Testbericht: Apple MacBook Pro 13″ mit Touch Bar

MacBook Pro mit Touchbar 13 Zoll - Technikblog_

Die Vorstellung des neuen Apple MacBook Pro hat Wellen geworfen, einige sind begeistert und andere weniger. Ich für meinen Teil fand die Touch Bar sehr spannend, bin selbst kein Fan von Touchscreens an Notebooks, dazu später mehr, und natürlich musste ich mir das neue MacBook selbst genauer ansehen. Ich selbst setze daheim fest auf meinen iMac und unterwegs auf das MacBook 12″ Retina.

Konfiguration: MacBook Pro 13″ Touch Bar

Ich hatte das Apple MacBook Pro 13″ mit Touch Bar im Einsatz, mit den nachfolgenden Specs, gelistet für 2199.- CHF im Apple Store.

  • 2,9 GHz Prozessor
  • 512 GB Kapazität
  • 2,9 GHz Dual‑Core Intel Core i5 Prozessor
  • Turbo Boost bis zu 3,3 GHz
  • 8 GB 2133 MHz Arbeitsspeicher
  • 512 GB SSD auf PCIe Basis1
  • Intel Iris Graphics 550
  • Vier Thunderbolt 3 Anschlüsse
  • Touch Bar und Touch ID
MacBook Pro mit Touchbar und 4 Thunderbolt 3 Ports

MacBook Pro mit Touch Bar und 4 Thunderbolt 3 Ports

Verarbeitung

Apple hat bei den MacBook Pro Modelle das Farbsystem des MacBooks, sowie der iPhones und iPads übernommen. Zumindest fast, das MacBook Pro gibt es nämlich in Silber und Space Grey. Zweitgenanntes ist mein Favorit bei so fast allen Geräten von Apple, da hat das MacBook Pro perfekt reingepasst. Was Verarbeitung betrifft kann man Apple wie immer nichts vor machen, hervorragend. Das MacBook Pro kommt schlicht und edel daher, was einigen vielleicht fehlt ist das leuchtende Apple Logo auf dem Deckel, mich persönlich stört es nicht, das Design das MacBook 12″ Retina fand ich ja schon super, das MacBook Pro basiert ja darauf, insofern tiptop.

MacBook Pro mit Touch Bar und Touch ID

MacBook Pro mit Touch Bar und Touch ID

Touch Bar und Touch ID

Das MacBook Pro 13″ gibt es mit und ohne Touch Bar, selbstverständlich habe ich mir das Modell mit Touch Bar angeschaut. Die Touch Bar ist eigentlich nichts anderes als ein Ersatz der kompletten Leiste der Funktionstasten durch eine Displayleiste, welche von macOS passend angesteuert werden kann. So kann jedes Programm auf macOS auch auf die Touch Bar Einfluss nehmen und die idealen Tasten für die aktuell passenden Funktionen einblenden. Hat man das MacBook pro einmal klassisch entsperrt, ist es danach einfach über Touch ID, wie man es von iPhone / iPad kennt entsperrbar. Dazu einfach Finger drauf und das funktioniert sehr solide. Da ich für das Foto unten die Situation gestellt habe, zeigt es „erneut versuchen“ an…

MacBook Pro mit Touch ID entsperren

MacBook Pro mit Touch ID entsperren

Ich habe geschäftlich bald zwei Jahre ein Notebook von Dell mit Touchscreen im Einsatz. Die Anzahl Nutzungen (sinnvollen, nicht Spielerei) mit dem Touchscreen kann ich pro Jahr an einer Hand abzählen. Ständig Flecken auf dem Screen und ein zu weiter Weg für de Hand sind für mich Hindernisse, mit einem Touchscreen am Notebook zu arbeiten. Da kommt mir die Touch Bar deutlich gelegener. So zum Beispiel beim Einsatz von Final Cut Pro X, die Touch Bar unterstützt mich direkt mit möglichen Funktion wenn ich einen Clip in der Zeitliste ausgewählt habe, eine einfache Alternative zu Shortcuts.

Final Cut Pro X mit Touch Bar Befehlen.

Final Cut Pro X mit Touch Bar Befehlen.

Auf dem MacBook Pro 13″ mit Touch Bar habe ich meinen zweiten kleinen Film zum DJI Mavic Pro geschnitten, um auch eine Aussage machen zu können, wie es sich damit arbeitet. Ich habe bei FCPX schon einige Shortcuts intuitiv drin, trotzdem aber habe ich mich gezwungen die Touch Bar zu nutzen. Das klappt eigentlich sehr gut, man kommt schnell damit zurecht, einzig das haptische Feeling einer Taste fehlt etwas. Der Nachteil wird aber wett gemacht durch die Anpassung der Touch Bar auf die gerade passenden Befehle, je nachdem was man gerade macht. Fand ich ziemlich praktisch, vor allem für Einsteiger bei gewissen Tools sicher ein Benefit.

Apple MacBook Pro: Touch Bar und vier Thunderbolt 3 Ports (USB-C)

Apple MacBook Pro: Touch Bar und vier Thunderbolt 3 Ports (USB-C)

Performance

Unterwegs brauche ich persönlich meist wenig Rechenleistung, dafür habe ich daheim meinen iMac 5K Retina und unterwegs reicht dann das MacBook 12″ locker aus. Das neue Apple MacBook Pro 13″ mit Touch Bar erzielte bei mir 3915 Punkte für Single-Core und bei Multi-Core 7635 Punkte. Das ist zwar weniger als mein iMac (4513/17’453) aber natürlich deutlich mehr als die 2236/4096 Punkte des MacBook. Das zeigt, im MacBook Pro steckt schon einiges an Leistung für die Grösse, bei Interesse habe ich hier noch die Resultate des OpenCL Tests der Grafikkarte.

Natürlich zählt auch immer das individuelle Benutzererlebnis, für mich hat die Performance beim Schnitt des 4K-Rohmaterials aus dem DJI Mavic Pro definitiv gepasst, Bildbearbeitung mit Lightroom war ebenfalls angenehm und schnell und damit habe ich auch schon meine rechenintensivsten Anwendungen abgedeckt. Wer noch etwas mehr Power möchte, kann das 13″ Modell bis auf einen 3.3Ghz i7 mit 16GB RAM upgraden.

Galerie

MacBook Pro mit riesigem Touch Pad

MacBook Pro mit riesigem Touch Pad

MacBook Pro mit USB-C

MacBook Pro mit USB-C

MacBook Pro Touch Bar bei FCPX

MacBook Pro Touch Bar bei FCPX

Apple MacBook Pro

Apple MacBook Pro

Fazit

Ich brauche mein MacBook und iMac vor allem privat und für den Blog. Das heisst für mich wie schon erwähnt, die höchsten Anforderungen an die Hardware werden von Lightroom beim Import und bearbeiten von Vollformat-RAW Bildern gestellt und an Final Cut Pro beim Schneiden und Rechnen von 4K-Videomaterial. Damit kommt das MacBook Pro 13″ mit Touch Bar problemlos und gut zurecht, wenn man noch etwas in Prozessor und RAM investiert ist man sicher auch für die Zukunft gerüstet. Die Grösse von 13″ ist dabei für mich seit Jahren erste Wahl, wenn nicht gar kleiner, schliesslich will ich mit dem MacBook Pro mobil sein. Die 13″ Variante passt sogar in meine Safari Foto-Tasche mit Drohne.

Die Touch Bar hat mich persönlich mehr überzeugt als jeder Touchscreen an einem Notebook, die individuelle Ansteuerung und Anpassung auf das aktive Programm sind praktisch, einzig ein haptisches Feedback fehlt.

Das neue Apple MacBook Pro gibt es ab 1’999.- CHF bei DataQuest, Brack.ch oder im Apple Store zu kaufen. In meiner Ausführungen kostet das MacBook Pro 2’199.- CHF.

2 Kommentare

  1. Niklas 3. Februar 2017
  2. Tino 6. Februar 2017

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