Backup! Das mit der Grösse ist natürlich klar! Fluxkompensator 🙂

  2. 1. man muss sich aber bewusst sein, dass Dropbox zwar per SSL synchronisiert, die Daten aber erst auf dem Dropbox-Server “angeblich” verschlüsselt werden. Was dazwischen mit den Daten passiert, ist schwer zu überprüfen. Daher ist mit sensiblen Daten durchaus vorsicht angebracht. By the way: kennt jemand Dropbox-ähnliche Dienste bei denen Verschlüsselung bereits VOR der Synchronisierung also auf meinem System stattfindet?

    2. @technikblog_ch warum nicht einfach den Benutzerordner mit Dropbox synchronisieren? Auch Dropbox selber bietet im Webinterface an, auf frühere Dateiversionen zurückzugreifen, oder täusche ich mich?

    • Jetzt war ich beim Durchlesen des Kommentars auch etwas verwirrt was Drobo und Dropbox anbelangt 😀

      Doch habe ich auf deine 1. Frage evtl. eine passende Antwort:

      Für sensible Daten kann ich TeamDrive empfehlen. Kostenlos gibts zwar nur 2 GB (10GB mit Personal Server Free), dafür wird alles Clientseitig verschlüsselt.

      Infos zur Sicherheit auf der TeamDrive.com:
      http://www.teamdrive.com/de/sicherheit.html

      • Ja Drobo und Dropbox, irgendwie verschieden aber doch zu ähnlich… 😉

        TeamDrive schau ich mir mal an, dank Verschlüsselung ev. eine gute Option!

  3. sorry… der vorhergehende kommentar, hätte eigentlich zum dropbox blogeintrag gepostet werden sollen… DROBO ist eben nicht DROPBOX 😉

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: