Testbericht: Fiio M3 – kompakter HiFi-Player

Fiio M3 und X7

Die neuen Fiio M3 und X7

Fiio ist mittlerweile eine etablierte chinesische Marke im portablen HiFi-Bereicht. Ich durfte dabei die Fiio Player X1, X3, X5, die Fiio Digital-Analog-Wandler E10K, E17 und die Fiio Verstärker E6, E09K und E11K testen. Die Stärken der Marke liegen definitiv in der Technik und im Preis. Der grösste Kritikpunkt waren aber lange Zeit Menüführung und Software. Dieses Jahr sind neu der Fiio M3 und der Fiio X7 präsentiert worden. Beide Geräte könnten unterschiedlicher nicht sein. In diesem Review werde ich mich zuerst auf den kompakten M3 stürzen.

Haptik

Der Fiio M3 ist klein und leicht. Um genau zu sein 74mm x 40mm x 9mm klein und nur 40g schwer. Der M3 kommt in vier Farben daher; weiss, blau, schwarz und cyan. Das Design ist sehr einfach gehalten. Ein 3.5mm Klinkenanschluss, ein Micro-USB Anschluss und ein microSD-Slot. Der Power-Button und der Hold-Button sind einfach und zugänglich an den Seiten angebracht. Die sechs Bedientasten sind auf einem Feld sind mechanisch mit einem klaren haptischen Feedback. Die Tasten sind relativ klein, das haptische Feedback ist hier umso hilfreicher. Allerdings ist die Markierung der Tasten nicht sehr klar und zu dunkel. Es werden bis zu 64GB SD-Karten unterstützt, meine 128GB Karte wurde allerdings auch ohne Probleme unterstützt.

Fiio M3

Der Fiio M3

Menü und Software

Mit dem kleinen Bildschirm von 240×320 Pixeln muss das Menü simpel genug gestaltet sein. Das gelingt bei einigen Icons, aber nicht allen. Verwirrend ist auch, dass um in die Einstellungen zu gelangen muss man den oberen, linken Button für zwei Sekunden gedrückt halten. Dabei werden für die Navigation im Menu nicht die Pfeiltasten verwendet sondern der Menu und Play Button. Wie auch bei den älteren Firmwareversionen des X1 gelangt man durch Drücken des ‚Zurück‘-Buttons in das Hauptmenü wo die Musik nach Playlisten, Songs, Künstlern, Alben oder Ordnern sortiert werden kann. Bei den neuen Firmwareversionen des X1 zum Beispiel ist das nun nicht mehr so. Warum zu Hölle wurde das beim M3 denn wieder so implementiert?! Auch die Sortierung der Songs wird in Foren stark kritisiert, mir fällt das nicht auf weil ich sowieso nur in meiner eigenen Ordnerstruktur rumnavigiere. In den Einstellungen findet man zum Glück die für Fiio bekannten Features wie Balance und den Equalizer. Der Equalizer hat 5 Bänder, was meines Erachtens genügend ist. Der Fiio M3 spielt natürlich auch die bekannten lossless Formate APE(48kHz/24Bit) und FLAC(48kHz/24Bit). Die Spieldauer soll bis zu 24 Stunden betragen, das ist fast doppelt so lange wie der Fiio X1.

Fiio M3

Das Userinterface des Fiio M3

Sound

Eine tiefe Ausgangsimpedanz ist entscheided für einen linearen Frequenzgang in Zusammenarbeit mit Balanced-Armature InEars. Die Messungen bestätigen allerdings einen absolut linearen Frequenzgang auch mit den schwierig zu treibenden UltimateEars TF10, die spezifizierte Ausgangsimpedanz von unter 0.4Ohm des Fiio M3 scheint korrekt zu sein.

Fiio M3 FR

Frequenzgang Fiio M3 mit UE TF10

Mit seinen 30mW Leistung an 32Ohm vermochte der Fiio M3 auch locker meine grossen Kopfhörer wie den Hifiman HE-400 anzutreiben. Dabei war die Lautstärke erst bei 42/60, es wäre also sogar Luft nach oben da. Wie bereits in der Messung bestätigt spielt der Fiio M3 absolut linear. Wer Klangverbesserungen sucht, sollte dies in den Kopfhörern tun. Ein korrekt ausgelegter Verstärker und Digital-Analog Converter ‚klingt‘ nicht. Wer sich weiter über HiRes-Audioformate informieren möchte kann das hier tun.

Fiio M3 und X7 mit Custom Inears

Fiio M3 und X7 mit meinen Custom Inears

Fazit

Fiio zeigt wiedereinmal seine Stärken und Schwächen. Ein technisch perfekter Player mit Bedienmacken. Für den tiefen Preis 99.- CHF von steckt allerding sehr viel drin. Wer Fiio-Produkte bereits mochte, wird auch den M3 mögen.

3 Kommentare

  1. Marco 24. März 2016
  2. Alex 17. Mai 2016
  3. Frank 23. August 2016

Kommentar verfassen