Testbericht: TomTom Runner Cardio – GPS Uhr mit Pulssensor im Armband

TomTom Runner Cardio ReviewIch hatte in letzter Zeit viele Aktivitätstracker im Test und nun darf wieder mal eine GPS Trainingsuhr ran, diesmal die TomTom Runner Cardio. Ich hatte die Cardio-Serie von TomTom hier bereits angekündigt und auch ihr Vorgänger, die TomTom MultiSport Watch wurde hier in einem Testbericht behandelt. Das besondere am neuen Modell dürfte wohl die in der Uhr integrierte Pulsmessung sein, schauen wir uns das Gerät doch mal genauer an.

Runner Cardio vs. Runner MultiSport

Der Unterschied zwischen den Modellen liegt in der Anwendung, während die TomTom Runner Cardio rein auf Läufer ausgelegt ist, unterstützt die MultiSport auch Schwimmen und Radfahren. Im Test habe ich die Runner Cardio, die MultiSport-Version war leider noch nicht verfügbar.

Lieferumfang & Einrichtung

Bei der TomTom Runner Cardio scheint der Lieferumfang auf den ersten Blick spärlich, hat aber mit der Technologie zu tun. So sind in der Verpackung neben der Uhr und dem obligaten Ladekabel nur eine kurze Anleitung mitgeliefert. Mehr ist auch nicht nötig, der Herzfrequenzgurt ist ja obsolet.

TomTom Runner Cardio mit Ladestation

TomTom Runner Cardio mit Ladestation

Da die neue TomTom Runner Cardio auch über Bluetooth verfügt, kann ich sie einfach mit meinem Smartphone verbinden, das klappt wie mit jedem andere Bluetooth-Gerät auch. Dank der TomTom Smartphone App kann ich so bereits unterwegs synchronisieren und meine Aktivitäten auswerten. An den Computer muss sie dann nur noch um in der mitgelieferten Dock geladen zu werden. Am Computer sollte man TomTom MySports Connect installieren, das Programm synchronisiert ebenfalls die Daten, macht Firmware Updates und lässt einem einige Einstellungen vornehmen. Kompliment übrigens an TomTom, bei einem anstehenden Firmware-Update wurde ich per Mail sofort informiert!

TomTom Runner Cardio - UpdatemeldungTragekomfort

Im Gegensatz zum Vorgänger hält die Uhr nun viel stabiler im Armband und rastet richtig ein. Damit fällt der Kern der Uhr nicht mir einfach aus dem Armband, hier hat TomTom scheinbar Kundenfeedback ernst genommen und richtig umgesetzt. Das Armband wurde noch ein Stück verbessert und lässt sich noch angenehmer Tragen, ich hatte selten eine Sport-Uhr die sich beim ersten Tragen sofort gut anfühlt. Die Schlaufe für das überstehende Armband wurde auch entfernt, die Cardio kann mittels drei Noppen am gelochten Band eingerastet werden. Well Done TomTom, die Runner Cardio ist in Sachen Tragekomfort top.

TomTom Runner Cardio bietet einen hohen Tragekomfort

Synchronisation & Laden

Wie schon erwähnt kann entweder via Bluetooth zum Smartphone oder per Dock an der Uhr synchronisiert werden. Wer über den Computer synchronisiert kann auch zusätzliche Plattformen wie Runkeeper integrieren, sehr vorbildlich. Nach wie das grosse Manko ist die Ladedock, ohne Diese kann man den Akku der Runner Cardio nicht aufladen. Wer also die Uhr mit in die Ferien nimmt, sollte das Kabel nicht vergessen, laden per micro oder miniUSB ist nicht möglich.

TomTom Runner Cardio SyncTomTom Runner Cardio im Einsatz

Dank der „Ein-Knopf-Steuerung“ ist die Bedienung sehr einfach, das Menü wirkt aufgeräumt und minimal, auf das nötigste reduziert. Trotzdem schafft man es intuitiv und einfach die Funktionen wie Pulszonen, Intervalltraining, vordefinierte Ziele oder Renntempo zu nutzen. Gross Kompliment für das extrem schnelle GPS, den schneller fand bisher noch keines meiner Testgeräte ein GPS Signal. „QuickGPSfix“ nennt TomTom diese Technologie, die es ermöglichst den Standort von Satelliten sieben Tage lang zu speichern. Ist man mit dem Smartphone verbunden, hilft dieses beim unterstützten Abgleich, genial!

