Arist Kaffeemaschine bei Kickstarter: Da läuft was falsch…

Arist - Smarte KaffemaschineIch hatte in diesem Blog vor langer Zeit über die Arist Kaffeemaschine bei Kickstarter berichtet und dann das Projekt auch unterstützt. Noch während der Founding-Phase gab es dann einige Unklarheiten bezüglich Patente und Rechtsstreitigkeiten, eigentlich noch nicht wirklich extrem beunruhigendes. Das war alles noch im November 2014, nun bald eineinhalb Jahre später, habe ich und alle anderen Backer des Projekts noch nichts in der Hand. Das wäre an sich kein Drama, aber was alles abgeht ist eine Sache für sich…

Kickstarter ist kein Online-Shop

Well, ich beginne mal mit etwas Fürsprechen für die Arist-Jungs. Ich habe das jetzt beim Neeo Projekt auch schon erlebt und habe da teilweise wenig Verständnis für Aussagen und Kommentare von einigen Supportern. Es geht bei Kickstarter darum, jemandem mit einer Idee finanziell zu helfen und als Zückerchen erhält man oft am Schluss bei erfolgreicher Fertigstellung etwas zurück. In den meisten Fällen ein Produkt, zu einem vergünstigten Preis, bevor es in den regulären Handel geht und dort teurer verkauft wird. Davon haben beide Seite etwas, die Backer sind bei der Entwicklung etwas dabei und profitieren als einer der ersten von einem Produkt – während die Initianten Kapital für die Umsetzung erhalten. Ich habe das immer so verstanden und kann auch mit Verzögerungen leben, als Entwickler verstehe ich solche nämlich voll und ganz. Wichtig ist dabei jedoch die Backer alle 2-3 Monate oder besser noch monatlich zu informieren, was denn so läuft. Bisher hatte ich bei rund einem Dutzend finanzierter Projekte auch keine Probleme…

Features der Arist Maschine

Features der Arist Maschine

Arist Kaffeemaschine – eine Geschichte für sich…

Ich weis gar nicht ob ich mich wirklich an alle Unannehmlichkeiten mit Arist noch erinnere. Angefangen hat alles nachdem das Projekt erfolgreich finanziert wurde mit wenigen Updates von Seiten der Gründer. Auf die Dauer kamen dann einige unverständliche Updates, in welchen von Fortschritt gesprochen wurde, man wolle aber aus Sicherheitsgründen nichts zeigen. Irgendwann wurde dann eine neue Maschine vorgestellt, eine Redesign der eigentlichen Maschine und das empfang ich schon als schräg. Anstatt sich der Produktion, beziehungsweise Umsetzung der eigentlichen Ziele zu widmen, hat man an was anderem gearbeitet. Weil die nächsten Updates auch nich vielversprechend waren, bot man gegen Ende 2015 den Backern an, sich einen Teilbetrag zurückzuüberweisen lassen. Komisch, auch hier wurde nur ein Bruchteil des Foundings angeboten und scheinbar haben das nur ein paar Dutzend Unterstützer in Anspruch genommen. Gemäss den Kommentaren bei Kickstarter aber, müssten es eher hunderte sein.

Video der Präsentation in Hong Kong, posted by PCM on Monday, March 7, 2016

Bis zu diesem Zeitpunkt war ich zwar angepisst wie das Projekt läuft, aber noch einigermassen zuversichtlich. Erst richtig schräg wurde es in diesem Jahr. Man sprach von einer grossen Demo in Hong Kong, schliesslich haben wir noch nicht wirklich eine reale Maschine gesehen die funktioniert. Dann wurde die Demo plötzlich verschoben und später dann angekündigt, man werde an der Demo die Arist Professional zeigen. Die bisherige Maschine „Arist Home“ nenne ich sie mal, scheint gar nicht mehr produziert zu werden. In Mails in schlechtem Englisch wird immer mal wieder was versprochen, aktuell scheinen wir Unterstützer nun eine Arist Professional zu erhalten. Sagen die Herren aus Hong Kong zumindest…. An der Präsentation der Maschine gestern durfte man die Demo nur aus der Ferne betrachten, was sich unter dem Cover verbirgt konnte niemand sehen.

Die Geschichte wird noch weitere Kapitel nach sich ziehen, da bin ich mir sicher…

Arist Professional: Bild von engadget

Arist Professional: Bild von engadget

Wie gehts weiter?

Gute Frage. Mittlerweile gibt es zwar eine Arist App im iOS App Store, die hilft mir aber herzlich wenig. Grundsätzlich bin ich keinem auf Kickstarter böse wenn das Projekt in die Hose geht, wenn man aber mit dem Geld andere Dinge anstellt, das Produkt eigentlich zweimal während der Entwicklung wechselt (Redesign, dann zurück und dann auf Professional Version) habe ich grosse Mühe damit. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr auch solche Projekte erlebt oder seit ihr sogar auch Teil von Arist?

NATEL infinity

8 Kommentare

  1. Michael 9. März 2016
  2. Michael 9. März 2016
  3. Stefan 9. März 2016
  4. Roger 9. März 2016
    • michi 9. März 2016
  5. Christian 9. März 2016
  6. John 18. März 2016

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