Testbericht: UE Boom 2 – Sound für überall

UE Boom 2 im Test

Mit dem UE Boom 2 ist der Nachfolger des beliebten UE Boom Lautsprechers von 2013 auf dem Markt. UE steht für Ultimate Ears und ist eine Sub-Marke von Logitech, dem mittlerweile weltbekannten Peripherie-Hersteller aus Lausanne. Was die neue Version hergibt wollte ich natürlich genau wissen. Kommen wir zuerst zu ein paar technischen Daten:

Technische Daten

  • 360° Sound
  • IPX7-Wertung: Die UE BOOM 2 ist bis zu einer Tiefe von 1 m für 30 Minuten wasserdicht.
  • Maximaler Schalldruckpegel: 90dBA
  • Frequenzgang: 90Hz – 20kHz
  • 15 Stunden Akku-Laufzeit
  • Ladezeit: 2.5h
  • Bis zu 8 Bluetooth Abspielgeräte speicherbar, gleichezitg 2 nutzbar
  • NFC-fähig (passiv)
  • Bluetooth(-smart) fähig oder 3.5mm Klinkeneingang

Lieferumfang

Spätestens seit Apple wissen andere Hersteller auch, dass eine gute Verpackung bereits zum ersten Eindruck eines Geräts gehört. Nicht umsonst platzt Youtube fast schon alleine durch allerlei Unboxing-Videos. Das hat Ultimate Ears definitiv auch verstanden, in der grossen zylindrischen Box kann das Innenteil als Kunststoff rausgezogen und geöffnet werden. Darin befindet sich, wie in einer Schatulle, der UE Boom 2. Einseitig kann der Innenraum aufgeklappt werden, im Innern befinden sich ein USB-Netzteil mit Stecker-Adaptern und dem passenden USB auf Micro-USB Kabel für das Laden des UE Boom 2. Natürlich auch dabei sind Schnell-Anleitungen.

UE Boom 2 im Test

Verarbeitung & Bedienung

Verarbeitungstechnisch musste UE nicht viel seit dem Vorgänger anpassen, das Gerät war schon top. Die gummierte Unter- und Oberseite bieten guten Stand, der seitliche Streifen Halt und Unterbringung der Bedienelemente. Am genialsten aber ist wohl die IPX7 Zertifizierung. Die steht für schmutzabweisende Bauweise und wasserdichte Bauweise bis 1m Tiefe während 30 Minuten. Ich habe sie kurz ins gefüllte Lavabo gelegt, die Box schwimmt leicht auf und funktioniert noch tadellos. Cool und damit prädästiniert für den Einsatz am Strand!

Die Bedienung bedarf eigentlich fast keiner Erklärung. Die UE Boom 2 wird mittels Bluetooth ans Smartphone oder Tablet gekoppelt, das dürfte mittlerweile jederman kennen. Danach kann die Wiedergabe gestartet und Klang aus dem kleinen Zylinder genossen werden. Die grossen und optisch dominanten +/- Taster lassen die Lautstärke direkt an der Boom regeln. Mittels dem On/Off Button lässt sie sich einfach ein- und ausschalten und der Bluetooth-Taster lässt einem zwischen Abspielgeräten switchen. Mein grösster Kritikpunkt an der UE Boom 2 ist definitiv das fehlen einer Play-Taste, welche mit einfachem Klick die Wiedergabe Starten/Stoppen und mit Doppelklick den nächsten Song spielen würde.

An der Unterseite befindet sich der MicroUSB Anschluss um die Boom zu laden, sowie ein 3.5mm Klinkenbuchse um sie direkt mit Sound, zum Beispiel einem MP3-Player zu versorgen. Praktisch ist die verschraubte Öse, so kann man den Speaker auch mal irgendwo aufhängen oder mit dem Normgewinde in welches die Öse verschraubt ist auf ein Stativ montieren.

Der UE Boom 2 verträgt auch Wasser

Der UE Boom 2 verträgt auch Wasser

Sound

Kommen wir zum wohl wichtigsten Punkt, dem Klang der UE Boom 2. Wichtig für guten Klang, die Box sollte stehend genutzt werden und eine gute Unterlage schadet dabei nicht. Dank (fast) 360° Abstrahlung hat theoretisch jeder der um den Lautsprecher sitzt etwas vom Sound, ganz homogen ist die Ausbreitung aber nicht. Es gibt durchaus Hotspots in denen der Sound einfach besser klingt. Das ist aber nicht weiter schlimm, grundsätzlich ist der Sound erstaunlich gut für die Baugrösse. Besonders der Bass kommt überraschenderweise kraftvoll rüber, bei ganz tiefen Tönen hingegen muss die Boom aber wie alle mobilen Lautsprecher passen. Mit dem Equalizer in der App kann man aber noch einiges rausholen.

Die UE Boom ist also der ideale Speaker für draussen im Garten, am Pool, am Strand oder sogar bei einem kleinen Bootsausflug. Man könnte sogar zwei UE Booms zu einem Stereopaar koppeln, diese Variante habe ich mangels zweitem Speaker nicht ausprobiert.

App

Lobenswert ist die UE Boom App, diese erkennt die Boom 2 direkt wenn sie per Bluetooth gekoppelt ist und zeigt sie auf dem Screen direkt mit richtiger Farbe an. Ich wurde direkt auf ein mögliches Firmware-Update hingewiesen, welches ich dann aufgespielt habe. Mit der App habe ich dann Zugriff auf einen Equalizer, damit lässt sich der Klang personalisieren, ich persönlich mag eher ausgewogene Klangbilder. Zudem lässt sie sich auch als Wecker missbrauchen und weitere Einstellungen tätigen.

Logitech dürfte die App noch an die grösseren iPhone Screens anpassen, momentan ist noch alles hochskaliert.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit der UE Boom 2 wird mit satten 20 Stunden bei mittlerer Lautstärke angegeben. Das ist eine klare Steigerung zum Vorgänger als noch 15 Stunden möglich waren. Das hat mir der verdoppelten Akkukapazität von neu 3’600mAh zu tun. Bei voller Lautstärke halbiert sich die Lebensdauer einer Akkuladung. Ich bin derzeit noch nicht an das Ende der Laufzeit gekommen, da ich aber bei rund 50% Akkuleistung nach rund 9 Stunden Nutzungszeit bin, dürften die 20 Stunden gut hinkommen!

UE Boom 2

Fazit

Ultimate Ears hat mit der Boom 2 in meinen Augen einen soliden Nachfolger präsentiert. Dieser soll 25% lauter sein und bringt eben den schon erwähnten stärkeren Akku mit. Dank langer Laufzeit und dem extrem robusten und wasserdichten Design, sehe ich die UE Boom 2 einfach ideal für den Einsatz draussen an. Spielen die Kinder dabei noch mit Wasser oder planschen im Pool muss man sich keine Sorgen um den Lautsprecher machen. Ebenso am Strandbad, Speaker in den Sand, völlig sorglos! Daher tolles Konzept, besseren Sound mit robustem und wasserfestem Gehäuse kenne ich keinen, ausser man verbinden gleich zwei Booms zum Stereopaar!

Den UE Boom 2 gibt es bei Siroop in verschiedenen Farben, zum Beispiel schwarz, für 199.- CHF zu kaufen.

6 Kommentare

  1. Meisti 19. Januar 2016
    • hans 19. Januar 2016
  2. Felix 19. Januar 2016
    • Aaron Schmied 21. Januar 2016
  3. David (TechnikNews) 21. Januar 2016
  4. Manu 2. Februar 2016

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