Die TomTom Runner Cardio unterstütz zwei Laufmodi, der Laufband- und Laufen-Modus unterscheiden sich in der Verwendung des GPS. Bewege ich mich innerhalb von Räumen, wo ich kein oder nur ein schwaches Signal habe, verwende ich den Laufband-Modus. Bin ich draussen aktiv, wähle ich den Laufenmodus in Verbindung mit GPS um meine Strecke aufzuzeichnen. Das klappt einwandfrei!
Vor einem Training sollte ich mir Gedanken machen, was ich trainieren will. Ich kann auch einfach loslaufen, aber ich habe mir mal eine Pulszone definiert, in welche ich Laufen möchte. Das geht direkt auf der Uhr, intuitiv und einfach. Während dem Training informiert mit die Uhr dann akustisch, optisch und haptisch, vor allem letzteres ist genial. Ich muss nicht zwingend auf die Uhr schauen. Mittels Pfeilen wird dort dargestellt ob man sich steigern soll oder eher gemächlicher laufen – wer ein wenig Laufsport betreibt sollte das aber auch selbst merken.
Ein nettes Feature ist die Wettkampffunktion, ich kann anhand eines bereits absolvierten Laufs gegen mich selbst antreten – die Cardio zeigt mir den ähnlich dem Pulsbereich an wie gut ich im Rennen bin.

Die Pulsmessung der Runner Cardio hat ihre Schwächen!

Die Pulsmessung der Runner Cardio hat ihre Schwächen!

Die Probleme mit der Pulsmessung

Ich hatte nach meinem ersten Lauf mit der TomTom Runner Cardio leider Probleme mit der Pulsmessung, diese setzte nach bereits wenigen Minuten Laufzeit aus und blieb konstant auf dem letzten Wert. Komisch dachte ich mir als zu Hause war und stellte einige Tage später bei einem Indoor-Training dasselbe fest. Mit ein wenig Suche im Internet bin ich auf einen Beitrag im TomTom Forum gestossen, auf dem dasselbe Phänomen auftrat. Der Support Hinweis auf die Position der Uhr hatte ich beim ersten Mal zwar beachtet, aber ich probierte es erneut, mit demselben Resultat. Ich habe dir Uhr noch einem Arbeitskollegen geliehen, der stellte nach 2km Laufen ebenfalls ein Ausfall der Pulsmessung fest.

Problem mit Herzfrequenz Sensor der TomTom Runner Cardio

Problem mit Herzfrequenz Sensor der TomTom Runner Cardio

Ich gehe von einem Problem mit der optischen Messung des Pulses aus, wenn man schwitzt. So konnte ich die Pulsmessung nach einem Ausfall nämlich wieder reaktivieren, in dem ich die Runner Cardio kurz vom Handgelenk nahm und dieses, sowie die Uhr vom nassen Schweiss befreite und danach weiter lief. Die Pulsmessung setzte wieder ein und funktionierte wieder bis wieder zuviel Schweiss auf dem Handgelenk war. Scheinbar gibt es hier ein technischen Problem, auf jeden Fall scheint sich TomTom Mühe zu geben und gemäss dem Foreneintrag kann man sich bei dem Problemfall direkt an den Kundendienst melden.

Weit weniger tragisch ist die verzögerte Pulsmessung, den während des GPS ultraschnell arbeitet, gibt es beim Puls merkliche Verzögerungen von mehreren Sekunden. Lief ich zusammen mit meiner Ambit 2S, war der Puls der Runner Cardio stehts 5-10 Sekunden hinterher. Je nach Ambitionen und Trainingsart ist das nicht sonderlich schlimm, jedoch merkt man die Verzögerung wenn man im Pulszonen-Bereich trainiert.

Review zur TomTom Runner Cardio

Fazit

Ein Fazit zu ziehen ist in diesem Fall schwierig, das Konzept hinter der Uhr ist nämlich genial. Das GPS funktioniert einwandfrei und schnell, wohl eines der besten dass ich je nutzte und die Synchronisierung mittels Bluetooth zum Smartphone ist toll. Das genau das Top-Feature der Pulsmessung seine Schwächen hat, macht es schwierig hier eine Empfehlung auszusprechen. Scheinbar gibt es Käufer die keinerlei Aussetzer und Probleme mit der Pulsmessung hatten, insofern bleibt nur noch die verzögerte Pulsmessung mit der wohl die meisten Leben können. Wer auf einen Pulsgurt verzichten möchte und die TomTom Runner Cardio ins Auge fasst, dem empfehle ich abzuklären ob sie nach einem Kauf trotz Tragen wieder einfach zurückgegeben werden kann. Je nach Handgelenk und Schweissproduktion wird die Uhr wohl beim ein oder anderen gut oder eben nicht funktionieren.

Die TomTom Runner Cardio gibt es für 329.- CHFwährend sie in Deutschland 269.- € kostet.

11 Kommentare

  1. kossy 4. August 2014
    • Hans 4. August 2014
  2. hint 4. August 2014
    • Hans 4. August 2014
  3. maxmayham 4. August 2014
  4. Phillux 4. August 2014
  5. roli 6. August 2014
    • roli 15. August 2014
  6. Running Danny 26. August 2014
  7. Pingback: armband gps | Swarovski Armband 2016 15. April 2016
  8. Tamara 5. Januar 2017
  9. Sandra V. 9. Januar 2017

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